Neue Mod­schie­de­ler Orts­um­ge­hung mit Asphalt versehen

Umfah­rung von Mod­schie­del geht in die End­pha­se – Voll­sper­rung wegen Anschluss an die LIF 12 ab 19. April

„Die neue Kreis­stra­ße LIF 12 ist auf einem guten Weg. Jetzt sieht man es ganz deut­lich“, stell­te der Land­rat am Mitt­woch bei einem Orts­ter­min fest. Anläss­lich der Asphal­tie­rung der Anschlüs­se von Mod­schie­del an die neue Orts­um­ge­hung mach­te sich der Land­rat bei einem Gespräch mit dem Lei­ter des Kreis­bau­hofs, Hei­ko Tre­mel, und Alex­an­der Dau­er, Abtei­lungs­lei­ter Tief­bau der Bau aus­füh­ren­den Fir­ma Dechant, ein Bild vom Fort­schritt der Arbei­ten. Asphal­tiert wur­de in der zurück­lie­gen­den Woche auf einer Flä­che von rund 8.500 Quadratmetern.

Für eine spürbare Entlastung vom Durchgangsverkehr und mehr Verkehrssicherheit wird die neue Ortsumgehung von Modschiedel sorgen: In der zurückliegenden Woche wurde die Straße asphaltiert. Über den Fortschritt der Arbeiten informierte sich Landrat Christian Meißner bei einem Ortstermin mit dem Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, sowie Alexander Dauer, Projektleiter und Abteilungsleiter Tiefbau der Bau ausführenden Firma Dechant.Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

Für eine spür­ba­re Ent­la­stung vom Durch­gangs­ver­kehr und mehr Ver­kehrs­si­cher­heit wird die neue Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del sor­gen: In der zurück­lie­gen­den Woche wur­de die Stra­ße asphal­tiert. Über den Fort­schritt der Arbei­ten infor­mier­te sich Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner bei einem Orts­ter­min mit dem Lei­ter des Kreis­bau­hofs, Hei­ko Tre­mel, sowie Alex­an­der Dau­er, Pro­jekt­lei­ter und Abtei­lungs­lei­ter Tief­bau der Bau aus­füh­ren­den Fir­ma Dechant. Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Heidi Bauer

Mehr Lebens­qua­li­tät und Verkehrssicherheit

„Die Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del wird durch eine Ent­la­stung des Inner­orts­be­reichs die Lebens­qua­li­tät im Dorf erheb­lich ver­bes­sern und die Ver­kehrs­si­cher­heit erhö­hen. Ich freue mich, dass wir mit den Arbei­ten im Zeit­plan lie­gen und die neue Umge­hung vor­aus­sicht­lich im Juli für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben wer­den kann“, beton­te Land­rat Meiß­ner. Allen am Bau betei­lig­ten sag­te der Land­rat herz­li­chen Dank für die Unter­stüt­zung und die gute Zusam­men­ar­beit und den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern für ihr Ver­ständ­nis für die mit den Bau­ar­bei­ten ver­bun­de­nen Unannehmlichkeiten.

Die gesam­te Stra­ßen­bau­maß­nah­me umfasst den Neu­bau der Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del (Kreis­stra­ße LIF 12, Land­kreis Lichtenfels/​Stadt Weis­main) mit zwei Kno­ten­punk­ten inner­halb der frei­en Strecke und dem Anschluss an die Staats­stra­ße 2190 Scheß­litz – Kasen­dorf im Süden, erläu­ter­te Kreis­bau­hof­lei­ter Hei­ko Tre­mel. Die neue Kreu­zung mit Ein­mün­dung in die Staats­stra­ße 2190 wur­de bereits im ver­gan­ge­nen Jahr fertiggestellt.

Sie­ben Wochen Vollsperrung

Der aktu­el­le Bau­ab­schnitt der Kreis­stra­ße beträgt rund 1,5 Kilo­me­ter, die Anglei­chungs­län­ge der bereits fer­tig­ge­stell­ten Staats­stra­ße cir­ca 650 Meter. Die momen­ta­nen Bau­tä­tig­kei­ten lie­gen schwer­punkt­mä­ßig am Bau­an­fang von Wun­ken­dorf kom­mend bis zur neu­en Ein­mün­dung Rich­tung Wei­den, erklär­te Hei­ko Tre­mel weiter.

Im Zusam­men­hang mit dem Neu­bau der Umfah­rung von Mod­schie­del (LIF 12) muss die neue Orts­um­ge­hung an die bestehen­de Kreis­stra­ße LIF 12 ange­schlos­sen wer­den. Da die­ser Anschluss erheb­li­che Ver­än­de­run­gen der Stra­ßen­füh­rung mit sich brin­gen wird, kön­nen die­se Arbei­ten nur unter Voll­sper­rung vor­ge­nom­men wer­den, infor­mier­te Hei­ko Tre­mel. Aus die­sem Grund muss die Kreis­stra­ße LIF 12 zwi­schen Mod­schie­del und Wun­ken­dorf zur Her­stel­lung des Anschlus­ses an die bestehen­de Kreis­stra­ße ab dem 19. April für vor­aus­sicht­lich sie­ben Wochen für den Ver­kehr voll gesperrt wer­den. Die Her­stel­lung einer pro­vi­so­ri­schen Umfah­rung wie im süd­li­chen Bereich des Neu­baus, lässt sich auf­grund des vor­han­de­nen Wald­be­stan­des nicht ohne unver­hält­nis­mä­ßig gro­ße Ein­grif­fe in den Baum­be­stand rea­li­sie­ren, unter­stri­chen Hei­ko Tre­mel und der Landrat.

Behin­de­run­gen im Klein­zie­gen­fel­der Tal

Der Lei­ter des Kreis­bau­ho­fes kün­dig­te bereits vor­ab an, dass auf­grund der Voll­sper­rung im Bereich Mod­schie­del es zu Behin­de­run­gen kom­men wird. Mit dem plan­mä­ßi­gen Beginn des näch­sten Bau­ab­schnit­tes ändert sich auch die Ver­kehrs­füh­rung im Bereich Weismain.

Dies bedeu­tet, dass man ab dem 19. April 2021 die Kreis­stra­ße Wun­ken­dorf – Mod­schie­del nicht mehr befah­ren kann. Die Fahrt­rich­tung Weis­main zur Auto­bahn A70 wird über die Kreis­stra­ße LIF 19 Wei­den Fes­sels­dorf aus­ge­schil­dert. Um nicht bei­de Fahrt­rich­tun­gen auf der LIF 19 zu bün­deln, erfolgt die Umlei­tung von der Auto­bahn Rich­tung Weis­main durch das Klein­zie­gen­fel­der Tal (Staats­stra­ße ST 2191). Die Umlei­tun­gen wer­den ausgeschildert.

Der Land­kreis bit­tet die Ver­kehrs­teil­neh­mer und Anlie­ger, sich auf die Sper­run­gen im Zuge der Bau­ar­bei­ten und die damit ver­bun­de­nen Behin­de­run­gen ein­zu­stel­len und um Ver­ständ­nis für die auf­tre­ten­den Behinderungen.

För­de­rung vom Frei­staat Bayern

Die Orts­um­fah­rung Mod­schie­del im Zuge der LIF 12 ist eine Maß­nah­me des Land­krei­ses Lich­ten­fels. Koor­di­niert wird die­se vom Kreis­bau­hof. Finan­ziert wird die Maß­nah­me vom Land­kreis Lich­ten­fels, der dafür Zuwen­dun­gen vom Frei­staat Bay­ern und von der Regie­rung von Ober­fran­ken erhält. Gute Nach­rich­ten erhielt der Land­kreis Lich­ten­fels bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hin­sicht­lich der Finan­zie­rung der Orts­um­ge­hung aus dem Baye­ri­schen Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um: Laut Ver­kehrs­mi­ni­ste­rin Ker­stin Schrey­er unter­stützt der Frei­staat den Land­kreis beim Bau der Orts­um­ge­hung Mod­schie­del mit der maxi­ma­len För­der­sum­me nach dem Baye­ri­schen Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz mit 2,9 Mil­lio­nen Euro.

Die Gesamt­ko­sten der Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del mit dem Umbau der Staatstra­ßen­ein­mün­dung lie­gen bei mehr als 5,7 Mil­lio­nen Euro. „Über die­se hohe För­de­rung freu­en wir uns in die­sen her­aus­for­dern­den Zei­ten ganz beson­ders“, betont Land­rat Chri­sti­an Meißner.

Die Kreis­stra­ße LIF 12 ver­bin­det die Orts­tei­le Mod­schie­del, Wun­ken­dorf und Wohn­sig mit der Stadt Weis­main. Sie ist eine wich­ti­ge Zubrin­ger­stra­ße zum über­ört­li­chen Ver­kehrs­netz und soll laut Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um zur Staats­stra­ße auf­ge­stuft wer­den, um den Schwer­ver­kehr zu ver­la­gern, der bis­lang durch das land­schaft­lich wert­vol­le Klein­zie­gen­fel­der Tal rollt. Nach der Orts­um­ge­hung Weis­main wird mit der Orts­um­ge­hung Mod­schie­del ein wei­te­rer Teil eines Ver­kehrs­kon­zepts zur Ent­la­stung der betrof­fe­nen Gemein­den vom Durch­gangs­ver­kehr verwirklicht.

Lan­ge Planungsphase

Über 20 Jah­re Arbeit stecken in der Orts­um­fah­rung, deren Pla­nungs­ur­sprün­ge bis ins Jahr 1996 zurück­zu­füh­ren sind, infor­mier­te Land­rat Meiß­ner wei­ter. Mit dem Bau der Umge­hung von Weis­main hat die Stadt Weis­main zusam­men mit dem Staat­li­chen Bau­amt Bam­berg den ersten Abschnitt der geplan­ten Ver­kehrs­ver­la­ge­rung aus dem Klein­zie­gen­fel­der Tal zur Auto­bahn A 70 ver­wirk­licht. In der Fol­ge galt es, das näch­ste Puz­zle­teil die­ses Ver­kehrs­kon­zep­tes zu einer ziel­füh­ren­den und rea­li­sier­ba­ren Lösung zu füh­ren: die Orts­um­ge­hung von Modschiedel.

Seit etwa sechs Jah­ren wur­de die Pla­nung für die­se Umfah­rung inten­siv vor­an­ge­trie­ben und war für vie­le Betei­lig­te auch eine Gedulds­pro­be, sag­te Meiß­ner. Der ersten Bür­ger­ver­samm­lung im April 2015 folg­ten vie­le not­wen­di­ge und sinn­vol­le Abstim­mun­gen mit allen Betei­lig­ten. Bau­be­ginn war schließ­lich am 18. Mai 2020.

Natur­schutz hat hohen Stellenwert

Der Land­rat macht deut­lich, dass sich durch die Umge­hung die Lebens­qua­li­tät in Mod­schie­del, die Ver­kehrs­si­cher­heit und die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten ver­bes­sern wer­den. Das Bau­pro­jekt sei im Vor­feld eng mit der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de am Land­rats­amt abge­stimmt wor­den. Bei den Pla­nun­gen habe man gro­ßen Wert dar­auf gelegt, im Ein­klang mit der Natur zu pla­nen, was auch gut gelun­gen sei. Die Arbei­ten im Bereich der Umge­hung wer­den mit der Her­stel­lung des natur­schutz­fach­li­chen Aus­glei­ches noch die­ses Jahr andau­ern. Für den Ver­kehr kann die neue Umge­hung vor­aus­sicht­lich im Juli frei­ge­ge­ben werden.