Son­der­amts­blatt der Stadt Bamberg

Symbolbild Corona Mundschutz

Bekannt­ma­chung: Festel­lung des Wer­tes „7‑Ta­ge-Inzi­denz“ („Inzi­denz­ein­stu­fung“)

Für die kreis­freie Stadt Bam­berg wird fest­ge­stellt, dass die nach § 28a Abs. 3 Satz 12 IfSG bestimm­te Zahl an Neu­in­fek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 je 100 000 Ein­woh­ner inner­halb von sie­ben Tagen („7‑Ta­ge-Inzi­denz“) bei einem Wert über 100 liegt.

Zu den Rechts­fol­gen erge­hen die fol­gen­den Hinweise:

Schu­len:
Die­se sind wegen der Oster­fe­ri­en geschlossen.

Tages­be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen für Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Volljährige:
Gemäß § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der 12. BayIfSMV in der ab 25. März 2021 gel­ten­den Fas­sung sind Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen, Kin­der­ta­ges­pfle­ge­stel­len, Feri­en­be­treu­ung und orga­ni­sier­te Spiel­grup­pen vom 05. April 2021 an zunächst bis zum Ablauf des fol­gen­den Sonn­tags geschlos­sen. Es gel­ten die Rege­lun­gen zur Not­be­treu­ung, wel­che vom Sta­at­mi­ni­ste­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge durch Bekannt­ma­chung erlas­sen wurden.

Im Übri­gen gel­ten die Rege­lun­gen der § 18 der 12. BayIfSMV („Schu­len“) und § 19 der BayIfSMV („Tages­be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen für Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Volljährige“).

Jonas Glü­sen­kamp, Zwei­ter Bürgermeister

Bekannt­ma­chung Voll­zug des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes (IfSG) und der Zwölf­ten Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men-Ver­ord­nung (12. BayIfSMV); All­ge­mein­ver­fü­gung – Test­pflicht für Beschäf­ti­ge in Pfle­ge- und Behin­der­ten­ein­rich­tun­gen sowie in Alten­hei­men und Seniorenresidenzen

Die Stadt Bam­berg erlässt auf Grund­la­ge des § 28 Abs. 1 Satz 1, § 28a des Geset­zes zur Ver­hü­tung und Bekämp­fung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten beim Men­schen (Infek­ti­ons­schutz­ge­setz – IfSG -) in Ver­bin­dung mit § 65 Satz 1 der Zustän­dig­keits­ver­ord­nung (ZustV) sowie in Ver­bin­dung mit § 9 Abs. 2 Nr. 5 der Zwölf­ten Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­me­ver­ord­nung (12. BayIfSMV), zuletzt geän­dert durch Ver­ord­nung vom 25. März 2021, in Ver­bin­dung mit Art. 35 Satz 2 des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes (BayV­wVfG) folgende

All­ge­mein­ver­fü­gung

1. Auf­grund der Über­schrei­tung des 7‑Ta­ge-Inzi­denz­wer­tes von 100 an drei auf­ein­an­der fol­gen­den Tagen in der Stadt Bam­berg besteht für die Beschäf­tig­ten in

  • voll­sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen der Pfle­ge gemäß § 71 Abs. 2 des Elf­ten Buches Sozialgesetzbuch,
  • Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­run­gen im Sin­ne des § 2 Abs. 1 des Neun­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch, in denen Lei­stun­gen der Ein­glie­de­rungs­hil­fe über Tag und Nacht erbracht wer­den, Alten­hei­men und Seniorenresidenzen

ab 02.04.2021 an min­de­stens zwei ver­schie­de­nen Tagen pro Woche, an denen die Beschäf­tig­ten zum Dienst ein­ge­teilt sind, eine Test­pflicht auf das Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2.

2. Die­se All­ge­mein­ver­fü­gung tritt ab dem 02.04.2021 um 0:00 Uhr in Kraft.

Hin­wei­se:

Die All­ge­mein­ver­fü­gung und ihre Begrün­dung kön­nen wäh­rend der all­ge­mei­nen Dienst­zei­ten am Aus­hang im Rat­haus am Zen­tra­len Omni­bus­bahn­hof, Pro­me­na­den­stra­ße 2a, 96047 Bam­berg sowie auf der Inter­net­sei­te der Stadt Bam­berg (www​.stadt​.bam​berg​.de) ein­ge­se­hen werden.

Wei­ter­ge­hen­de Rege­lun­gen ande­rer ein­schlä­gi­ger Vor­schrif­ten wer­den von die­ser All­ge­mein­ver­fü­gung nicht berührt und sind zu beach­ten. Hier­zu zäh­len ins­be­son­de­re die Vor­schrif­ten der Ein­rei­se-Qua­ran­tä­ne­Ver­ord­nung (EQV) und der 12. BayIfSMV des Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ste­ri­ums für Gesund­heit und Pfle­ge, in den jeweils gül­ti­gen Fassungen.

Rechts­be­helfs­be­leh­rung:

Gegen die­se All­ge­mein­ver­fü- gung kann inner­halb eines Monats nach sei­ner Bekannt­ga­be Kla­ge erho­ben wer­den bei dem Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richt in Bay­reuth, Fried­rich­stra­ße 16, 95444 Bay­reuth (Post­fach­an­schrift: Post­fach 110321, 95422 Bay­reuth) schrift­lich, zur Nie­der­schrift oder elek­tro­nisch in einer für den Schrift­for­mer­satz zuge­las­se­nen Form.

Die Kla­ge muss den Klä­ger, den Beklag­ten (Stadt Bam­berg) und den Gegen­stand des Kla­ge­be­geh­rens bezeich­nen und soll einen bestimm­ten Antrag ent­hal­ten. Die zur Begrün­dung die­nen­den Tat­sa­chen und Beweis­mit­tel sol­len ange­ge­ben, der ange­foch­te­ne Bescheid soll in Urschrift oder in Abschrift bei­gefügt wer­den. Der Kla­ge und allen Schrift­sät­zen sol­len Abschrif­ten für die übri­gen Betei­lig­ten bei­gefügt werden.

Hin­wei­se zur Rechtsbehelfsbelehrung:

Die Ein­le­gung eines Rechts­be­helfs per ein­fa­cher E‑Mail ist nicht zuge­las­sen und ent­fal­tet kei­ne recht­li­chen Wir­kun­gen! Nähe­re Infor­ma­tio­nen zur elek­tro­ni­schen Ein­le­gung von Rechts­be­hel­fen ent­neh­men Sie bit­te der Inter­net­prä­senz der Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit (www​.vgh​.bay​ern​.de).

Kraft Bun­des­rechts wird in Pro­zess­ver­fah­ren vor den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten infol­ge der Kla­ge­er­he­bung eine Ver­fah­rens­ge­bühr fällig.

Anord­nun­gen auf Basis des § 28 Abs. 1 IfSG sind gem. § 28 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 8 IfSG kraft Geset­zes sofort voll­zieh­bar. Wegen der sofor­ti­gen Voll­zieh­bar­keit kraft Geset­zes hat eine Kla­ge gegen die All­ge­mein­ver­fü­gung kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung (§ 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwGO). Das bedeu­tet, dass die Anord­nun­gen auch dann befolgt wer­den müs­sen, wenn Kla­ge erho­ben wird. Bei der Stadt Bam­berg kann die Aus­set­zung der sofor­ti­gen Voll­zie­hung bzw. bei dem in der vor­ge­nann­ten Rechts­be­helfs­be­leh­rung genann­ten Gericht die Anord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung der Kla­ge bean­tragt wer­den (§ 80 Abs. 4 und 5 VwGO).

Andre­as Star­ke, Oberbürgermeister