Bro­se Bam­berg unter­liegt Nymburk

symbolbild basketball

Bro­se Bam­berg ver­liert am 4. Play­off­spiel­tag der Bas­ket­ball Cham­pions League mit 80:91 gegen ERA Nym­burk. Beim „Heim­spiel in Bos­ni­en“ lag Bro­se zwei Mal in der Par­tie mit 18 Punk­ten vor­ne, konn­te den Vor­sprung aber nicht über die Zeit brin­gen. Ein ver­lo­re­nes Rebound­du­ell (32/41), 18 Ball­ver­lu­ste und ein im letz­ten Vier­tel mit 19 Punk­ten heiß­ge­lau­fe­ner Lukas Paly­za waren mit aus­schlag­ge­ben­de Grün­de für die Nie­der­la­ge. Bester Bam­ber­ger Wer­fer war Cha­se Fie­ler mit 19 Punk­ten. Mit einem Sieg und drei Nie­der­la­gen hat Bro­se damit den Ein­zug ins Final8 nicht mehr in der eige­nen Hand, son­dern ist – zwei eige­ne Sie­ge gegen Sas­sa­ri vor­aus­ge­setzt – auf zwei Sie­ge von Nym­burk gegen Sara­gos­sa angewiesen.

Johan Roi­jak­kers: „Glück­wunsch an Nym­burk zum Sieg und Dank an Igo­kea für die freund­li­che Beher­ber­gung. Nym­burk spiel­te phy­si­scher als wir, das konn­ten wir nicht matchen, vor allem nicht beim Rebound. Sie haben ver­dient gewonnen.“

Bro­se Bam­berg war von Beginn an hell­wach, stand vor allem – wie schon in den letz­ten Par­tien – gut in der Defen­si­ve. Offen­siv hat­ten sie in den Anfangs­mi­nu­ten Chri­sti­an Seng­fel­der, der die ersten sechs Bam­ber­ger Punk­te erziel­te (6:2, 3.). Ein Vier-Punk­te-Spiel von Har­ding glich das Spiel nach vier Minu­ten aber zum 6:6 aus. Doch Bro­se blieb kon­zen­triert, spiel­te vor­ne sei­ne Syste­me durch, fand immer wie­der den frei­en Mann – egal ob an der Drei­er­li­nie Seng­fel­der und Fie­ler oder unter dem Korb David Kra­vish. Die letz­ten Zäh­ler des ersten Vier­tels erziel­te jedoch Miche­le Vita­li zum 20:14.

Im zwei­ten Abschnitt blieb es zunächst dabei: Bro­se war vor­ne und hin­ten domi­nant. Bis Minu­te 14 gelang den Gast­ge­bern ein 16:4‑Lauf und damit eine 18-Punk­te-Füh­rung: 36:18. Die aller­dings konn­te Bam­berg bis zur Pau­se nicht ganz hal­ten, da sich vor allem gegen Ende des Vier­tels ein paar Ball­ver­lu­ste und leich­te Abwehr­feh­ler ins Spiel ein­schli­chen. Nym­burk wuss­te die­se, zumin­dest teil­wei­se, aus­zu­nut­zen und konn­te Bro­ses Vor­sprung wie­der etwas ver­kür­zen. Nach einem Paly­za-Drei­er stand es eine Minu­te vor der Halb­zeit 42:30. Die­se Zwölf-Zäh­ler-Füh­rung hat­te auch zur Pau­se noch Bestand. Mit 44:32 ging es in die Kabinen.

Der Beginn der zwei­ten Halb­zeit gehör­te Bro­se Bam­berg, ins­be­son­de­re Devon Hall, der sechs Punk­te in Fol­ge erziel­te. Nach­dem dann auch noch Tyler Lar­son den Korb­le­ger erfolg­reich ver­senk­te, betrug die Füh­rung wie­der 18 Zäh­ler (52:34, 23.). Doch dann kam plötz­lich der Bruch ins Bam­ber­ger Spiel. Vor­ne woll­te nun nichts mehr fal­len – bis Vier­te­len­de ledig­lich noch vier Pünkt­chen. Dafür trumpf­te Nym­burk nun urplötz­lich auf, ver­kürz­te den eige­nen Rück­stand suk­zes­si­ve Punkt um Punkt. Mit einem 8:0‑Lauf been­de­ten die Gäste das drit­te Vier­tel und hat­ten die Füh­rung Bro­ses auf zwei Zäh­ler schmel­zen las­sen: 58:56.

Auch im Schluss­ab­schnitt nun das Bild der letz­ten sie­ben Minu­ten aus Vier­tel drei. Bro­se fand kei­ne Lösun­gen mehr gegen nun wie ent­fes­selt auf­spie­len­de Nym­bur­ker. Allen vor­an Lukas Paly­za lief bei den Gästen heiß. Der hat­te bis dato sie­ben Punk­te erzielt, dar­un­ter ein Drei­er. Im letz­ten Vier­tel ließ er fünf wei­te­re Distanz­wür­fe und ins­ge­samt 19 Zäh­ler fol­gen. Zu viel für Bro­se Bam­berg, die nach gut 35 Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig zurück­la­gen (65:76) und sich davon nicht mehr erho­len konn­ten. Zwar konn­ten die Gast­ge­ber drei Minu­ten vor dem Ende noch­mals auf vier Punk­te ver­kür­zen, spä­te­stens aber, nach­dem Paly­za 90 Sekun­den spä­ter den erneu­ten Drei­er zum 80:88 ver­senk­te, war die Par­tie ent­schie­den. Am Ende muss­te sich Bro­se mit 80:91 geschla­gen geben und hat nun das Errei­chen des Final8 nicht mehr in der eige­nen Hand.

Bro­se Bamberg:

Lock­hart 6, Ruoff, Fie­ler 19, Hall 17, Ogbe 2, Thomp­son, Vita­li 9, Hundt 2, Seng­fel­der 13, Kra­vish 10, Grütt­ner dnp, Lar­son 2