Stadt­rats­frak­ti­on GRÜ­NES BAM­BERG: „Kul­tur wird auf der Kaser­ne fest verankert“

Lagar­de: Neu­er­dings plant man län­ger­fri­stig und nach­hal­tig – zur Freu­de der Kulturaktiven

Dass die Coro­na-Pan­de­mie gera­de für den Kul­tur­be­reich etwas Gutes brin­gen könn­te – wer hät­te das gedacht? Es scheint aber so zu sein. In der Voll­sit­zung am Mitt­woch wird der Stadt­rat aller Vor­aus­sicht nach das Kul­tur­quar­tier auf der Lagar­de einen guten Schritt wei­ter­brin­gen. Und der Schritt fällt grö­ßer aus als geplant, eben wegen Corona.

Dar­über freu­en sich beson­ders die Bam­ber­ger Grü­nen – in ihrem Wahl­pro­gramm ran­gier­te ein „sozio-kul­tu­rel­les Zen­trum“ in der Lagar­de-Kaser­ne mit ganz oben. Beson­ders der grü­ne kul­tur­po­li­ti­sche Spre­cher Michi Schmitt hat­te sich zusam­men mit vie­len ehren­amt­lich akti­ven Kul­tur­schaf­fen­den vehe­ment dafür ein­ge­setzt. Er ist selbst Teil der frei­en Kul­tur­sze­ne, enga­giert bei „kon­takt – Das Kul­tur­pro­jekt“ und bei „mach­bar“, und konn­te seit sei­ner Wahl in den Stadt­rat im ver­gan­ge­nen Jahr wich­ti­ge Wei­chen mit stellen.

Die zei­gen nun also ein­deu­tig in Rich­tung Kul­tur und betref­fen die Post­hal­le, laut Plan das „Gebäu­de 7116“. Mehr als zwei Drit­tel der Post­hal­le wer­den künf­tig kul­tu­rell genutzt wer­den kön­nen: Die so genann­te Turn­hal­le als „kul­tu­rel­les Zen­trum“ für Kon­zer­te, Lesun­gen, Aus­stel­lun­gen und DJ-Aben­de, und ein wei­te­rer Teil als „Kul­tur-Café“.

Und was hat nun Coro­na Posi­ti­ves gebracht? „Eigent­lich sei es schon ein Erfolg gewe­sen, die kul­tu­rel­le Nut­zung über­haupt bei der Stadt durch­zu­set­zen“, erklärt Michi Schmitt. Geplant war, die Hal­le rudi­men­tär zu sanie­ren und mit dem Nötig­sten aus­zu­stat­ten, um sie mög­lichst schnell nutz­bar zu machen. Doch Coro­na lässt eine schnel­le Nut­zung immer wei­ter in die Fer­ne rücken. Und so hat man sich ument­schie­den – im Ein­ver­neh­men zwi­schen Kul­tur­ak­ti­ven, Kul­tur­re­fe­rat und Stadt­ver­wal­tung. „Es wird nun lang­fri­stig geplant und inve­stiert. Die Post­hal­le soll nach­hal­tig her­ge­rich­tet wer­den und wird ein fester Anker für Kul­tur und Sozio­kul­tur auf der Lagar­de“, zeigt sich Schmitt zufrieden.

Doch der Grü­nen-Stadt­rat hat die näch­sten Schrit­te bereits fest im Blick: Für die gegen­über der Post­hal­le lie­gen­de Reit­hal­le müs­se eine pas­sen­de Nut­zung gefun­den wer­den, die sich in den kul­tu­rel­len Anspruch des Kul­tur­quar­tiers ein­fügt. Und: Der Platz zwi­schen Post­hal­le und Reit­hal­le sol­le als „Kul­tur­hof“ mit Ver­an­stal­tun­gen und als Freischank­flä­che belebt werden.

Den Beschluss in der Voll­sit­zung jeden­falls sieht Michi Schmitt als Mei­len­stein für die künf­ti­ge Ent­wick­lung eines gan­zen Stadt­teils. „Die­ser Raum für Kul­tur wird das neu ent­ste­hen­de Vier­tel und die gan­ze Stadt bereichern.“