Stadt Forch­heim: Heu­er kein Annafest!

Die Stadt Forch­heim teilt mit, dass es im Jahr 2021, wie auch im Vor­jahr, Pan­de­mie-bedingt kein Anna­fest geben kann. Im gest­ri­gen Haupt‑, Per­so­nal- und Kul­tur­aus­schuss (06.05.2021) beschlos­sen die Stadt­rä­te ein­stim­mig, heu­er aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den kein Ver­an­stal­tungs­sze­na­rio zuzulassen.

Bür­ger­mei­ster Udo Schön­fel­der erklärt hier­zu: „Es darf und kann nach Rück­spra­chen mit den Sicher­heits­be­hör­den kein Anna­fest statt­fin­den, weder unter die­ser Bezeich­nung noch in einer redu­zier­ten Form, die einen Ver­an­stal­tungs­cha­rak­ter hätte.“

Der Forch­hei­mer Bür­ger­mei­ster bezieht sich hier auf den Zeit­raum vom 23.07. bis 02.08.2021, zu dem ursprüng­lich ohne Coro­na-Pan­de­mie ein Anna­fest hät­te statt­fin­den sol­len. Inten­si­ve Koor­di­nie­rungs­ge­sprä­che des Bür­ger­mei­sters Udo Schön­fel­der und der ver­ant­wort­li­chen städ­ti­schen Fachäm­ter mit dem Land­rats­amt Forch­heim und der Poli­zei­in­spek­ti­on Forch­heim führ­ten letzt­lich zur Kon­zep­ti­on der nun vom Stadt­rats­aus­schuss abge­seg­ne­ten, modi­fi­zier­ten Vari­an­te („Sze­na­rio C2“): Auf­grund der Gesprä­che zwi­schen Bür­ger­mei­ster Udo Schön­fel­der und dem zustän­di­gen Geschäfts­be­reichs­lei­ter des Land­rats­am­tes, Frith­jof Dier, sowie dem Dienst­stel­len­lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Forch­heim, Jochen Prinz­kos­ky, ent­wickel­te sich die Über­le­gung an bis zu sechs Stand­or­ten z.B. drei an Klein­kin­dern aus­ge­rich­te­te Fahr­ge­schäf­te sowie drei Stän­de z.B. für Süßig­kei­ten in Erwä­gung zu zie­hen. Die­se wären über das Gelän­de ver­teilt, dürf­ten sich nicht an hoch­fre­quen­tier­ten befin­den und müss­ten die ggf. erfor­der­li­chen Hygie­nekon­zep­te nach­wei­sen und rea­li­sie­ren. „Hier­bei ist davon aus­zu­ge­hen, dass sich Fami­li­en mit Klein­kin­dern weit­ge­hend an vor­han­de­ne Rege­lun­gen hal­ten“, heißt es im Konzept.

Als pro­ble­ma­tisch wur­den im Aus­schuss sei­tens des Forch­hei­mer Poli­zei­in­spek­ti­ons­Lei­ters Musik­auf­füh­run­gen bezeich­net: Die­se wür­den zu unzu­läs­si­gen Ansamm­lun­gen grö­ße­rer Per­so­nen­grup­pen füh­ren. Eben­falls wur­de es als Pro­blem gese­hen, dass – ins­be­son­de­re wenn sämt­li­che Kel­ler­sitz­plät­ze mit Gästen gefüllt sind – Wir­te Spei­sen und Geträn­ke „to go“ ver­kau­fen und sich die Kun­den, ggf. ohne aus­rei­chen­de Abstän­de und ohne Regi­strie­rung im Kel­ler­ge­län­de, außer­halb der bewirt­schaf­te­ten Flä­chen platz­ie­ren wür­den. Des­halb beinhal­te­te der gest­ri­ge Beschluss auch die­sen Sach­ver­halt: „to go“-Verkäufe wer­den nicht zugelassen.

Hin­sicht­lich des Sze­na­ri­os darf noch­mals dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass selbst­ver­ständ­lich die Zuläs­sig­keit der Außen­ga­stro­no­mie zum benann­ten Zeit­raum die wesent­li­che Vor­aus­set­zung einer mög­li­chen Rea­li­sie­rung wäre.

Aktu­ell arbei­tet die Stadt­ver­wal­tung dar­an, neben den in Forch­heim bereits vor­han­den öffent­lich bzw. pri­vat betrie­be­nen Test­zen­tren ein oder mög­li­cher­wei­se meh­re­re wei­te­re mobi­le Test­zen­tren mög­lich zu machen. Hier­bei ist es ein wich­ti­ges Anlie­gen von Bür­ger­mei­ster Udo Schön­fel­der – vor allem an den Wochen­en­den und auch wäh­rend stär­ker fre­quen­tier­ter Tage bei erhoff­tem bald schö­ne­rem Wet­ter – ein sol­ches mobi­les Test­zen­trum auch auf den Forch­hei­mer Kel­lern zu betreiben.