Bam­ber­ger Jubi­lä­ums-Fest­bier nach histo­ri­schen Rezept vom Micha­els­berg gebraut

Jubiläums-Festbier St. Michael

Bam­ber­ger Stifts­gar­ten der Bür­ger­spi­tal­stif­tung Bam­berg unter­stützt Pro­jekt des Frän­ki­sche Brauereimuseums

Eine ein­ma­li­ge Gele­gen­heit! Das Frän­ki­sche Braue­rei­mu­se­um in der Bier­stadt Bam­berg e. V. scheu­te zum Jubi­lä­um der 1000-jäh­ri­gen Wei­he der Kir­che St. Micha­el kei­ne Mühen, ein ganz beson­de­res Bier zu brau­en. „In dem Fest­bier haben wir den Geist der dort ehe­mals ansäs­si­gen Klo­ster­bräu ein­ge­fan­gen.“ brach­te es Nina Schip­kow­ski vom Vor­stand des Ver­eins auf den Punkt. Nach einem histo­ri­schen Micha­els­ber­ger Rezept aus der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts wur­de das Fest­bier in einem auf­wän­di­gen Zwei­ma­isch­ver­fah­ren ein­ge­braut. Das Rezept wur­de von einem Ver­eins­mit­glied auf­be­wahrt und nun dem Muse­um zur Ver­fü­gung gestellt. In den histo­ri­schen Wirt­schafts­ge­bäu­den der Klo­ster­an­la­ge, in denen sich heu­te das Braue­rei­mu­se­um befin­det, wur­de bereits im Mit­tel­al­ter Bier gebraut. Die Grün­dung des ehe­ma­li­gen Bene­dik­ti­ner­klo­sters erfolg­te im Jahr 1015 vom ersten Bam­ber­ger Bischof Eber­hard, die Kir­che konn­te 1021 geweiht werden.

Dipl. Ing. Martin Knab, 1. Vorsitzender Fränkisches Brauereimuseum, mit einer Flasche des Michaelsberger Festbiers

Dipl. Ing. Mar­tin Knab, 1. Vor­sit­zen­der Frän­ki­sches Braue­rei­mu­se­um, mit einer Fla­sche des Micha­els­ber­ger Festbiers

Für den Sud ver­wen­de­ten die Brau­er eine histo­ri­sche Ger­s­ten­sor­te, eine spe­zi­el­le Hefe und einen klas­si­schen Spal­ter Hop­fen. Nach einer acht­wö­chi­gen Lage­rung wur­de das Bier in alte Bügel­fla­schen aus den 60er Jah­ren abge­füllt und lie­be­voll von Hand eti­ket­tiert. Die 0,7 l Fla­schen sind etwas ganz Beson­de­res und wer­den in ori­gi­na­len Bier­kä­sten aus Holz ange­bo­ten, die eben­falls käuf­lich zu erwer­ben sind.

Vom Rezept bis hin zur Eti­ket­tie­rung ist das Fest­bier ein Gemein­schafts­pro­jekt von Mit­glie­dern des Frän­ki­schen Braue­rei­mu­se­ums, die in Unter‑, Mit­tel- und Ober­fran­ken behei­ma­tet sind. „Ein durch und durch frän­ki­sches Pro­dukt“, von dem nur ein Sud geplant ist. Ins­ge­samt gehen 1300 Fla­schen in den Verkauf.

Das Muse­um hat seit 21. Mai wie­der geöff­net. Dort kann das Bier erwor­ben wer­den und Bier­kenner erhal­ten vor Ort wei­te­re Infos über das Jubi­lä­ums-Fest­bier. Der Bam­ber­ger Stifts­gar­ten der Bür­ger­spi­tal­stif­tung Bam­berg unter­stützt das Pro­jekt mit sei­ner Logi­stik nach dem Mot­to „Wein und Bier vom Micha­els­berg“! Der Micha­els­berg ist immer einen Besuch wert, auch wenn die ehe­ma­li­ge Klo­ster­kir­che noch immer geschlos­sen und pan­de­mie­be­dingt der­zeit kei­ne Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung mög­lich ist. Nun gibt es einen Grund mehr für einen Spa­zier­gang auf den Michaelsberg.

Die Bier­fla­schen und –kästen sind im Braue­rei­mu­se­um am Micha­els­berg und in den Bam­ber­ger Stifts­lä­den in der Haupt­wach­stra­ße bzw. eben­falls auf dem Micha­els­berg erhält­lich. Die 0,7‑Liter-Flasche kostet im Ver­kauf 6 € zzgl. 1 € Pfand. Das Leer­gut kann im Muse­um und in den Stifts­lä­den abge­ge­ben wer­den. Falls die Inzi­denz­zah­len es erlau­ben, wird das Bier auch im Außen­be­reich des Stifts­la­dens mit Café ausgeschenkt.

Bam­ber­ger Stifts­la­den in der Haupt­wach­stra­ße 9
Mon­tag bis Frei­tag von 11.00 – 16.00 Uhr
Sams­tag von 10.00 – 18.00 Uhr
Tel.: 0951–872418

Bam­ber­ger Stifts­la­den am Micha­els­berg 10
Don­ners­tag bis Sonn­tag 11.00 – 17.00 Uhr
Tel.: 0951–872419

Frän­ki­sches Braue­rei­mu­se­um am Micha­els­berg 10
Mitt­woch bis Frei­tag von 13.00 bis 17.00 Uhr
Sams­tag, Sonn­tag und Fei­er­ta­ge von 11.00 bis 17.00 Uhr
Tel.: 0951–53016