Sau­be­re Luft „made“ in Weidenberg

Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert informierte sich bei einem Besuch der Firma Prechtl in Weidenberg über UV-Strahler, die im Landkreis bereits in verschiedenen Behörden und Eirichtungen für saubere Luft sorgen und auch den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler in der Region sicherer machen könnten.  Auf den Bildern ist Dr. Silke Launert mit Produktionsleiter Rainer Schindler und Geschäftsführerin Bianca Prechtl zu sehen.

Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert infor­mier­te sich bei einem Besuch der Fir­ma Prechtl in Wei­den­berg über UV-Strah­ler, die im Land­kreis bereits in ver­schie­de­nen Behör­den und Eirich­tun­gen für sau­be­re Luft sor­gen und auch den Unter­richt für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in der Regi­on siche­rer machen könn­ten.
Auf den Bil­dern ist Dr. Sil­ke Lau­nert mit Pro­duk­ti­ons­lei­ter Rai­ner Schind­ler und Geschäfts­füh­re­rin Bian­ca Prechtl zu sehen.

Wei­den­berg. Infek­ti­ons­ri­si­ko Schu­le: Die Rück­kehr der Schü­ler in den Prä­senz­un­ter­richt wäh­rend der Coro­na-Kri­se ist eine poli­ti­sche Ent­schei­dung, um weit­rei­chen­de psy­chi­sche Bela­stun­gen für die Kin­der, Jugend­li­chen und Fami­li­en abzu­fe­dern, und stellt ein erhöh­tes Infek­ti­ons­ri­si­ko dar. Damit die Schü­ler nicht wei­ter abge­hängt wer­den, sind nun die Sach­auf­wands­trä­ger vor Ort gefragt, alles dafür zu tun, dass Schu­le und Unter­richt so sicher wie mög­lich statt­fin­den kön­nen. „Dazu gehö­ren Schnell­tests, Mas­ken, Lüf­ten, Abstand hal­ten und auch Lüf­tungs­an­la­gen“, sagt Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert. Nur mit guten Schutz­kon­zep­ten kön­ne man es ver­ant­wor­ten, Schu­len über­haupt zu öffnen.

Über­schau­ba­re Kosten

In Wei­den­berg hat sich Lau­nert bei einem Besuch der Fir­ma Hans Prechtl GmbH & Co. KG über die­ses The­ma infor­miert. Das Unter­neh­men für Luft­tech­nik bie­tet eine wei­te­re Lösung für einen siche­re­ren Schul­be­such: Der UV-Air Pro­tec­tor redu­ziert die Keim­be­la­stung in der Luft mit UV-Licht. Im Ein­satz sind die Strah­ler bereits im Land­rats­amt Bay­reuth, im Test­zen­trum Aichig, in Arzt­pra­xen, Restau­rants, Hotels, Kin­der­gär­ten und Bank­fi­lia­len. Schon bald könn­ten sie auch in den Klas­sen­zim­mern der Schu­len in der Regi­on ste­hen und das Infek­ti­ons­ri­si­ko mit dem Coro­na-Virus deut­lich sen­ken. Und das für rund 70 Euro pro Kind, rech­net man die Gesamt­ko­sten auf eine Schul­klas­se her­un­ter. „Die Kosten sind über­schau­bar. Es soll­te das Geld allen wert sein, wenn Kin­der so wie­der guten Gewis­sens sicher zur Schu­le gehen kön­nen“, sagt die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te. „Lüf­tungs­an­la­gen sind eine gute Ergän­zung zum Lüf­ten und zu ande­ren Maß­nah­men wäh­rend der Stun­de. Vor und nach der Schul­stun­de soll­te natür­lich trotz­dem gelüf­tet werden.

Pro­duk­ti­ons­lei­ter Rai­ner Schind­ler und Geschäfts­füh­re­rin Bian­ca Prechtl erklä­ren, dass der UV-Strah­ler in einem Raum von 50 Qua­drat­me­tern inner­halb von rund drei Stun­den 90 Pro­zent der Kei­me zer­stört. Eine 100-pro­zen­ti­ge Sicher­heit gebe es nie, sagt Schind­ler. Der Strah­ler kön­ne das Risi­ko einer Infek­ti­on aber wesent­lich reduzieren.

Einen gro­ßen Vor­teil sieht die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te in den gerin­gen Betriebs­ko­sten des Gerä­tes gegen­über ande­ren Luft­fil­ter­an­la­gen. „Der UV-Air Pro­tec­tor ist war­tungs­frei. Nur etwa alle zwei Jah­re muss der UV-Strah­ler gewech­selt wer­den. Hin­zu kom­men die gerin­gen Kosten für den Strom­ver­brauch, der mit dem einer 80-Watt-Glüh­bir­ne ver­gleich­bar ist“, sagt Schind­ler. Ande­re Lüf­tungs­an­la­gen benö­ti­gen hin­ge­gen einen regel­mä­ßi­gen Fil­ter­wech­sel und War­tung. Ein wei­te­rer Vor­teil: Das Gerät ist rela­tiv lei­se und stört den Unter­richt so kaum.

Kei­ne Gefahr für die Gesundheit

Die Tech­nik des UV-Strah­lers war schnell aus­ge­reift. Schon vor gut vier Jah­ren ent­stand ein erster Pro­to­typ. Der Gedan­ke damals: Resi­sten­ten Kran­ken­haus-Kei­men mit einer Lüf­tungs­an­la­ge ent­ge­gen­zu­wir­ken, die so beschich­tet ist, dass Bak­te­ri­en dar­auf kei­nen Nähr­bo­den haben, um sich zu ver­meh­ren. Das Mate­ri­al ist auf bio­lo­gi­scher Basis, wur­de im Labor gete­stet und ist nicht gesund­heits­schäd­lich wie ande­re Beschich­tun­gen auf Sil­ber-Ionen-Basis. Nicht gefähr­lich für die Gesund­heit sei­en auch die UV-Strah­len, erklä­ren Schind­ler und Prechtl.

Pro­blem Fach­kräf­te­man­gel und Lieferengpässe

Das Unter­neh­men Prechtl wird seit drei Genera­tio­nen fami­li­en­geführt. In den drei Nie­der­las­sun­gen in War­men­stein­ach, Wei­den­berg und Herms­dorf in Thü­rin­gen arbei­ten ins­ge­samt 80 Mit­ar­bei­ter. Ein Pro­blem, das wohl vie­le Unter­neh­men ken­nen: zu wenig Fach­kräf­te. Es sei schwie­rig Per­so­nal zu bekom­men, sagt Prechtl. Es feh­len vor allem Kon­struk­ti­ons­me­cha­ni­ker im Fach­be­reich Fein­blech, aber auch Indu­strie­me­cha­ni­ker, Indu­strie­kauf­leu­te und Lkw-Fahrer.