Land­kreis Kro­nach: Füh­rungs­grup­pe Kata­stro­phen­schutz hat heu­te getagt

Symbolbild Corona Mundschutz

In der Video­kon­fe­renz der Füh­rungs­grup­pe Kata­stro­phen­schutz des Land­krei­ses ging Land­rat Klaus Löff­ler unter ande­rem auf das flä­chen­decken­de Schnell­te­stan­ge­bot an aktu­ell 17 Stand­or­ten ein, das inner­halb kür­ze­ster Zeit aus dem Boden geho­ben wur­de. „Gera­de auch mit Blick aufs Oster­wo­chen­en­de bie­ten wir im Land­kreis gemein­sam mit unse­ren Part­nern umfang­rei­che Test­mög­lich­kei­ten“, beton­te der Land­rat. Dass dies in Ver­bin­dung mit dem Imp­fen und unter der Beach­tung der AHA‑L Rege­lung (Abstand hal­ten, Hygie­ne beach­ten, im All­tag Mas­ke tra­gen und regel­mä­ßi­ges Lüf­ten) eine sehr gute Stra­te­gie ist, dar­an lässt Klaus Löff­ler kei­ne Zwei­fel. Die­se aus­ge­wei­te­te Test­stra­te­gie kön­ne natür­lich – wie bei aktu­ell 49 Neu­in­fi­zier­ten spür­bar – zunächst zu stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len füh­ren. Aller­dings ist Klaus Löff­ler über­zeugt, sym­ptom­frei Infi­zier­te dadurch früh­zei­tig raus­fil­tern und damit im Ergeb­nis den Inzi­denz­wert mit­tel­fri­stig schnel­ler sen­ken zu kön­nen. „Wir sind auf einem Weg, der momen­tan zwar weh tut, aber es ist der rich­ti­ge Weg, weil wir im Bereich des Testan­ge­bo­tes und auch der Imp­fun­gen alle uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen“, erklärt Klaus Löff­ler, der mit die­sen Maß­nah­men die Hoff­nung ver­bin­det, in rund zwei bis drei Wochen dafür belohnt zu werden.

Win­fried Strauch vom Gesund­heits­amt erklär­te, dass sich das Infek­ti­ons­ge­sche­hen wei­ter­hin auf den gesam­ten Land­kreis ver­teilt. Er beton­te die Not­wen­dig­keit, sich an die Coro­na-Regeln zu hal­ten und die Infek­ti­ons­ge­fahr allei­ne dadurch zu redu­zie­ren. Gleich­zei­tig ver­wies er in sei­ner Ana­ly­se auf hohe Inzi­denz­wer­te vie­ler benach­bar­ter Land­krei­se: „Das Virus macht an der Land­kreis­gren­ze nicht Halt.“ Abtei­lungs­lei­te­rin Belin­da Quen­zer ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auf die bri­ti­sche Virus-Vari­an­te, die im Land­kreis Kro­nach mitt­ler­wei­le einen gro­ßen Teil der Infek­tio­nen aus­macht. „Wir stel­len immer häu­fi­ger fest, dass das Virus über sym­ptom­freie Infi­zier­te schnell wei­ter­ge­tra­gen wird. Des­halb ist es wich­tig, ver­stärkt Testun­gen vorzunehmen.“

Land­rat Klaus Löff­ler dank­te in die­sem Zusam­men­hang sei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, die er aus­drück­lich vor Kri­tik in Schutz nimmt: „Was hier in vie­len Berei­chen gelei­stet wird, ist aller Ehren wert und ver­dient ein beson­de­res Kom­pli­ment.“ Es wer­de ein unglaub­li­cher Auf­wand auch an Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen betrieben.

Eben die­ses außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment auch über das bevor­ste­hen­de Oster­wo­chen­en­de hin­weg führt nicht zuletzt dazu, dass das Impf­team des Land­krei­ses die geplan­ten 4500 Imp­fun­gen inner­halb von acht Tagen trotz aller Her­aus­for­de­run­gen tat­säch­lich durch­füh­ren kann, wie der ärzt­li­che Lei­ter des Impf­zen­trums, Huber­tus Franz, ver­deut­lich­te. Ein wich­ti­ger Bestand­teil der momen­ta­nen Impf­stra­te­gie des Land­krei­ses sind in die­sem Zusam­men­hang die Impf­au­ßen­stel­len. Orga­ni­sa­to­ri­scher Lei­ter Ralf Schmidt berich­te­te von ersten Erfah­run­gen aus Stein­bach am Wald, wo man von den dort geimpf­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern sehr posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen erhal­ten habe. Wäh­rend in der kom­men­den Woche die Außen­stel­le in Nord­hal­ben in Betrieb sein wird, geht es in der dar­auf­fol­gen­den Woche in Neu­ken­roth wei­ter. „Wir arbei­ten hier per­so­nell am Anschlag, um mit den Imp­fun­gen zügig vor­an­zu­kom­men“, beton­te Ralf Schmidt.

Die aktu­el­len Test­mög­lich­kei­ten sowie die Betriebs­zei­ten an den ein­zel­nen Stand­or­ten sind zu fin­den unter https://​www​.land​kreis​-kro​nach​.de/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​b​u​e​r​g​e​r​t​e​st/