Eber­mann­stadt: Titeler­neue­run­gen geschafft! Das Gym­na­si­um Frän­ki­sche Schweiz und die Stadt Eber­mann­stadt – gemein­sam Hand in Hand als Fairtra­de-Schu­le und Fairtrade-Stadt

Fairtrade Universität symbolbild © Jakub Kaliszewski
© Jakub Kaliszewski
Bürgermeisterin Christiane Meyer, Schulleiter Siegfried Reck, Schulteamsprecher Christian Kiehr / Foto: GFS

Bür­ger­mei­ste­rin Chri­stia­ne Mey­er, Schul­lei­ter Sieg­fried Reck, Schul­team­spre­cher Chri­sti­an Kiehr / Foto: GFS

Mit Kaf­fee, Tee, Scho­ko­la­de und Jute­ta­schen in Welt­lä­den, auf Kir­chen­ba­sa­ren und an Markt­stän­den fing es an. Dass man heu­te fair gehan­del­te Pro­duk­te auch im Super­markt und Dis­coun­ter kau­fen kann, ist zum einen der Ver­dienst von Orga­ni­sa­tio­nen wie GEPA und Fairtra­de. Zum ande­ren ist es auch den vie­len Ehren­amt­li­chen zu ver­dan­ken, die durch ihr uner­müd­li­ches Enga­ge­ment den fai­ren Han­del immer wie­der ins Bewusst­sein der Bevöl­ke­rung geru­fen haben.

Am 18. Dezem­ber 2012 wur­de Eber­mann­stadt als erste Kom­mu­ne im Land­kreis Forch­heim „Fairtra­de-Town“, eine Stadt also, in der auf fai­ren Han­del geach­tet wird. Fairtra­de-Towns för­dern gezielt den fai­ren Han­del auf kom­mu­na­ler Ebe­ne und sind das Ergeb­nis einer erfolg­rei­chen Ver­net­zung von Per­so­nen aus Zivil­ge­sell­schaft, Poli­tik und Wirt­schaft, die sich für den fai­ren Han­del in ihrer Hei­mat stark machen.

Das P‑Seminar „Das GFS wird eine Fairtra­de-School“ des Abitur­jahr­gangs 2019 hol­te am 26. März 2019 den Titel „Fairtra­de-School“ an das GFS. Sowohl auf schu­li­scher als auch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne, müs­sen dafür fünf über­ge­ord­ne­te Kri­te­ri­en erfüllt wer­den: Eine Steue­rungs­grup­pe koor­di­niert die Akti­vi­tä­ten, die Ver­wal­tun­gen und das Per­so­nal nut­zen Fairtra­de-Pro­duk­te, loka­le Geschäf­te, der Schul­ki­osk der Bäcke­rei Löw oder Cafés und Restau­rants bie­ten fai­re Waren an, Schu­len, Ver­ei­ne und Kir­chen­ge­mein­den führen Aktio­nen durch und ört­li­che Medi­en berich­ten darüber. Alle zwei Jah­re muss der Titel erneu­ert werden.

Fai­re Prei­se = ange­mes­se­ne Entlohnung

Beim „kon­trol­lier­ten“ fai­ren Han­del erhal­ten die Erzeu­ger für ihre Pro­duk­te oder Pro­dukt­be­stand­tei­le von den Fairtra­de-Orga­ni­sa­tio­nen einen „Min­dest­preis“. Damit soll den Pro­du­zen­ten auch bei nied­ri­ge­ren Markt­prei­sen ein höhe­res und ver­läss­li­che­res Ein­kom­men als im her­kömm­li­chen Han­del ermög­licht wer­den und ihre Exi­stenz gesi­chert wer­den. Durch feste Bezah­lung und lang­fri­sti­ge Ver­trä­ge wird den Bau­ern und Klein­un­ter­neh­men in armen Län­dern die Sicher­heit gege­ben, dass ihre Arbeit auf den Fel­dern oder in den Werk­stät­ten ange­mes­sen ent­lohnt wird. Kaf­fee, Honig, Scho­ko­la­de und Tee ste­hen neben Kunst­ge­wer­be daher im Sor­ti­ment des Ladens an vor­der­ster Stel­le. Anhand der Pro­duk­te oder der Behand­lung der The­ma­tik im Unter­richt ver­schie­de­ner Fächer wer­den Schü­le­rin­nen und Schü­lern Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen über die Situa­ti­on der Men­schen in den Her­kunfts­län­dern die­ser Pro­duk­te oder die Lie­fer­ket­ten der Welt­wirt­schaft ver­mit­telt und die Fol­gen der Kauf­ent­schei­dun­gen bewusst gemacht. Fai­rer Han­del rückt die Men­schen­wür­de und die Rech­te von Men­schen in den Mittelpunkt.

Fai­re Klei­dung – fai­re Bäl­le: GFS baut Ange­bot kon­ti­nu­ier­lich aus

Fairtrade-Bälle / Foto: GFS

Fairtra­de-Bäl­le / Foto: GFS

Um den Titel wei­ter­hin füh­ren zu dür­fen müs­sen Schu­len oder Kom­mu­nen alle zwei Jah­re bele­gen, dass die Kri­te­ri­en wei­ter­hin erfüllt wer­den. Am 12. Mai 2021 erhielt das GFS von der „Koor­di­na­ti­ons­stel­le Fairtra­de Deutsch­land“ die Nach­richt, dass die Titeler­neue­rung geglückt ist. Frau Bür­ger­mei­ste­rin Chri­stia­ne Mey­er nahm dies zum Anlass unse­rem Schul­lei­ter Herrn Sieg­fried Reck und dem Spre­cher des Schul­teams Herrn Chri­sti­an Kiehr per­sön­lich ihre Glück­wün­sche zu über­rei­chen. Ein gro­ßer Dank ergeht aber auch an Frau Bösl, die das Kol­le­gi­um schon seit vie­len Jah­ren mit fair gehan­del­tem Kaf­fee und Obst in der Leh­rer­ca­fe­te­ria ver­sorgt. Durch die zusätz­li­che Unter­stüt­zung von Frau Schöpf, Frau Dauth und der SMV (Schü­ler mit Ver­ant­wor­tung) ach­tet man außer­dem dar­auf, die neue Schul­klei­dung sowie Beklei­dun­gen, die anläss­lich der Ber­lin­fahr­ten oder des Abiturs erwor­ben wer­den, aus dem fai­ren Han­del zu bezie­hen. Im Schul­sport tra­gen fair gehan­del­te Bäl­le auch zum Fair­play bei.