Bay­reuth: Vir­tu­el­les Tref­fen mit Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler

Screenshot VIKO i.S. Medizin Campus

Screen­shot VIKO i.S. Medi­zin Campus

Coro­na bedingt nur vir­tu­ell, aber in gro­ßer Einig­keit tra­fen sich auf Ein­la­dung der Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gud­run Bren­del-Fischer die Akteu­re rund um den Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken mit dem für Wis­sen­schaft zustän­di­gen Staats­mi­ni­ster Bernd Sibler.

Die­ser beton­te, dass er die­ses für Bay­ern bis­her ein­ma­li­ge Pro­jekt umfas­send und inten­siv beglei­te. Er unter­strich: „Mit dem Medi­zin­cam­pus Ober­fran­ken set­zen wir einen Mei­len­stein in der Medi­zi­ner­aus­bil­dung in Bay­ern. Damit sor­gen wir auch mit Blick in die Zukunft für die ärzt­li­che Ver­sor­gung im Frei­staat. Der Start war erfolg­reich und viel­ver­spre­chend, die ersten Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten absol­vie­ren inzwi­schen erste Prak­ti­ka in Ober­fran­ken. Ein Anspruch, die­ses Kon­zept nun zügig immer wei­ter zu realisieren.“

Prof. Jür­gen Schütt­ler, Pro­de­kan für den Medi­zin­cam­pus, konn­te von einem erfreu­li­chen Zuspruch berich­ten, der auch durch die Pan­de­mie nicht geschmä­lert wur­de. Im Som­mer­se­me­ster 2019/2020 sei­en 56 Stu­di­en­an­fän­ge­rin­nen und ‑anfän­ger gestar­tet. In den bei­den Fol­ge­se­me­stern sei­en es jeweils 57 gewesen.

Mit dem vor kur­zem begon­ne­nen Som­mer­se­me­ster 2021 wer­den mitt­ler­wei­le über 220 Nach­wuchs­ärz­tin­nen und ‑ärz­te im Medi­zin­stu­di­en­gang Erlangen/​Bayreuth aus­ge­bil­det, der­zeit noch im vor­kli­ni­schen Teil der Aus­bil­dung. Der Über­gang der ersten Kohor­te in die kli­ni­sche Aus­bil­dung am Stand­ort Bay­reuth wird 2022 erfol­gen. Ein­zel­ne Ver­an­stal­tun­gen, wie z. B. das Prak­ti­kum Berufs­fel­der­kun­dung, fin­den bereits wäh­rend der Vor­kli­nik in Bay­reuth statt.

Neu in dem Kreis stell­te sich der ärzt­li­che Direk­tor und medi­zi­ni­sche Geschäfts­füh­rer Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab vor, der bereits in Olden­burg Uni­ver­si­täts­me­di­zin eta­blier­te und vom ersten per­sön­li­chen Kon­takt mit den Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten in Erlan­gen berich­te­te. Für Alex­an­der Mohr, den kauf­män­ni­schen Geschäfts­füh­rer, ist es wich­tig, dass der Koope­ra­ti­ons­ver­trag der vier betei­lig­ten Part­ner nun zeit­nah abge­schlos­sen wer­den kann.

Zuver­sicht­lich zeig­ten sich für die bei­den betei­lig­ten Uni­ver­si­tä­ten die bei­den Prä­si­den­ten Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble (Uni­ver­si­tät Bay­reuth) und Prof. Dr. Joa­chim Horn­eg­ger (Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg), die seit vie­len Jah­ren über gemein­sa­me Pro­jek­te eine gute Zusam­men­ar­beit pfle­gen. An der Uni­ver­si­tät Bay­reuth sol­len bereits 2022 die ersten drei flan­kie­ren­den Pro­fil­pro­fes­su­ren ein­ge­rich­tet werden.

In Ver­ant­wor­tung von Stadt und Land­kreis Bay­reuth, die das Kli­ni­kum als Zweck­ver­band tra­gen, ent­steht der­zeit das Mehr­zweck­ge­bäu­de, das für eine Über­gangs­zeit der Leh­re die­nen wird und ab 01.01.2022 vom Frei­staat ange­mie­tet wird. Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger konn­te von einem guten Bau­fort­schritt berich­ten, der im Zeit­plan liegt.

Gud­run Bren­del-Fischer und ihre Kol­le­gin im Bun­des­tag Dr. Sil­ke Lau­nert reg­ten an, dass ver­ein­zel­te Lehr­ver­an­stal­tun­gen und Prak­ti­ka bereits am Kli­ni­kum Bay­reuth statt­fin­den soll­ten. Schließ­lich wol­le man die ange­hen­den Ärz­tin­nen und Ärz­te für die Regi­on begei­stern und mög­lichst auf Dau­er gewin­nen. Dass Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Sibler sich für die Bay­reu­ther Vor­ha­ben so enga­giert ein­setzt, dar­über freu­en sich Bren­del-Fischer und Lau­nert. „Nicht umsonst trägt Bernd Sibler bei uns in der Regi­on den Titel Bay­reuth-Mini­ster“, sagt Brendel-Fischer.