Aus Forch­heim für Forch­heim: Das Rönt­gen­sys­tem Ysio X.pree

Was ist im Überraschungsei? Zur Demonstration wurden neun Überraschungseier geröntgt. V.l. Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, Landrat Dr. Hermann Ulm, Leiter Y-ray Products Carsten Bertram, Geschäftsführer Sven Oelkers. Foto: KFFS

Das Rönt­gen­ge­rät in der Radio­lo­gie muss­te ausgetauscht

wer­den und rund drei Kilo­me­ter vom Kli­ni­kum ent­fernt wur­de Ersatz gefun­den: Das Rönt­gen­sys­tem Ysio X.pree von Sie­mens Healt­hi­neers wird in Forch­heim gefer­tigt und wur­de im März 2021 im Kli­ni­kum auf­ge­baut. Sie­mens Healt­hi­neers stell­te 2020 mit Ysio X.pree das welt­weit ers­te intel­li­gen­te Rönt­gen­sys­tem vor, das mit inte­grier­ter Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) die Erstel­lung von Rönt­gen­auf­nah­men und damit die täg­li­che Rou­ti­ne optimiert.

Mit der Inbe­trieb­nah­me des geleas­ten Rönt­gen­sys­tems ist eine part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Kli­ni­kum und Sie­mens Healt­hi­neers ver­knüpft: So ist das Forch­hei­mer Kli­ni­kum ein Refe­renz­haus für Sie­mens Healt­hi­neers, in dem sich Kun­den das Rönt­gen­sys­tem im kli­ni­schen Betrieb anse­hen können.

„Für uns ist das eine wich­ti­ge Koope­ra­ti­on. Unse­re Kun­den kön­nen sich direkt mit Anwen­dern und Ärz­ten über das Sys­tem aus­tau­schen. Wir als Her­stel­ler bekom­men kon­struk­ti­ves Feed­back, das uns bei der stän­di­gen Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Sys­te­me hilft“, sagt Cars­ten Bert­ram, bei Sie­mens Healt­hi­neers Lei­ter des in Forch­heim ansäs­si­gen Geschäfts­ge­bie­tes X‑ray Products.

Sven Oel­kers, Geschäfts­füh­rer der Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz gGmbH, blickt in die Zukunft: „Wenn es die Coro­na-Inzi­denz­wer­te wie­der zulas­sen, freu­en wir uns sehr, dass wir als Refe­renz­ort Kun­den von Sie­mens Healt­hi­neers unse­re Radio­lo­gie zei­gen kön­nen. Viel­leicht kom­men auch noch ande­re Gerä­te für Demons­tra­ti­ons­zwe­cke infrage.“

In Forch­heim ent­wi­ckelt und gefertigt

Röntgenbild Ü-Ei. Foto: KFFS

Rönt­gen­bild eines Über­ra­schungs-Eis. Foto: KFFS

Der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de der Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz gGmbH, Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Uwe Kirsch­stein, freut sich, dass ein Ysio X.pree am Kli­ni­kum in Forch­heim instal­liert und in Betrieb genom­men wur­de: „Ein tol­les Ange­bot für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, für die Pati­en­ten des Kli­ni­kums in der Not­auf­nah­me und auch für die sta­tio­nä­ren Pati­en­ten. Ich freue mich ganz beson­ders und per­sön­lich, weil ich auch eine Zeit lang bei Sie­mens Healt­hi­neers tätig war und auch am Ysio X.pree selbst mit ent­wi­ckelt habe. Inso­fern freue ich mich, dass ein Teil mei­ner Ent­wick­lung der frü­he­ren Jah­re – das Gerät heu­te ist natür­lich ein Nach­fol­ger – im Kli­ni­kum steht und ich das heu­te besich­ti­gen konn­te und da eine gute Dienst­leis­tung für die Men­schen zur Ver­fü­gung steht.“

Land­rat Dr. Her­mann Ulm ist über­zeugt: „Das Kli­ni­kum ist damit auf dem neu­es­ten tech­ni­schen Stand. Für alle Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten aus dem Land­kreis Forch­heim und der Regi­on ist das ein gro­ßer Gewinn. Eben­so die bewähr­te Koope­ra­ti­on unse­res Kli­ni­kums mit Sie­mens Healt­hi­neers.“ Der Chef­arzt der Radio­lo­gie, Dr. Han­nes Seuß, erklärt die Vor­tei­le: „Das Rönt­gen­sys­tem Ysio X.pree hilft mit Künst­li­cher Intel­li­genz unter ande­rem bei der Vor­be­rei­tung von Auf­nah­men. Basie­rend auf den Bil­dern der 3D-Kame­ra erkennt der KIba­sier­te Algo­rith­mus zum Bei­spiel auto­ma­tisch den Brust­korb und stellt so den opti­ma­len Auf­nah­me­be­reich und die Para­me­ter ein. Die­se Funk­tio­na­li­tä­ten geben uns die Chan­ce, das Gerät stets opti­mal ein­zu­set­zen und uns stär­ker auf unse­re Pati­en­ten zu konzentrieren.“

Außer­dem ver­fügt das Rönt­gen­sys­tem Ysio X.pree über eine auto­ma­ti­sche Sys­tem­po­si­tio­nie­rung, die sich indi­vi­du­ell an das Alter und den All­ge­mein­zu­stand des Pati­en­ten anpasst. Es fährt schnell und prä­zi­se in die benö­tig­te Unter­su­chungs­po­si­ti­on und erspart den Radio­lo­gie­as­sis­ten­ten sehr viel manu­el­le Arbeit.

Das Rönt­gen­sys­tem im kli­ni­schen Alltag

Das Ziel ist ein Bild, das alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen bei mög­lichst gerin­ger Strah­len­be­las­tung ent­hält, denn Rönt­gen ist nach wie vor die häu­figs­te Form der dia­gnos­ti­schen Bild​ge​bung​.So wer­den im Durch­schnitt täg­lich rund 200 Rönt­gen­auf­nah­men im Kli­ni­kum in Forch­heim ange­fer­tigt. Bestimm­te Ver­let­zun­gen, die geröntgt wer­den müs­sen, tre­ten jah­res­zeit­lich auf. So sei der Früh­ling die Sai­son für ‚Hand­wer­ker­ver­let­zun­gen‘, denen sich im Som­mer die Sport­ver­let­zun­gen – ins­be­son­de­re Fahr­rad­un­fäl­le – anschlie­ßen, gefolgt von Sturz­ver­let­zun­gen im Herbst und Win­ter, erklärt Dr. Han­nes Seuß.