Ober­frän­ki­scher Online-Fach­tag „Teil­ha­be­mög­lich­kei­ten schaf­fen für Men­schen mit Demenz“ fin­det gro­ßen Anklang

Logo der Fachstelle für Demenz und Pflege

„Machen wir uns […] gemein­sam auf den Weg zu einer demenz­freund­li­chen Gesell­schaft, in der Men­schen mit Demenz dabei und mit­ten­drin sind. Men­schen mit Demenz haben ein Recht auf Teil­ha­be,“ so die Gruß­wor­te von Dr. Chri­sti­ne Schwend­ner, Refe­rats­lei­te­rin im Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ste­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge, beim ersten Online-Fach­tag der Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken. Da Ein­sam­keit und Iso­la­ti­on krank machen, muss das Erle­ben von Gemein­schaft für jeden, der es will, mög­lich sein. Dem gegen­über ste­hen oft Scham, Angst auf allen Sei­ten und feh­len­de Angebote. 

Um zu moti­vie­ren, inno­va­ti­ve Teil­ha­be­an­ge­bo­te zu schaf­fen und in der Begeg­nung Äng­ste abzu­bau­en, ent­schied sich das Team der Fach­stel­le, Ker­stin Hof­mann, Patri­cia Rein­hardt und Ute Hop­per­diet­zel, für das The­ma „Teil­ha­be­mög­lich­kei­ten schaf­fen für Men­schen mit Demenz“. Vor­ge­stellt wur­den bestehen­de Pro­jek­te aus ganz Bay­ern, die an Demenz erkrank­te Men­schen ins kul­tu­rel­le, musi­sche, sport­li­che und gesell­schaft­li­che Leben ein­be­zie­hen. „Demenz & Kul­tur in Würz­burg“ von Hal­ma e.V. bie­tet u.a. ehren­amt­li­che, spe­zi­ell geschul­te Kulturbegleiter*innen, die Men­schen mit Demenz und ihre Ange­hö­ri­gen bei Konzert‑, Thea­ter- oder Muse­ums­be­su­chen beglei­ten und die­se somit häu­fig über­haupt erst ermög­li­chen. Spe­zi­el­le öku­me­ni­sche Got­tes­dien­ste in ein­fa­cher Spra­che mit viel Mimik und Gestik, die für alle Bür­ger offen sind, orga­ni­siert die Alz­hei­mer Gesell­schaft Augs­burg e.V. Dane­ben gibt es Wan­de­run­gen mit viel­fäl­ti­gen gei­sti­gen Anre­gun­gen, ange­passt an die Bedürf­nis­se von Men­schen mit Demenz, einen musik­the­ra­peu­ti­schen Sing­kreis, der wie­der­um mit einem Chor gemein­sam musi­ziert, und Muse­ums­füh­run­gen – pan­de­mie­be­dingt sogar virtuell.

Seit letz­tem Jahr besitzt die Alz­hei­mer Gesell­schaft Bay­reuth-Kulm­bach e.V. eine Betreu­ungs­rik­scha, deren geschul­te Fah­rer Men­schen mit Demenz und Ange­hö­ri­ge auch auf klei­nen Wegen durch Bay­reuth zu lieb­ge­won­nen, aber meist nur zu Fuß erreich­ba­ren Orten, bringt. Auch letz­te Wün­sche kön­nen durch die Zusam­men­ar­beit mit dem Hospiz­ver­ein mit Hil­fe der Rik­scha erfüllt wer­den. Die Demenz­in­itia­ti­ve Bam­berg, ein Zusam­men­schluss der ört­li­chen Alz­hei­mer Gesell­schaft und den Senio­ren­ver­ant­wort­li­chen von Stadt und Land­kreis, bie­tet neben ande­rem die Zer­ti­fi­zie­rung „Geschul­te Part­ner“ für Ein­rich­tun­gen und Geschäf­te, die sich demenz­freund­lich auf­stel­len wol­len. Um Gel­der für die Bezu­schus­sung der­ar­ti­ger Vor­ha­ben zu erhal­ten, stell­te die Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Bay­ern För­der­mög­lich­kei­ten vor. Mit vie­len neu­en Ideen aus­ge­stat­tet kön­nen die Teilnehmer*innen, 55 über­wie­gend Pro­fes­sio­nel­le aus Senio­ren­ar­beit und Kul­tur, sich nun dar­an machen, krea­ti­ve Ideen zu ent­wickeln und umzu­set­zen für den Weg in eine demenz­freund­li­che Welt. 

Wer selbst vor­hat, ein Ange­bot zu schaf­fen und Bera­tung benö­tigt, kann sich ger­ne an die Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken, Tel. 09281/ 57 500, E‑Mail info@​demenz-​pflege-​oberfranken.​de wenden.