Erneut „Not­brem­se“ in Bam­berg ab 17. April

Symbolbild Corona Mundschutz

Am Don­ners­tag, 15. April, hat die Stadt Bam­berg den drit­ten Tag in Fol­ge eine 7‑Ta­ges-Inzi­denz von 100 über­schrit­ten. Ab Sams­tag, 17. April, 00:00 Uhr, gel­ten dann wie­der stren­ge­re Regeln und die Aus­gangs­sper­re von 22 bis 5 Uhr.

Der 7‑Ta­ge-Inzi­denz-Wert für die Stadt Bam­berg hat am Diens­tag, 13. April (112,4), am Mitt­woch, 14. April (121,5), und am Don­ners­tag, 15. April (122,8), jeweils einen Wert von 100 über­schrit­ten. Damit gel­ten ab Sams­tag, 17. April, die „schär­fe­ren“ Rege­lun­gen nach der 12. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (12. BayIfSMV).

Stär­ke­re Kontaktbeschränkungen:

Man darf nur noch zu maxi­mal einer Per­son Kon­takt haben, die nicht dem eige­nen Haus­halt ange­hört. Die zu die­sen Haus­stän­den gehö­ren­den Kin­der unter 14 Jah­ren blei­ben für die Gesamt­zahl außer Betracht. Ehe­gat­ten, Lebens­part­ner und Part­ner einer nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft gel­ten jeweils als ein Haus­stand, auch wenn sie kei­nen gemein­sa­men Wohn­sitz haben. Zuläs­sig ist fer­ner die wech­sel­sei­ti­ge, unent­gelt­li­che, nicht geschäfts­mä­ßi­ge Beauf­sich­ti­gung von Kin­dern unter 14 Jah­ren in festen, fami­li­är oder nach­bar­schaft­lich orga­ni­sier­ten Betreu­ungs­ge­mein­schaf­ten, wenn sie Kin­der aus höch­stens zwei Haus­stän­den umfasst.

Nächt­li­che Aus­gangs­sper­re von 22 bis 5 Uhr:

Von 22 bis 5 Uhr ist der Auf­ent­halt außer­halb einer Woh­nung unter­sagt. Eine Aus­nah­me gilt nur, wenn ein trif­ti­ger Grund nach § 26 der 12. BayIfSMV vorliegt.

Ein­kau­fen und Dienstleistungen:

Für den Groß­teil des Ein­zel­han­dels gilt nach dem Inzi­denz­wert über 100 Ter­min­shop­ping („Click & Meet“) mit max. einem Kun­den pro 40m2 Ver­kaufs­flä­che. Zusätz­lich benö­tigt jede Kun­din und jeder Kun­de einen nega­ti­ven Coro­na-Test, um einen Laden betre­ten zu dür­fen. Dafür gibt es ver­schie­de­ne Varianten:

  • PCR-Tests oder POC-Tests (z.B. in den Test­zen­tren am ZOB, an der Gal­gen­fuhr, in Apo­the­ken oder beim Haus­arzt) durch geschul­tes oder medi­zi­ni­sches Per­so­nal. Ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis berech­tigt dazu, 48 Stun­den (bei PCR-Test) bzw. 24 Stun­den (bei POC-Test) belie­big vie­le Läden zu besu­chen. Das Test­ergeb­nis erhält man digi­tal oder als Ausdruck.
  • Durch­füh­rung von ein­fa­chen Selbst­tests unter „Auf­sicht“ des Ver­kaufs­per­so­nals in oder vor einem Laden. Ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis berech­tigt nur zum Betre­ten die­ses einen Ladens. Bei die­sen Selbst­tests muss auf die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung und die ein­deu­ti­ge Zuord­nung zu den Kun­din­nen und Kun­den geach­tet werden.

„Click & Collect“, also die Abho­lung von vor­be­stell­ten Waren, ist auch ohne nega­ti­ves Test­ergeb­nis mög­lich. Die Abho­lung darf nur an einem ent­spre­chen­den Abhol­schal­ter oder ganz außer­halb des Laden­ge­schäfts statt­fin­den, die Ver­kaufs­räu­me dür­fen nicht für die abho­len­de Kund­schaft geöff­net werden.

Inzi­denz­un­ab­hän­gig dür­fen nach wie vor ohne Ter­min und ohne nega­ti­ves Test­ergeb­nis fol­gen­de Läden und Dienst­lei­ter öffnen:

Lebens­mit­tel­han­del inklu­si­ve Direkt­ver­mark­tung, Lie­fer­dien­ste, Geträn­ke­märk­te, Reform­häu­ser, Baby­fach­märk­te, Apo­the­ken, Sani­täts­häu­ser, Dro­ge­rien, Opti­ker, Hör­ge­räte­a­ku­sti­ker, Tank­stel­len, Kfz-Werk­stät­ten, Fahr­rad­werk­stät­ten, Ban­ken und Spar­kas­sen, Ver­si­che­rungs­bü­ros, Pfand­leih­häu­ser, Filia­len des Brief- und Ver­sand­han­dels, Rei­ni­gun­gen und Wasch­sa­lons, der Ver­kauf von Pres­se­ar­ti­keln, Tier­be­darf und Fut­ter­mit­teln sowie der Großhandel.

Seit dem 12. April zäh­len hier­zu nicht mehr Buch­hand­lun­gen, Bau- und Gar­ten­märk­te, Gärt­ne­rei­en und Schuh­ge­schäf­te, für die nun eben­falls „Click & Meet“ mit Test­pflicht besteht.

Dienst­lei­stun­gen, bei denen eine kör­per­li­che Nähe zum Kun­den unab­ding­bar ist, wie zum Bei­spiel Mas­sa­ge­pra­xen, Tat­too-Stu­di­os oder ähn­li­che Betrie­be, sind unter­sagt. Die Dienst­lei­stun­gen der Fri­seu­re sowie auch nicht­me­di­zi­ni­sche Fuß‑, Hand‑, Nagel- und Gesichts­pfle­ge dür­fen wei­ter­hin ange­bo­ten wer­den. Die Öff­nung von Arzt­pra­xen, Zahn­arzt­pra­xen und allen son­sti­gen Pra­xen, soweit in ihnen medi­zi­ni­sche, the­ra­peu­ti­sche und pfle­ge­ri­sche Lei­stun­gen erbracht oder medi­zi­nisch not­wen­di­ge Behand­lun­gen ange­bo­ten wer­den, ist zulässig.

Märk­te sind unter­sagt. Aus­ge­nom­men ist nur der Ver­kauf von Lebensmitteln.

Die Gastro­no­mie kann wei­ter­hin ledig­lich Spei­sen und Geträn­ke zum Mit­neh­men anbieten.

Eine aus­führ­li­che Über­sicht über die Zuord­nung und Ein­stu­fung von Betrie­ben und Dienst­lei­stun­gen gibt es hier: https://​stmgp​.bay​ern​.de/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​2​1​/​0​4​/​2​0​2​1​_​0​4​_​1​4​_​p​o​s​i​t​i​v​l​i​s​t​e​.​pdf

Ein­ge­schränk­te Sportausübung:

Zuläs­sig ist nur kon­takt­frei­er Sport unter frei­em Him­mel und unter Beach­tung der Kon­takt­be­schrän­kung. Die Aus­übung von Mann­schafts­sport ist untersagt.

Ein­schrän­kun­gen bei außer­schu­li­scher Bil­dung und Musikschulen:

Ange­bo­te der beruf­li­chen Aus‑, Fort‑, und Wei­ter­bil­dung sind in Prä­senz­form unter­sagt. Davon aus­ge­nom­men sind Erste-Hil­fe-Kur­se und die Aus­bil­dung von ehren­amt­li­chen Ange­hö­ri­gen der Feu­er­wehr, des Ret­tungs­dien­stes und des Tech­ni­schen Hilfs­werks. Unter­sagt sind wei­ter­hin Ange­bo­te der Erwach­se­nen­bil­dung nach dem Baye­ri­schen Erwach­se­nen­bil­dungs­ge­setz und ver­gleich­ba­re Ange­bo­te ande­rer Trä­ger sowie außer­schu­li­sche Bildungsangebote.

Instru­men­tal- und Gesangs­un­ter­richt in Prä­senz­form ist untersagt.

Kul­tur­ein­rich­tun­gen:

Neben Thea­tern, Kon­zert­hal­len, Büh­nen, Kinos und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen sind auch Muse­en, Aus­stel­lun­gen, Gedenk­stät­ten und ver­gleich­ba­re Kul­tur­stät­ten geschlos­sen. Büche­rei­en und Archi­ve blei­ben geöffnet.

Mas­ken­pflicht und Alko­hol­kon­sum­ver­bot unab­hän­gig vom Inzidenzwert:

Im öffent­li­chen Raum gel­ten unab­hän­gig vom Inzi­denz­wert nach wie vor die Coro­na-Schutz­maß­nah­men. Dazu zäh­len auch die Mas­ken­pflicht und das Alko­hol­kon­sum­ver­bot in der Innen­stadt. Hier bit­tet die Stadt Bam­berg mit Blick auf das Infek­ti­ons­ge­sche­hen und den stei­gen­den Anteil an Coro­na-Muta­tio­nen drin­gend, sich ins­be­son­de­re auch bei schö­nem Wet­ter im Bereich der Obe­ren und Unte­ren Brücke und der Ket­ten­brücke an die Abstands­re­geln und die Mas­ken­pflicht zu halten.