Bam­ber­ger SPD stellt Dring­lich­keits­an­trag für die heu­ti­ge Stadt­rats­sit­zung auf Ein­füh­rung des Tübin­ger Modells

Dring­lich­keits­an­trag der SPD-Frak­ti­on – Bam­berg soll sich als Modell­kom­mu­ne bewerben

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­mei­ster, sehr geehr­ter Herr Starke,

ange­sichts der aktu­el­len Inzi­denz­ent­wick­lung in Bam­berg stel­len wir für die heu­ti­ge Voll­sit­zung des Bam­ber­ger Stadt­ra­tes nach­fol­gen­den Dringlichkeitsantrag:

Die Stadt Bam­berg bewirbt sich beim Frei­staat Bay­ern als Modell­kom­mu­ne, um eine Test­stra­te­gie nach Tübin­ger Modell ein­zu­füh­ren. Damit soll erreicht wer­den, dass auch in Bam­berg mög­lichst schnell eine loka­le Öff­nungs­per­spek­ti­ve für Gastro­no­mie, Kul­tur und Ein­zel­han­del ent­wickelt wer­den kann.

Begrün­dung:

Wir beob­ach­ten im Moment mit gro­ßer Sor­ge ange­sichts eines immer wie­der ver­län­ger­ten Lock­downs in grö­ßer wer­den­den Tei­len der Bevöl­ke­rung eine zuneh­men­de Lethar­gie und auch ein zuneh­mend man­geln­des Ver­ständ­nis hin­sicht­lich poli­ti­scher Ent­schei­dun­gen zur Pan­de­mie­be­kämp­fung. Auch befürch­tet die Antrag­stel­le­rin zuneh­men­de Schä­den ins­be­son­de­re für die inner­städ­ti­sche Wirt­schaft. Um dem ent­ge­gen­wir­ken zu kön­nen, benö­ti­gen wir eine neue Per­spek­ti­ve für unse­re Bevöl­ke­rung und unse­re Bam­ber­ger Wirt­schaft. Ein­zel­ne Kom­mu­nen, so z.B. die Stadt Tübin­gen, ver­su­chen dies mit, von vie­len Fach­leu­ten for­mu­lier­ten, Kon­zep­ten. Vor allem erscheint eine fort­wäh­ren­des, kosten­frei­es Testan­ge­bot mit ent­spre­chen­der Zer­ti­fi­zie­rung eine erfolg­ver­spre­chen­de Stra­te­gie. Das soll­te auch in unse­rer Stadt mög­lich sein. Gera­de in einer Stadt wie Bam­berg, die im Gegen­satz zum Land­kreis kon­ti­nu­ier­lich über der 7‑Ta­ge-Inzi­denz von 50 liegt, erscheint ein sol­ches Modell­pro­jekt sinn­voll und ziel­füh­rend. Die Stadt Bam­berg soll­te sich hier­zu bemü­hen, beim Frei­staat Bay­ern ent­spre­chen­de Mit­tel zur Unter­stüt­zung eines Modell­pro­jek­tes zu erhal­ten. Gleich­zei­tig soll­ten mit der Sozi­al­stif­tung Bam­berg und der Uni­ver­si­tät Bam­berg koope­riert wer­den, damit wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se aus die­sem Kon­zept ermit­telt wer­den. Es soll­te alles dar­an­ge­setzt wer­den, dass Bam­berg nach Ostern mit die­ser Test­stra­te­gie begin­nen kann.

Kosten­deckungs­vor­schlag: Ent­nah­me aus der Rücklage

Mit freund­li­chen Grüßen
SPD-Stadt­rats­frak­ti­on