Stadt und Land­kreis Hof beschlie­ßen wei­te­re Maß­nah­men wegen hoher Inzidenzzahlen

Symbolbild Corona Mundschutz

Auf­grund der erneut hohen Inzi­denz­wer­te in der Regi­on (Stand heu­te: 571,7 Stadt Hof und 451,5 Land­kreis Hof) haben der Hofer Land­rat Dr. Oli­ver Bär und Ober­bür­ger­mei­ste­rin Eva Döh­la heu­te im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz über wei­te­re Schrit­te in der Pan­de­mie­be­kämp­fung informiert.

„Wir haben ein Infek­ti­ons­ge­sche­hen, dass mitt­ler­wei­le auf vie­len Säu­len fußt. Sei es nach wie vor in gerin­gem Maße in Hei­men, in unse­ren Reha-Kli­ni­ken, in Unter­neh­men, aber auch über­all dort, wo Zusam­men­künf­te statt­fin­den, etwa im pri­va­ten Bereich oder in unse­ren Not­be­treu­un­gen“, so Land­rat Dr. Oli­ver Bär. Ober­bür­ger­mei­ste­rin Eva Döh­la ergänzt: „ Die Gefahr der Ansteckungs­ri­si­ken wer­den zuneh­mend unter­schätzt. Anstreckun­gen fin­den sowohl im Frei­en als auch genera­tio­nen­über­grei­fend statt.“

Vor die­sen Hin­ter­grün­den wur­de heu­te fol­gen­des beschlossen:

I. Gemein­sa­me Maß­nah­men in Stadt und im Land­kreis Hof:

1. Schu­len

Sowohl in der Stadt als auch im Land­kreis fin­det der Schul­un­ter­richt an allen Schu­len nach den Oster­fe­ri­en aus­schließ­lich im Distanz­un­ter­richt statt. Dies gilt auch für die Abschluss­klas­sen. Auf Basis des wei­te­ren Infek­ti­ons­ge­sche­hens wird das wei­te­re Vor­ge­hen Ende näch­ster Woche bekannt gegeben.

2. Kin­der­gär­ten

  1. Im Hin­blick auf das umfang­rei­che Infek­ti­ons­ge­sche­hen in Kin­der­gär­ten bit­ten wir alle Eltern dar­um, die Not­be­treu­ung (sowohl in Kin­der­gär­ten als auch in Schu­len) auf ein Min­dest­maß zu reduzieren.
  2. Dar­über hin­aus wird es mit den Trä­gern und Lei­tun­gen der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen zeit­nah Gesprä­che geben, wel­che wei­te­ren Maß­nah­men getrof­fen wer­den, um das Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu redu­zie­ren. Ziel ist es, die Not­be­treu­ung auf ein Min­dest­maß zu mini­mie­ren und den Schutz best­mög­lich zu erhöhen.

II. Wei­te­re Maß­nah­men in der Stadt Hof:

  • Nächt­li­che Ausgangssperre:
    Die nächt­li­che Aus­gangs­sper­re beginnt in Hof um 20:30 Uhr.
  • Got­tes­dien­ste

Got­tes­dien­ste und reli­giö­se Zusam­men­künf­te jeg­li­cher Glau­bens­rich­tun­gen in Prä­senz­form auf dem Gebiet der Stadt Hof sind unter­sagt. Aus­ge­nom­men davon sind kirch­li­che Amts­hand­lun­gen (z.B. Tau­fen, Trau­un­gen, Beerdigungen)

  • Sport­an­la­gen
    Sämt­li­che Sport­an­la­gen inklu­si­ve Bolz­plät­ze und Turn­hal­len in der Stadt Hof blei­ben für den Sport­be­trieb geschlossen.

III. Auf­klä­rung

Auf­grund der Ent­wick­lung des Infek­ti­ons­ge­sche­hens sowie den dar­aus resul­tie­ren­den Erfah­run­gen, die in den ver­gan­ge­nen Wochen gewon­ne­nen wer­den konn­ten, appel­liert das Gesund­heits­amt für Stadt und Land­kreis Hof erneut an die Eigen­ver­ant­wor­tung und den Selbst­schutz der Bevölkerung.

„In vie­len Berei­chen wer­den die bekann­ten Hygie­ne- Schutz- und Abstands­maß­nah­men gut umge­setzt. Den­noch gibt es Situa­tio­nen, die erheb­lich dazu bei­tra­gen, dass sich das Virus wei­ter aus­brei­ten kann“, so Anika Bütt­ner, orga­ni­sa­to­ri­sche Lei­te­rin des Gesund­heits­am­tes für Stadt und Land­kreis Hof.

Dazu zäh­len beispielsweise:

  • gemein­sa­mes Rau­chen oder gemein­sa­me Pausen
  • kur­ze Gesprä­che im Büro des Kollegen
  • Fahr­ge­mein­schaf­ten zur Arbeit oder zur Schnellteststation
  • Sym­ptom­frei­heit wird ver­wech­selt mit „Ich habe kein Corona“
  • Krank­heits­sym­pto­me wer­den nicht ernst genom­men (z.B. Schnup­fen wird als Heu­schnup­fen deklariert)
  • Kon­takt­per­so­nen wer­den nicht all­um­fäng­lich genannt, um ande­re ver­meint­lich zu schützen
  • Schnell­tests wer­den fälsch­li­cher­wei­se als Frei­testung gewer­tet (etwa für grö­ße­re Zusammenkünfte)

Es ist wich­tig, Bei­spie­le wie die­se ins Bewusst­sein der Bevöl­ke­rung zu brin­gen, um die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger hin­sicht­lich der Ver­brei­tung des Virus ein­mal mehr zu sensibilisieren.

IV. Imp­fen

Ziel ist es, die Immu­ni­sie­rung im Hofer Land so schnell wie mög­lich wei­ter vor­an­zu­brin­gen. „Wir spü­ren, dass unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nach einem Jahr Pan­de­mie Coro­na-müde sind. Das ver­ste­hen wir. Den­noch sehen wir einen Weg aus die­ser Pan­de­mie. Wir haben aktu­ell 20% unse­rer Bevöl­ke­rung mit einer Erst­imp­fung ver­sorgt. (Zum Ver­gleich: Impf­quo­te Bay­ern 14,6; Impf­quo­te Deutsch­land 14,7)

Die­sen Vor­sprung wol­len und müs­sen wir wei­ter aus­bau­en“, so Land­rat Dr. Oli­ver Bär.

Des­halb kämp­fen Land­rat Dr. Bär und Ober­bür­ger­mei­ste­rin Eva Döh­la auch wei­ter­hin für zusätz­li­che Impf­do­sen und damit eine noch schnel­le­re Impf­ver­sor­gung im Hofer Land.