Geflü­gel­pest bei einem Wild­vo­gel im Land­kreis Lich­ten­fels nachgewiesen

All­ge­mein­ver­fü­gun­gen zum Schutz: Stall­pflicht für Geflü­gel gilt im Land­kreis Lich­ten­fels bereits seit 10. März 2021

Im Land­kreis Lich­ten­fels ist ein aktu­el­ler Fall von Geflü­gel­pest (HPAI), auch Vogel­grip­pe genannt, amt­lich bestä­tigt: Bei einem ver­en­de­ten Wild­vo­gel (Grau­gans) im Gemein­de­be­reich Alten­kunst­adt wur­de hoch­pa­tho­ge­nes Influ­en­za A Virus des Sub­typs H5N8 vom nab­tio­na­len Refe­renz­la­bor am Fried­rich-Loeff­ler-Insti­tut nachgewiesen.

Zum Schutz vor einer wei­te­ren Aus­brei­tung der Geflü­gel­pest und ins­be­son­de­re zum Schutz von Haus- und Nutz­ge­flü­gel wur­den per All­ge­mein­ver­fü­gung bereits ab dem 2. Febru­ar 2021 ver­stärk­te Bio­si­cher­heits­maß­nah­men in bestimm­ten Geflü­gel­hal­tun­gen sowie ab dem 10. März 2021 vor­sorg­lich eine Stall­pflicht für Geflü­gel im gesam­ten Land­kreis Lich­ten­fels ange­ord­net. Auf­grund der aktu­el­len Risi­ko­be­wer­tung des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (LGL) hat­te das baye­ri­sche Umwelt­mi­ni­ste­ri­um dies für alle Risi­ko­ge­bie­te in Bay­ern veranlasst.

Die All­ge­mein­ver­fü­gun­gen gel­ten sowohl für gewerbs­mä­ßi­ge Geflü­gel­hal­ter als auch für Züch­ter und Pri­vat­per­so­nen, die Geflü­gel hal­ten. Die All­ge­mein­ver­fü­gun­gen sind auf der Home­page des Land­rats­am­tes Lich­ten­fels veröffentlicht

Eine Ansteckung des Men­schen mit dem Erre­ger über infi­zier­te Wild­vö­gel oder deren Aus­schei­dun­gen ist in Deutsch­land bis­lang nicht bekannt gewor­den. Enger Kon­takt zu kran­ken oder toten Tie­ren soll­te aber ver­mie­den, tote Wild­vö­gel soll­ten nicht berührt oder bewegt werden.

Hin­wei­se zu Übertragungswegen

Die Geflü­gel­pest äußert sich bei Hüh­nern bei­spiels­wei­se in Lei­stungs­ab­fall, Apa­thie, Atem­not, Schwel­lun­gen der Kopf­re­gi­on, Durch­fall und dadurch, dass die Tie­re völ­lig uner­war­tet ster­ben. Infi­zier­te Was­ser­vö­gel zei­gen häu­fig kei­ner­lei Anzei­chen, über­tra­gen die Krank­heit aber auf ande­re Geflü­gel­ar­ten. Wer meh­re­re tote Vögel am sel­ben Ort tot auf­fin­det, wird gebe­ten, sich beim Vete­ri­när­amt unter der Tele­fon­num­mer 09571/18231 oder per E‑Mail (veterinaerwesen@landkreis-lichtenfels) de zu melden.

Das Vete­ri­när­amt im Land­rats­amt Lich­ten­fels weist dar­auf hin, dass Geflü­gel­hal­ter die Art und Anzahl der gehal­te­nen Tie­re, den Stand­ort des Stalls, die Art der Nut­zung und die Betriebs­num­mer bei der Behör­de unter den oben­ste­hen­den Kon­takt­da­ten ver­pflich­tend mel­den müssen.

Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zur Geflü­gel­pest in Bay­ern sowie ein Merk­blatt für Geflü­gel­hal­ter und eine bay­ern­wei­te Kar­te, aus denen sich die betrof­fe­nen Gebie­te erge­ben, sind auf der Sei­te des Lan­des­am­tes für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (www​.lgl​.bay​ern​.de) unter dem Stich­wort „Geflü­gel­pest“ verfügbar.