Eis­hockey-Kri­mi mit dem schlech­te­ren Ende für die Sel­ber Wölfe

Selber Wölfe vs. Starbulls Rosenheim © Mario Wiedel
Selber Wölfe vs. Starbulls Rosenheim © Mario Wiedel

Sel­ber Wöl­fe vs. Star­bulls Rosen­heim 3:4 n.V. (1:0; 0:2; 2:1; 0:1)

Bericht des Pres­se­teams der Sel­ber Wölfe:

Nach­dem unse­ren Wöl­fen klar der erste Spiel­ab­schnitt gehör­te und sie fol­ge­rich­tig durch Deegs Tref­fer in Füh­rung gin­gen, kam Rosen­heim wie ver­wan­delt aus der Kabi­ne und dreh­te das Spiel im Mit­tel­ab­schnitt durch zwei Tref­fer von Höl­ler auf 1:2. Unse­re Wöl­fe konn­ten die Par­tie im drit­ten Spiel­ab­schnitt wie­der mehr an sich rei­ßen und kamen durch Miglio und Ham­mer­bau­er sogar wie­der in Füh­rung, ehe Rosen­heim gute zwei Minu­ten vor Ende der regu­lä­ren Spiel­zeit erneut aus­glei­chen konn­te. In der an Span­nung nicht zu über­bie­ten­den Over­ti­me dau­er­te es bis zur 74. Minu­te, ehe die Ent­schei­dung fiel. Aus Sel­ber Sicht lei­der auf der fal­schen Seite.

Wöl­fe von Beginn an voll da

Unse­re Wöl­fe waren vom ersten Bul­ly weg voll da. Kör­per­lich prä­sent, stark in der Offen­si­ve und in der Rück­wärts­be­we­gung kon­zen­triert. So taten sich die Gäste aus Rosen­heim schwer, vor dem Sel­ber Gehäu­se gro­ße Gefahr aus­zu­strah­len. Mechel im Tor der Star­bulls hin­ge­gen konn­te sich über man­geln­de Beschäf­ti­gung nicht bekla­gen. Fol­ge­rich­tig in der sech­sten Spiel­mi­nu­te dann das 1:0 durch Deeg, der die Schei­be nach einem Schuss von Slave­tin­sky abfälsch­te. Die beste Chan­ce auf Rosen­hei­mer Sei­te hat­te Gib­bons, doch Wei­de­kamp konn­te des­sen Abschluss ent­schär­fen, Unse­re Wöl­fe hat­ten durch einen Lat­ten­tref­fer von Boi­ar­chi­nov und bei einer 2‑auf-1-Situa­ti­on in Unter­zahl noch die Chan­ce den Spiel­stand zu erhö­hen, ein Tref­fer soll­te im ersten Durch­gang aber nicht mehr fallen.

Star­bulls kom­men bes­ser ins Spiel

Die Star­bulls nutz­ten die erste Pau­se und stell­ten sich bes­ser auf unse­re Wöl­fe ein. Dem­zu­fol­ge hat­ten sie nun deut­lich mehr Spiel­an­tei­le und waren auch kör­per­lich prä­sen­ter, was Verelst in der 22. Minu­te bei einem har­ten Check zu spü­ren bekam. In der Fol­ge stand Wei­de­kamp öfters im Mit­tel­punkt als ihm lieb war, konn­te aber bis zur 31. Minu­te sei­nen Kasten sau­ber hal­ten. Nach einem Schei­ben­ver­lust an der eige­nen blau­en Linie stan­den ihm aber plötz­lich drei Rosen­hei­mer gegen­über und Höl­ler stell­te mit einem stram­men Schuss den zu die­sem Zeit­punkt durch­aus ver­dien­ten Aus­gleich her. In der 40. Minu­te war es wie­der­um Höl­ler, der sogar noch das 1:2 erzie­len konn­te. Die­sem Tref­fer ging ein kla­rer Hand­pass vor­aus, der jedoch vom Schieds­rich­ter­ge­spann nicht unter­bun­den wurde.

Rosen­heim mit dem bes­se­ren Ende

Der Schluss­ab­schnitt war an Span­nung kaum zu über­bie­ten. In der 42. Minu­te sorg­te Miglio mit dem Rücken zum Tor per Nach­schuss für den Aus­gleich. Unse­re Wöl­fe hat­ten dann bei meh­re­ren Hin­aus­stel­lun­gen in Fol­ge eini­ge ban­ge Minu­ten in Unter­zahl zu über­ste­hen, mei­ster­ten dies aber sou­ve­rän. Kaum wie­der kom­plett, waren es unse­re Jungs, die in Per­son von Ham­mer­bau­er den näch­sten Tref­fer erziel­ten: Er zir­kel­te den Puck von hin­ter der Tor­li­nie an Mechel vor­bei ins Tor zum 3:2. Knap­pe zwei­ein­halb Minu­ten vor Schluss zog Gäste­trai­ner Sicin­ski sei­nen Tor­wart und hat­te Erfolg: Bei Voll­may­ers Schuss hat­te Wei­de­kamp Null Sicht und war somit macht­los. So ging das Spiel in die Over­ti­me. Und die war nichts für schwa­che Ner­ven: Chan­cen hüben wie drü­ben und Straf­zei­ten, die nicht immer die Zustim­mung unse­rer Wöl­fe fan­den. In der 74. Minu­te hat­ten dann die Gäste das glück­li­che­re Ende für sich. Wei­de­kamp rutsch­te der Schuss von Lein­we­ber durch und der Puck fand den Weg zur Ent­schei­dung ins Tor.

Mann­schafts­auf­stel­lun­gen und Statistik

  • Sel­ber Wöl­fe: Wei­de­kamp (König-Küm­pel) – Lin­den, Slaven­tin­sky, Ondrusch­ka, Sil­ber­mann, Böh­rin­ger, Otte, Wenisch – Verelst, Micul­ka, Snet­sin­ger, Miglio, Gare, Deeg, Schie­ner, Ham­mer­bau­er, Boi­ar­chi­nov, Geisber­ger, Gel­ke, Hechtl, Zimmermann
  • Star­bulls Rosen­heim: Mechel (Stett­mer) – Dra­xin­ger, Frank, Voll­may­er, Krum­pe, Kolb, Schütt, Biber­ger – Mei­er, Hen­ri­quez Mora­les, Hei­den­reich, Sle­zak, Baindl, Höl­ler, Daxlber­ger, Lein­we­ber, Gib­bons, Bos­ecker, Sta­nik, Merz
  • Tore: 6. Min. 1:0 Deeg (Slave­tin­sky, Miglio); 31.Min. 1:1 Höl­ler (Lein­we­ber, Voll­may­er); 40. Min. 1:2 Höl­ler (Daxlber­ger, Lein­we­ber); 42. Min. 2:2 Miglio (Ondrusch­ka, Deeg); 50. Min. 3:2 Ham­mer­bau­er (Ondrusch­ka, Sil­ber­mann); 59. Min. 3:3 Voll­may­er (Hen­ri­quez Mora­les; 6/5); 74. Min. 3:4 Lein­we­ber (Schütt, Daxlberger)
  • Straf­zei­ten: Selb 14 plus 10 Minu­ten Dis­zi­pli­nar­stra­fe für Snet­sin­ger; Rosen­heim 8
  • Schieds­rich­ter: Erd­le, Sin­ger (Lau­den­bach, Riemel)
  • Zuschau­er: -