Mahn­ge­richt Coburg und die AKDB arbei­ten seit 2001 im Auf­trag der baye­ri­schen Justiz zusammen

Symbolbild Justiz

Auto­ma­ti­sier­tes gericht­li­ches Mahn­ver­fah­ren und Online-Bean­tra­gung von Mahn­be­schei­den – Heu­te wur­de die Koope­ra­ti­on in einem digi­ta­len Fest­akt gewürdigt

Vir­tu­el­ler Fest­akt mit Bay­erns Justiz­mi­ni­ster Georg Eisen­reich, Ver­tre­tern des Mahn­ge­richts Coburg und der Anstalt für Kom­mu­na­le Daten­ver­ar­bei­tung in Bay­ern (AKDB): Bereits seit 2001 arbei­ten das Mahn­ge­richt und die AKDB beim auto­ma­ti­sier­ten gericht­li­chen Mahn­ver­fah­ren und elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr in Mahn­sa­chen erfolg­reich zusam­men. Justiz­mi­ni­ster Eisen­reich: „Ver­trau­ens­voll, reak­ti­ons­schnell und unbü­ro­kra­tisch: Seit 20 Jah­ren gewähr­lei­sten das Zen­tra­le Mahn­ge­richt in Coburg und die AKDB, dass Mil­lio­nen von Mahn- und Voll­streckungs­be­schei­den zügig und zuver­läs­sig bear­bei­tet wer­den. Die­se her­vor­ra­gen­de Zusam­men­ar­beit sichert den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern einen ein­fa­chen, siche­ren und preis­wer­ten Zugang zu einer moder­nen Justiz. Dafür möch­te ich den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Zen­tra­len Mahn­ge­richts und der AKDB ganz herz­lich Dan­ke sagen.“

Das Mahn­ge­richt Coburg ist ein gelun­ge­nes Bei­spiel für effi­zi­en­te Umset­zung von Gläu­bi­ger­schutz. Ein Mahn­ver­fah­ren gibt sowohl der Wirt­schaft als auch jeder Bür­ge­rin und jedem Bür­ger als Gläu­bi­ger die Mög­lich­keit, berech­tig­te Geld­for­de­run­gen fest­stel­len zu las­sen und gegen den Schuld­ner durch­zu­set­zen. Die AKDB unter­stützt das Zen­tra­le Mahn­ge­richt Coburg und die Baye­ri­sche Justiz bei Pro­duk­ti­on und Ver­sand der Mahn- und Vollstreckungsbescheide.

Der Vor­stands­vor­sit­zen­de der AKDB Rudolf Schley­er: „Ein­mal mehr zeigt sich, was für eine zen­tra­le Rol­le die Digi­ta­li­sie­rung nicht nur in der Wirt­schaft, son­dern beson­ders bei Ver­wal­tungs­pro­zes­sen spielt. Sie ist ein unver­zicht­ba­res Instru­ment, um Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Unter­neh­men in ihrem All­tag zu unter­stüt­zen. Wir freu­en uns, als lang­jäh­ri­ger Digi­ta­li­sie­rungs­part­ner der baye­ri­schen Justiz auch wei­ter­hin ein hoch­ver­füg­ba­res, sta­bi­les und zuver­läs­si­ges System zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die AKDB ist sich bewusst, dass sie damit einen system­re­le­van­ten Pfei­ler des gericht­li­chen Mahn- und Voll­streckungs­we­sens in Bay­ern bildet.“

Digi­ta­le Abläu­fe haben in den bei­den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten die Arbeits­pro­zes­se immer wei­ter ver­ein­facht und beschleu­nigt. Seit 20 Jah­ren nutzt die Baye­ri­sche Justiz das Ser­vice-Rechen­zen­trum der AKDB in Bay­reuth. Dort wird neben dem Betrieb des auto­ma­ti­sier­ten gericht­li­chen Mahn­ver­fah­rens ein­schließ­lich Druck und Post­nach­be­ar­bei­tung für das Zen­tra­le Mahn­ge­richt Coburg auch die Ver­ar­bei­tung der elek­tro­nisch ein­ge­reich­ten Anträ­ge durch­ge­führt. 85 % der Anträ­ge wer­den im Wege des elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehrs gestellt.

Außer­dem hat die AKDB die gesam­te Admi­ni­stra­ti­on einer lei­stungs­fä­hi­gen System­um­ge­bung für die Justiz­ver­wal­tung in den ver­ein­bar­ten Berei­chen über­nom­men. Die jeder­zei­ti­ge Betriebs­be­reit­schaft stellt die AKDB für ihren „Kun­den Justiz“ mit regel­mä­ßig gete­ste­ten Abläu­fen sicher. Die Zah­len sind beein­druckend: So pro­du­zier­te das AKDB-Druck­zen­trum in Bay­reuth in 20 Jah­ren ins­ge­samt über 160 Mil­lio­nen Sei­ten für den Ver­sand und stell­te dafür über 50 Mil­lio­nen Kuverts zur Verfügung.

Der Direk­tor des Amts­ge­richts Coburg Raf­fae­le Trotta: „Nicht denk­bar wäre die­se Erfolgs­ge­schich­te ohne die Men­schen im Hin­ter­grund. Von Anfang an hat die Che­mie auf bei­den Sei­ten gestimmt. Stets hat man sach­ori­en­tiert, har­mo­nisch und ver­trau­ens­voll mit­ein­an­der zusam­men­ge­ar­bei­tet. Wenig Büro­kra­tie und kur­ze Wege sor­gen dafür, dass gute, nicht sel­ten inno­va­ti­ve Lösun­gen gefun­den wer­den. Hin­zu kommt ein Aus­tausch auf Augen­hö­he und das Ver­ständ­nis für die gegen­sei­ti­gen Bedürf­nis­se. Das sind gute Vor­aus­set­zun­gen für einen effek­ti­ven Gläu­bi­ger­schutz: Bay­ern wird auch in Zukunft ein zeit­ge­mä­ßes und moder­nes Mahn­ver­fah­ren anbieten.“