Stadt Bam­berg: „Ein Baum für Beuys “

Städ­ti­sches Kli­ma- und Umwelt­re­fe­rat pflanzt zusam­men mit dem Kul­tur­re­fe­rat eine Eiche anläss­lich 100. Geburts­tag des Künstlers

Wenn Kulturamt und Klima- und Umweltamt gemeinsame Sache machen:  Umweltreferent und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar und der stellvertretende Abteilungsleiter der Bamberger Service Betriebe (BSB) Grünanlagen und Friedhöfe Michael Gerencser freuen sich über den ersten Klimabaum, der anlässlich des 100. Geburtstages des Aktionskünstlers Joseph Beuys am Adenauerufer gepflanzt wurde. Foto: Stadt Bamberg, Stephanie Schirken-Gerster

Wenn Kul­tur­amt und Kli­ma- und Umwelt­amt gemein­sa­me Sache machen: Umwelt­re­fe­rent und Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp, Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar und der stell­ver­tre­ten­de Abtei­lungs­lei­ter der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be (BSB) Grün­an­la­gen und Fried­hö­fe Micha­el Gerenc­ser freu­en sich über den ersten Kli­ma­baum, der anläss­lich des 100. Geburts­ta­ges des Akti­ons­künst­lers Joseph Beuys am Ade­naue­ru­fer gepflanzt wur­de. Foto: Stadt Bam­berg, Ste­pha­nie Schirken-Gerster

Beuys lebt! Zumin­dest in sei­ner Kunst und sei­nen Gedan­ken, die die Welt ein wenig bes­ser machen: 1000 Kli­ma­bäu­me möch­te der Umwelt­re­fe­rent und Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp in den näch­sten Jah­ren in Bam­berg pflan­zen, um die Dom­stadt grü­ner und kli­ma­freund­li­cher zu gestal­ten. Der erste Baum ist kei­nem ande­ren gewid­met als einem der bedeu­tend­sten Erneue­rer der Kunst im 20. Jahr­hun­dert: Joseph Beuys. Am 12. Mai 2021 wäre der cha­ris­ma­ti­sche Künst­ler 100 Jah­re alt gewor­den und so haben Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp und Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar gemein­sam beschlos­sen, am Ade­naue­ru­fer eine Eiche zu Ehren Beuys zu pflan­zen. Ganz in der Tra­di­ti­on der Beuys-Akti­on von 1982 anläss­lich der docu­men­ta 7 in Kas­sel. Damals rief Beuys auf, über Baum­pa­ten und Kunst­freun­de 7.000 Eichen zu pflan­zen. Sein Mot­to: „Stadt­ver­wal­dung statt Stadt­ver­wal­tung!“ Für Beuys war die­se Akti­on eine Art Skulp­tur für den Außen­raum, in dem jeder Mensch zum Gestal­ter sei­ner Zukunft wird.

„Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sich an der Pflanz­ak­ti­on „Kli­ma­baum für Bam­berg“ betei­li­gen und mit­pflan­zen, sei es durch Baum­pa­ten­schaf­ten, Baum­stif­tun­gen oder Baum­pflan­zun­gen im eige­nen Gar­ten, neh­men an jenem gemein­sa­men Han­deln zum Wohl der Gesell­schaft teil, das Joseph Beuys so wich­tig war“, betont Glüsenkamp.

In Kas­sel steht neben jedem gepflanz­ten Baum auch ein Mil­lio­nen Jah­re alter Basalt. So ist es auch bei der neu­ge­pflanz­ten Eiche am Ade­naue­ru­fer. „Joseph Beuys hat sich stets für öko­lo­gi­sche Belan­ge ein­ge­setzt. Sei­ne Kunst­ak­ti­on ist zugleich ein Kli­ma­schutz­pro­jekt und passt per­fekt in unse­re umwelt­be­weg­te Zeit. Dass wir als Welt­kul­tur­er­be­stadt zudem, so einem der berühm­te­sten deut­schen Künst­ler der Nach­kriegs­zeit die­se beson­de­re Ehre zuteil­kom­men las­sen, freut mich sehr,“ so Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Siebenhaar.

Auch für den Lei­ter der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be (BSB) Grün­an­la­gen und Fried­hö­fe, Robert Neu­berth ist die Baum­pflanz­ak­ti­on etwas ganz Beson­de­res. „Mit der Eiche erin­nern wir auf der einen Sei­te an einen beein­drucken­den Akti­ons­künst­ler, auf der ande­ren Sei­te mar­kiert genau die­ser Baum den Auf­takt einer für unse­re Stadt wich­ti­gen Pflanz­ak­ti­on. Auf­grund der extre­men Trocken­heit der ver­gan­ge­nen Jah­re sind vie­le Bäu­me inner­halb Bam­bergs abge­stor­ben, die wir nach und nach mit trocken- und hit­ze­ver­träg­li­chen Kli­ma­bäu­men erset­zen möch­ten. Eine Eiche eig­net sich dafür perfekt.“