Aus der Gaustadter Leser­post: Das Rad­fah­ren zur Schu­le scheint zuneh­mend attrak­ti­ver zu werden

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Bam­berg-Gaustadt, 10. April 2021

Sehr geehr­te Damen und Herren!

Mit Datum vom 18. Febru­ar des Jah­res verkün­dete die Online­zei­tung „Der neue Wie­sent­bo­te”: „KHG wünscht mehr Fahr­rad­bü­gel für Schüler*innen – Grü­ne stel­len Antrag”. „Das Rad­fah­ren zur Schu­le scheint also zuneh­mend attrak­tiv zu wer­den”, wird der Frak­ti­ons­spre­cher im Bam­ber­ger Stadt­rat zitiert. Es sei ein gutes Zei­chen, daß die vor weni­gen Jah­ren zusätz­lich ein­ge­rich­te­ten Fahr­rad­bü­gel schon wie­der nicht ausreichten.

Selbst­ver­ständ­lich ist die Auf­stockung der Fahr­rad­stell­plät­ze zu begrü­ßen. Doch der Bei­trag, wohl auf eine Pres­se­mit­tei­lung der Par­tei zurück­zu­füh­ren, nimmt es mit den Fak­ten nicht ganz genau.

So stell­ten die vor­han­de­nen Fahr­rad­bü­gel zum Zeit­punkt ihrer Instal­la­ti­on mit­nich­ten ein zusätz­li­ches, son­dern ein – kei­nes­wegs gering zu schät­zen­des – ver­bes­ser­tes Ange­bot dar. Sie ersetz­ten die unsäg­li­chen Vor­der­rad­klem­men, auch Fel­gen­kil­ler genannt, die bis dahin auf unbe­fe­stig­tem Unter­grund vor­ge­hal­ten wor­den waren.

Die Nach­fra­ge nach Fahr­rad­stell­plät­zen ist am Bam­ber­ger Kai­ser-Hein­rich-Gym­na­si­um schon seit vie­len Jah­ren unge­wöhn­lich hoch. So hat­te der Wie­sent­bo­te am 1. Dezem­ber 2018 mei­ne (mit­nich­ten erste) Kla­ge über die mise­ra­ble Anbin­dung der Schu­le an den öffent­li­chen Nah­ver­kehr publi­ziert: „… Es ver­wun­dert nicht, wenn selbst bei feucht­küh­ler Wit­te­rung meh­re­re hun­dert Fahr­rä­der auf den eigent­lich unzu­mut­ba­ren Stell­plät­zen der Schu­le zu fin­den sind (rund 700 Mäd­chen und Jun­gen besu­chen die Schu­le; vie­le, die aus dem Land­kreis anrei­sen, kön­nen nicht mit dem Rad kom­men). Trotz ungün­sti­ger Topo­gra­phie und unat­trak­ti­ver Bedin­gun­gen für das Rad­fah­ren in der Stadt radelt somit ein hoher Anteil derer, die die Wahl haben, zum Unter­richt. Eine schal­len­de­re Ohr­fei­ge kann man sich für den Anbie­ter des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs kaum vor­stel­len. …

Die Aus­wei­tung des Stell­platz­an­ge­bots für Fahr­rä­der ver­dient zwei­fels­oh­ne Lob. Für die Qua­li­tät des bereits vor­han­de­nen besteht indes deut­li­cher Nachbes­se­rungsbedarf (Unter­grund, Wit­te­rungs­schutz, Stän­der des über­dach­ten Bereichs) – wie auch für die Bus­an­bin­dung, wel­che die­se Bezeich­nung kaum verdient.

Mit freund­li­chen Grüßen
Wolf­gang Bönig