Cobur­ger Jugend­amt star­tet Imagekampagne

Nikolai Hiesl, Thomas Nowak und Reinhold Ehl.
Nikolai Hiesl, Thomas Nowak und Reinhold Ehl.

Amt für Jugend und Fami­lie der Stadt Coburg star­tet Image-Akti­on und zieht Coro­na-Bilanz: Den „mensch­li­chen Lock­down“ für Kin­der und Jugend­li­che verhindert

„Mensch­lich relevant“

Super­markt, Haus­arzt, Jugend­amt – drei, für die es kei­nen Lock­down gibt. „Und drei, die Leib und See­le zusam­men­hal­ten“, sagt Rein­hold Ehl, Lei­ter des Amtes für Jugend und Fami­lie der Stadt Coburg, und lacht. Kei­ne Fra­ge, der Super­markt sei sys­tem­re­le­vant. Doch das Jugend­amt sei noch mehr: näm­lich „mensch­lich rele­vant“, so Ehl. Es habe den „mensch­li­chen Lock­down“ für Kin­der und Jugend­li­che ver­hin­dert. Über­for­der­te Eltern, Schul­schwän­zen in der Puber­tät, Inter­net- oder Spiel­sucht: „Das Jugend­amt hilft in der Kri­se. Es bie­tet Unter­stüt­zung und sorgt oft genug für den Neu­start in ein bes­se­res Leben – mit neu­er Struk­tur, die fes­ten Halt im All­tag gibt“, ergänzt der 3. Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent der Stadt Coburg Tho­mas Nowak.

Es sei des­halb höchs­te Zeit, genau das auch ein­mal deut­lich zu machen: Mit einer Kam­pa­gne will das Jugend­amt zei­gen, wie groß der Schutz­schirm ist, den es für Kin­der, Jugend­li­che und Fami­li­en in der Stadt Coburg auf­spannt – und das gera­de auch in der Coro­na-Pan­de­mie. Mot­to der Akti­on: „Das Jugend­amt. Unter­stüt­zung, die ankommt.“ Den bun­des­wei­ten Start­schuss dazu gab die dama­li­ge Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey in Ber­lin. „Jetzt zie­hen wir in Coburg nach“, sagt Rein­hold Ehl. Das erfolgt in meh­re­ren Vari­an­ten. Start­schuss ist eine Pla­kat-Akti­on, bei der meh­re­re Image-Pla­ka­te in und an den städ­ti­schen Ver­wal­tungs­ge­bäu­den gene­rell auf die Arbeit des Jugend­am­tes auf­merk­sam machen. Das Amt für Jugend und Fami­lie wird außer­dem in den kom­men­den Wochen und Mona­ten mit Arti­keln in den Tages­zei­tun­gen über sei­ne Arbeit infor­mie­ren. Auch sind spe­zi­el­le Pod­casts geplant. Sofern es die Coro­na-Pan­de­mie zulässt, möch­ten die Mitarbeiter*innen des Jugend­am­tes auch an einem Tag mit einem Info­stand auf dem Markt­platz prä­sent sein. Ein­ge­la­den sind dann alle Alters­grup­pen, die sich für die Arbeit des Jugend­am­tes inter­es­sie­ren. „Der Info­stand ist eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit, das Jugend­amt fern von Schreib­tisch und Bespre­chungs­raum ken­nen zu ler­nen. Ganz ohne Ter­min­an­fra­ge und Akten­no­tiz sind die Hem­mun­gen gerin­ger, um ein­mal unver­bind­lich in Kon­takt zu tre­ten.“, lobt der 3. Bür­ger­meis­ter Tho­mas Nowak.

Das Jugend­amt habe mit inten­si­ve­ren Bera­tun­gen via Tele­fon oder Video bis hin zu digi­ta­len Ange­bo­ten der Jugend­ar­beit in den ver­gan­ge­nen Mona­ten neue Akzen­te gesetzt und damit eine enor­me Reso­nanz bei Kin­dern, Jugend­li­chen und Fami­li­en erzielt. Denn ihnen habe die Coro­na-Pan­de­mie beson­ders zuge­setzt: „Es ist kein Geheim­nis, dass sich eine depri­mie­ren­de Coro­na-Stim­mung in Fami­li­en breit­macht. Gera­de auch jun­ge Men­schen lei­den unter der Situa­ti­on“, so Niko­lai Hiesl, Team­lei­ter der Ver­wal­tung im Amt für Jugend und Fami­lie. Kin­dern feh­le ein Stück Kind­heit. Jugend­li­che ver­pass­ten gera­de das, was zur Jugend gehö­re: Das „Erleb­nis Jugend“ mit dem Freun­des­kreis, eben­so etwas zu unter­neh­men, sich zu engagieren.

Die Coro­na-Pan­de­mie habe das Jugend­amt vor völ­lig neue Auf­ga­ben gestellt. „Prag­ma­tisch und mit Power hal­ten wir dage­gen – im Eins-zu-eins-Kon­takt oder auch digi­tal per Han­dy, Tablet und Lap­top. Es ist eine 24/​7‑Präsenz. Und alle zie­hen mit – von der Sozi­al­päd­ago­gin, über die Ver­wal­tung bis zur*m Erzieher*in. So etwas wie ‚Coro­na-Pau­se‘ gibt’s bei uns nicht“, so Ehl. Und er macht auch gleich noch Wer­bung in eige­ner Sache: „Wir küm­mern uns um den Nach­wuchs. Aber wir suchen auch immer ein­mal wie­der selbst Nach­wuchs für unse­re eige­nen Rei­hen. Wer sich umse­hen will, was so alles im Jugend­amt pas­siert und wel­che inter­es­san­ten Jobs es dort gibt, der kann uns gern jeder­zeit ansprechen.“