Land­kreis Wun­sie­del: „Die Umwelt immer im Blick“ – Nach­hal­ti­ge Beschaf­fung wird im Land­kreis wei­ter ausgebaut

Papier, Stif­te, Map­pen, Mobi­li­ar und vie­les mehr – bereits im ver­gan­ge­nen Jahr trug rund 70 Pro­zent (in Zah­len ist das ein Wert von rund 55.000 Euro) des ver­wen­de­ten Büro­be­darfs im Land­rats­amt ein Nach­hal­tig­keits­sie­gel. Dies hat durch­aus Vor­bild­cha­rak­ter, wes­halb der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge von der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg bereits als Best Prac­ti­ce Bei­spiel vor­ge­stellt wor­den ist. Doch die­se Quo­te soll noch bes­ser wer­den. Die­ses Ziel hat sich das Team im Hau­se gesetzt und ist dabei gestern (Mon­tag) durch den Kreis­tag, der aus Pan­de­mie-Grün­den der­zeit als Feri­en­aus­schuss tagt, ein­stim­mig unter­stützt worden.

Offi­zi­ell gestar­tet wur­de die­ser Pro­zess im Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge im Herbst 2019 mit dem Bei­tritt zur Fai­ren Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg und der damit ver­bun­de­nen Ver­pflich­tung, bei der Beschaf­fung ein Augen­merk auf nach­hal­ti­ge Pro­duk­te zu legen. Seit­dem ist viel pas­siert. In einem ersten Schritt wur­den zwei Abtei­lun­gen durch Kli­ma­schutz­ma­na­ger Jür­gen Kro­mer wei­ter geschult, die ohne­hin bereits eine Affi­ni­tät zu die­sem The­ma bewie­sen hat­ten: die inter­ne Beschaf­fung und das Gebäu­de­ma­nage­ment. In einem zwei­ten Schritt wur­de eine Umfra­ge in allen Abtei­lun­gen des Amtes durch­ge­führt, um vor­han­de­nes Inter­es­se, den Bedarf und die Höhe der Aus­ga­ben wei­ter aus­zu­lo­ten. Die Ergeb­nis­se die­ser Umfra­ge lie­gen inzwi­schen vor und zei­gen, dass man im Hau­se durch­aus bereit ist, den ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter mit Leben zu erfüllen.

Dazu hat Kli­ma­schutz­ma­na­ger Jür­gen Kro­mer eine Syste­ma­tik ent­wickelt, die als wesent­li­che Ele­men­te wei­te­re Schu­lun­gen im Wech­sel mit jähr­li­chen Berich­ten zur Erfolgs­kon­trol­le vor­sieht. „Ein­ge­bun­den in die­se Syste­ma­tik wer­den schritt­wei­se nun auch die Abtei­lun­gen Finan­zen und Schu­len, die Bau-Abtei­lung, die Haupt- und Per­so­nal­ver­wal­tung und auch das Team aus dem Büro des Land­rats“, erklärt er. „Auch die Kom­mu­nen im Land­kreis möch­te ich für das The­ma begei­stern und zum Mit­ma­chen motivieren.“

„Nach­hal­tig­keit ist ein gro­ßes Wort, hat aber auch vie­le Facet­ten. Bei der Beschaf­fung kön­nen das neben dem Mate­ri­al eines Pro­dukts oder den Her­stel­lungs­be­din­gun­gen auch kur­ze Wege beim Trans­port sein. Die­se Her­an­ge­hens­wei­se passt zu uns hier im Fich­tel­ge­bir­ge“, erklärt auch Land­rat Peter Berek. „Wir haben unser Kreis­ent­wick­lungs­kon­zept, also unse­ren „Fahr­plan“ in Sachen Ent­wick­lung für die näch­sten Jah­re unter den Titel „Frei­raum Fich­tel­ge­bir­ge 2030 – Smart. Nach­hal­tig. Resi­li­ent.“ gestellt. Der Gedan­ke der Nach­hal­tig­keit ist also eine der drei tra­gen­den Säu­len die­ser Planung.“