Spa­ten­stich für die Ver­bund­lei­tung Forch­heim – Pinz­berg – Gosberg

1. Bürgermeister Bernd Drummer, Umweltminister Thorsten Glauber, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim Christian Sponsel, Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, 1. Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein, Landrat Dr. Hermann Ulm
1. Bürgermeister Bernd Drummer, Umweltminister Thorsten Glauber, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim Christian Sponsel, Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, 1. Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein, Landrat Dr. Hermann Ulm

Die siche­re Ver­sor­gung mit Trink­was­ser ist eine der Haupt­auf­ga­ben der Kom­mu­nen und Gemein­den. Obwohl sich das Wet­ter bis­her die­ses Jahr eher von sei­ner rau­en Sei­te zeig­te und uns viel Was­ser von oben schenk­te, täuscht es nicht dar­über hin­weg, dass in Tei­len Fran­kens der Grund­was­ser­spie­gel zurückgeht.

Aus die­sem Grund ist der Zusam­men­schluss von Was­ser­ver­sor­gern mit­tels einer Ver­bund­lei­tung eine idea­le Mög­lich­keit, um eine beid­sei­ti­ge Ver­sor­gungs­si­cher­heit aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in die­sem Ein­zugs­be­reich sicher­zu­stel­len. Die Stadt­wer­ke Forch­heim GmbH, die Gemein­de Pinz­berg und der Zweck­ver­band zur Trink­was­ser­ver­sor­gung Ehren­bürg­grup­pe gehen genau die­sen Weg und haben eine 40-jäh­ri­ge Koope­ra­ti­on geschlossen.

In der über 100-jäh­ri­gen Geschich­te der Städ­ti­schen Forch­hei­mer Trink­was­ser­ver­sor­gung wird sich nun zum ersten Mal mit wei­te­ren Part­nern zusam­men­ge­schlos­sen und mit der gemein­sa­men Ver­bund­lei­tung die Forch­hei­mer Trink­was­ser­ver­sor­gung erwei­tert. Hier­zu fand am Mon­tag, den 17.05.2021 im Was­ser­schutz­ge­biet Zweng der erste sym­bo­li­sche Spa­ten­stich die­ser gewinn­brin­gen­den Zusam­men­ar­beit statt.

Zum Spa­ten­stich waren Umwelt­mi­ni­ster Thor­sten Glau­ber, Land­rat Dr. Her­mann Ulm, Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein, tech­ni­scher Geschäfts­füh­rer Chri­sti­an Spon­sel und kauf­män­ni­scher Geschäfts­füh­rer Mathi­as Rez­nik der Stadt­wer­ke Forch­heim, 1. Bür­ger­mei­ste­rin Eli­sa­beth Sim­mer­lein sowie 1. Bür­ger­mei­ster Bernd Drum­mer anwesend.

Sinn­haf­te Ver­bän­de stel­len für alle Betei­lig­ten eine Win-Win-Situa­ti­on dar

Die Stadt­wer­ke Forch­heim stel­len die Trink­was­ser­ver­sor­gung der Stadt Forch­heim sicher und haben durch ihre vor­aus­schau­en­den Inve­sti­tio­nen in die Was­ser­in­fra­struk­tur vor Ort eine Ent­nah­me­ge­neh­mi­gung bis in das Jahr 2034 im Was­ser­schutz­ge­biet Zweng erreicht. „Dass die Stadt Forch­heim 1889 die pri­va­te Was­ser­ver­sor­gung erwor­ben hat und seit die­sem Zeit­punkt fest in der Hand behält und kon­ti­nu­ier­lich an die wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen ange­passt hat, wie zum Bei­spiel die Aus­wei­tung des Was­ser­schutz­ge­biets auf 500 Hekt­ar, stellt eine wich­ti­ge und weg­wei­sen­de Ent­schei­dung dar, Forch­heim lang­fri­stig, auch bei stei­gen­der Bevöl­ke­rungs­an­zahl, mit aus­rei­chend ein­wand­frei­en Trink­was­ser zu versorgen.

Dar­über hin­aus kön­nen wir auch durch den neu geschlos­se­nen Ver­bund unse­re angren­zen­den Gemein­den unter­stüt­zen“, fasst Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein in sei­ner Rede zusammen.

Herr Chri­sti­an Spon­sel greift die­sen Aspekt eben­falls auf und ver­weist auf die sehr gute Ver­füg­bar­keit des Trink­was­sers für Forch­heim: „Im Was­ser­schutz­ge­biet dür­fen wir jähr­lich bis zu 2,4 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Trink­was­ser för­dern. Der tat­säch­li­che Ver­brauch liegt der­zeit bei durch­schnitt­lich cir­ca 1,8 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Was­ser. Eine kom­for­ta­ble Situa­ti­on, die jedoch gera­de klei­ne­re Gemein­den mit ande­ren Struk­tu­ren nicht haben. Mit dem Bau der Ver­bund­lei­tung stel­len wir für bei­de Part­ner jähr­lich cir­ca 60.000 Kubik­me­ter Was­ser zur Ver­fü­gung und kön­nen so die Bela­stung der Brun­nen in Pinz­berg und Doben­reuth signi­fi­kant ver­rin­gern. Gleich­zei­tig kön­nen wir auf Unter­stüt­zung zurück­grei­fen, soll­ten wir Bedarf z.B. bei einer geplan­ten War­tung, oder einem tech­ni­schen Not­fall haben – Die Koope­ra­ti­on stellt somit für uns alle eine Win-Win-Situa­ti­on dar.“

Daseins­vor­sor­ge bedeu­tet, heu­te bereits an die kom­men­den Genera­tio­nen zu denken

In den letz­ten Jah­ren hat sich gezeigt, dass die Ver­sor­gung der Gemein­de Pinz­berg und der Zweck­ver­band zur Trink­was­ser­ver­sor­gung Ehren­bürg­grup­pe mit den ver­sorg­ten Gebie­ten: Schlaifhau­sen, Wie­sent­hau, Gos­berg, Doben­reuth und Elsen­berg an ver­brauchs­star­ken Tagen an ihre Maxi­mal­ka­pa­zi­tät gelangt.

Umwelt­mi­ni­ster Thor­sten Glau­ber begrüßt den Zusam­men­schluss von inter­kom­mu­na­len Trink­was­ser­ver­bün­den, da die Grund­was­ser-Neu­bil­dung in Tei­len Fran­kens nach­weis­lich zurück­geht: „Aus die­sem Grund müs­sen wir syste­misch dar­an arbei­ten, dass wir die Syste­me sta­bil machen. Und wenn so eine Part­ner­schaft wie heu­te zwi­schen der Stadt Forch­heim, den Stadt­wer­ken Forch­heim und der Ehren­bürg­grup­pe sowie der Gemein­de Pinz­berg ein­ge­gan­gen wird, dann schaf­fen wir eine Daseins­vor­sor­ge für kom­men­de Genera­tio­nen.“ Es ist auch eine Auf­ga­be des Frei­staats, die­se Ver­bün­de mit­tels För­de­run­gen zu unter­stüt­zen, um die Kom­mu­nen in ihrer Auf­ga­be der Daseins­vor­sor­ge zu ent­la­sten. Umso erfreu­li­cher ist es, dass durch die För­der­richt­li­nie RZWas 2018, die Hälf­te der Kosten von ins­ge­samt cir­ca net­to 1,68 Mil­lio­nen Euro vom Frei­staat über­nom­men wer­den. 25 Pro­zent wer­den von den Stadt­wer­ken Forch­heim sowie wei­te­re 25 Pro­zent von der Gemein­de Pinz­berg und dem Was­ser­zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gung der Ehren­bürg­grup­pe übernommen.

Die Bau­maß­nah­me wird vor­aus­sicht­lich bis Ende Sep­tem­ber 2021 dau­ern. Es wer­den cir­ca 3,2 Kilo­me­ter Lei­tung aus­ge­hend vom neu­en Was­ser­werk Forch­heim zum Was­ser­haus Pinz­berg sowie Was­ser­haus Gos­berg verlegt.