DEHO­GA Bayern:“Aussetzen der Modell­re­gio­nen fal­scher Weg”

„Ziel muss es sein, unge­schütz­te Kon­tak­te zu mini­mie­ren – dies schafft man nicht mit einem undif­fe­ren­zier­ten pau­scha­len Dauerlockdown“

„Wir sind ent­täuscht“, so Ange­la Insel­kam­mer, Prä­si­den­tin des Baye­ri­schen Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des DEHO­GA Bay­ern. „Auch für uns steht die Sicher­heit von Mit­ar­bei­tern und Gästen immer an ober­ster Stel­le. Uns geht es nicht um Öff­nun­gen auf Kosten der Gesund­heit oder um jeden Preis. Auch wol­len wir kei­ne Öff­nun­gen um des Öff­nen-Wil­lens, doch wir wol­len, dass ver­ant­wort­ba­re Öff­nungs­schrit­te auch gegan­gen wer­den.“ Hier­zu wären Modell­re­gio­nen gera­de jetzt der rich­ti­ge Weg gewe­sen, so Insel­kam­mer. „Kon­zept­öff­nun­gen sind kei­ne Expe­ri­men­te, son­dern schaf­fen mehr Sicher­heit, da wei­te­re geschütz­te Berei­che geschaf­fen wer­den. Wir sind über­zeugt: Wir sind Teil der Lösung und nicht des Pro­blems. Wir haben im letz­ten Jahr bewie­sen, dass unse­re Hygie­ne- und Schutz­kon­zep­te funk­tio­nie­ren. Wir könn­ten siche­re Berei­che schaf­fen, die dazu bei­tra­gen, Orte des Auf­ein­an­der­tref­fens zu ent­zer­ren. Ziel muss es sein, unge­schütz­te Kon­tak­te zu mini­mie­ren – dies schafft man nicht mit einem undif­fe­ren­zier­ten pau­scha­len Dau­er­lock­down“, so die Prä­si­den­tin des DEHO­GA Bayern.

Seit Beginn der Pan­de­mie haben Hotel­le­rie und Spei­se­ga­stro­no­mie über 7 Mona­te unver­schul­det geschlos­sen, Schank­wirt­schaf­ten mehr als 11 Mona­te und Clubs und Dis­ko­the­ken sogar län­ger als ein Jahr. Die Lage im Gast­ge­wer­be ist äußerst ver­zwei­felt, die Betrie­be rin­gen trotz Wirt­schafts­hil­fen um ihre Exi­stenz. „Pri­va­te Rück­la­gen, auch Alters­ver­sor­gun­gen sind auf­ge­braucht und die Ner­ven lie­gen blank. Ange­sichts der andau­ern­den Schlie­ßung unse­rer Bran­che erwar­ten wir von der Poli­tik alles dafür zu tun, dass die unver­schul­det in Not gera­te­nen Betrie­be eine Chan­ce zum Über­le­ben haben und kei­nen Tag län­ger als gesund­heits­po­li­tisch gebo­ten, geschlos­sen blei­ben. Der End­los-Lock­down einer Bran­che ist kei­ne Lösung und bringt auch nichts wie die Erfah­run­gen im Novem­ber gezeigt haben“, so Inselkammer.