Hund­s­haup­ten: LEA­DER unter­stützt den Wild­park Hund­s­haup­ten mit 239.000 € För­der­mit­teln – begeh­ba­rer Tunnel

Quelle: Landratsamt Forchheim; v.l.n.r.: Daniel Schäffer (Leiter des Wildparks Hundshaupten), Marion Rossa-Schuster (LEADER-Managerin), Landrat Hermann Ulm, Carmen Stumpf (Kreiskämmerin)

Quel­le: Land­rats­amt Forch­heim; v.l.n.r.: Dani­el Schäf­fer (Lei­ter des Wild­parks Hund­s­haup­ten), Mari­on Ros­sa-Schu­ster (LEA­DER-Mana­ge­rin), Land­rat Her­mann Ulm, Car­men Stumpf (Kreis­käm­me­rin)

Land­rat Dr. Her­mann Ulm, Kreis­käm­me­rin Car­men Stumpf, Wild­park­lei­ter Dani­el Schäf­fer und LEA­DER-Mana­ge­rin Mari­on Ros­sa-Schu­ster freu­en sich über die För­der­zu­sa­ge in Höhe von 239.000 € aus LEA­DER-Mit­teln für die Errich­tung eines Wisent­ge­he­ges im Wild­park Hundshaupten.

Mit dem EU-Pro­gramm LEA­DER unter­stützt Bay­ern sei­ne länd­li­chen Regio­nen auf dem Weg zu einer selbst­be­stimm­ten und eigen­stän­di­gen Ent­wick­lung. Mit den nun gewähr­ten För­der­mit­teln soll der bei Tou­ri­sten und ein­hei­mi­scher Bevöl­ke­rung glei­cher­ma­ßen belieb­te Wild­park eine wei­te­re Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung erfahren.

Der vom Land­kreis Forch­heim 1991 als Schen­kung über­nom­me­ne Wild­park Hund­s­haup­ten wur­de in den letz­ten Jahr­zehn­ten bereits zu einem belieb­ten Aus­flugs­ziel aus­ge­baut, das auch in öko­no­mi­scher Hin­sicht erfolg­reich arbei­tet, und stellt ein emi­nent wich­ti­ges Ele­ment für den Tou­ris­mus der Frän­ki­schen Schweiz, des­sen Attrak­ti­vi­tät und Wert­schöp­fung dar. Der Wild­park Hund­s­haup­ten wird im Rah­men sei­ner Wei­ter­ent­wick­lung und Neu­aus­rich­tung die Umwelt­bil­dung deut­lich aus­bau­en. Dabei wer­den auch aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen wie Erd­er­wär­mung, Kli­ma­wan­del oder moder­ne Metho­den und Aspek­te der Zoo­lo­gie und Tier­nach­zucht Schwer­punk­te bil­den. Letz­te­res trifft umfäng­lich auf den Wisent zu. Inso­fern ist es dem Wild­park ein Anlie­gen, hier Infor­ma­tio­nen zu ver­mit­teln, aber auch Berüh­rungs­äng­ste in Bezug auf Wild­tie­re zu nehmen.

Das nun­mehr geneh­mig­te LEA­DER-Pro­jekt besteht aus ins­ge­samt drei Maß­nah­men und soll in den näch­sten bei­den Jah­ren umge­setzt werden.

Errich­tung einer Wisent­stal­lung mit Vorgehege

Es soll ein Infor­ma­ti­ons­zen­trum zum Wisent sowie eine moder­ne Wisent­stal­lung errich­tet wer­den, die eine zeit­ge­mä­ße Tier­hal­tung gewähr­lei­stet. In der Pla­nung ist auch berück­sich­tigt, Men­schen mit Ein­schrän­kun­gen im Rah­men von Füh­run­gen einen bar­rie­re­frei­en, geschütz­ten und den­noch „haut­na­hen“ Kon­takt mit die­sen impo­san­ten Tie­ren zu ermöglichen.

Errich­tung eines Besuchertunnels

Als beson­de­re Attrak­ti­on wird ein „begeh­ba­rer Bereich“ in der Wisent­an­la­ge ange­legt, der es den Besu­chern ermög­licht, die­se beein­drucken­den Tie­re aus näch­ster Nähe und aus einem unge­wöhn­li­chen Blick­win­kel zu ermög­li­chen. Wer­den die Tie­re von einem Tier­pfle­ger gefüt­tert, kön­nen sie von den Gästen „haut­nah“ beob­ach­tet wer­den. Die Pla­nung des Besu­cher­tun­nels sieht eben­falls einen bar­rie­re­frei­en Zugang im Rah­men von Füh­run­gen vor.

Erstel­lung eines päd­ago­gi­schen Vermittlungskonzeptes 

Hier sol­len Lern­sta­tio­nen mit hoher päd­ago­gi­scher Ziel­set­zung errich­tet wer­den. Die Sta­tio­nen wer­den Bil­dung und Unter­hal­tung durch spie­le­ri­sche Infor­ma­ti­ons­ele­men­te ver­bin­den. In die­sem Zusam­men­hang ist auch die Anschaf­fung eines spe­zi­fi­schen Spiel- und Klet­ter­ge­rüsts in Form eines begeh­ba­ren Wisent­mo­dells zu sehen.

Mit dem nun über­reich­ten LEA­DER-För­der­be­scheid ist die Finan­zie­rung des inno­va­ti­ven Pro­jek­tes im Wild­park Hund­s­haup­ten gesi­chert, und es kann zeit­nah mit der Umset­zung begon­nen werden.