Rat­haus­Re­port der Stadt Erlan­gen vom 16. März 2021

ADFC-Fahr­rad­kli­ma­test: Erlan­gen auf 2. Platz der Spitzenreiter 

Erlan­gen ist beim Fahr­rad­kli­ma­test des All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad-Clubs (ADFC) mit dem 2. Platz in der Kate­go­rie „Spit­zen­rei­ter“ der Grö­ßen­klas­se 100.000 bis 200.000 Ein­woh­ner aus­ge­zeich­net wor­den und ver­tei­digt damit sei­nen Titel von 2018. Am Diens­tag­vor­mit­tag ist in Ber­lin das Ergeb­nis offi­zi­ell bekannt­ge­ge­ben wor­den. Ober­bür­ger­mei­ster Flo­ri­an Janik wohn­te der vir­tu­el­len Aus­zeich­nungs­ver­an­stal­tung bei. Die Urkun­de über­reich­ten vor dem Bild­schirm Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ster Andre­as Scheu­er und der ADFC-Bun­des­vor­sit­zen­de Ulrich Syberg. Mit im Ren­nen waren die Städ­te Göt­tin­gen (1. Platz) und Hei­del­berg (3. Platz). Bay­ern­weit kann Erlan­gen sei­ne Spit­zen­po­si­ti­on hal­ten. Bereits 2018 lag die Uni­ver­si­täts­stadt auf dem ersten Platz im baye­ri­schen Fahrradklima-Ranking.

„Das Fahr­rad ist das kli­ma­freund­li­che Ver­kehrs­mit­tel der Zukunft. Die Erlan­ge­rin­nen und Erlan­ger wis­sen: Rad­fah­ren ist ver­nünf­tig und macht zudem Spaß. Unse­re Ergeb­nis­se sind eine tol­le Bestä­ti­gung dafür, was schon erreicht ist. Und sie sind ein Ansporn, an den kri­ti­schen Stel­len nach­zu­ar­bei­ten und noch bes­ser zu wer­den. Mit dem kürz­lich beschlos­se­nen ‚Zukunfts­plan Fahr­rad­stadt‚ haben wir uns auf den Weg gemacht“, kom­men­tier­ten Ober­bür­ger­mei­ster Flo­ri­an Janik und Bau­re­fe­rent Josef Weber die Platzierung.

79 Pro­zent der Befrag­ten macht das Rad­fah­ren in Erlan­gen Spaß. 93 Pro­zent geben an, dass in ihrer Stadt Jung und Alt radeln. Drei Vier­tel (75 Pro­zent) füh­len sich beim Rad­fah­ren als Ver­kehrs­teil­neh­mer akzep­tiert und 73 Pro­zent der Rad­fah­ren­den sagen, dass in Erlan­gen fürs Rad­fah­ren gewor­ben wird. 65 Pro­zent der Befrag­ten berich­ten, dass sie sich beim Rad­fah­ren in Erlan­gen sicher füh­len und 50 Pro­zent geben an, dass auch jun­ge und älte­re Men­schen auf den ört­li­chen Rad­we­gen sicher fah­ren kön­nen. 60 Pro­zent mei­nen, dass es sel­ten Kon­flik­te mit Fuß­gän­gern gibt und knapp die Hälf­te (49 Pro­zent) begeg­net auf den Rad­we­gen in Erlan­gen kei­nen Hindernissen.

Mit einer Gesamt­no­te von 3,3 ist jedoch auch in Erlan­gen noch Luft nach oben, was den Rad­ver­kehr betrifft. 57 Pro­zent der Rad­fah­ren­den sagen, es gibt häu­fig Kon­flik­te mit Auto­fah­rern, 67 Pro­zent bemän­geln feh­len­de Kon­trol­len von Falsch­par­kern auf Rad­we­gen. Zudem fin­den 60 Pro­zent der Rad­ler die Wege zu schmal. Bei den Ampel­schal­tun­gen sagen 64 Pro­zent, dass sie nicht auf Rad­fah­ren­de abge­stimmt sind 62 Pro­zent sind unzu­frie­den mit den Rad­we­ge­füh­run­gen an Bau­stel­len, wo sie mei­stens zum Abstei­gen und Schie­ben gezwun­gen werden.

Rund die Hälf­te der Befrag­ten (49 Pro­zent) gibt an, dass es in der Coro­na Zeit in Erlan­gen kei­ne hand­fe­sten Signa­le für mehr Fahr­rad­freund­lich­keit gege­ben hat. Gleich­zei­tig hat die Bedeu­tung des Fahr­ra­des nach Mei­nung von 61 Pro­zent wäh­rend der Pan­de­mie zugenommen.

„Dass die Ver­wal­tung und die Stadt­po­li­tik die aktu­el­le und zukünf­ti­ge Bedeu­tung des Rad­ver­kehrs klar erkannt haben, zeigt die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit mit dem Rad­ent­scheid Erlan­gen“, meint Klaus Hel­gert vom ADFC Erlan­gen. „Es ist für uns alle eine gro­ße Chan­ce, dass mit dem im Febru­ar im Stadt­rat ver­ab­schie­de­ten Zukunfts­plan Fahr­rad­stadt Erlan­gen“ nun klar die Wei­chen für mehr Fahr­rad gesetzt wur­den“, sag­te er.

Im Febru­ar hat der Stadt­rat den Zukunfts­plan Fahr­rad­stadt beschlos­sen. Bis 2024 sol­len die per­so­nel­len Res­sour­cen für den Rad­ver­kehr deut­lich aus­ge­baut, deut­lich mehr Rad­ab­stell­ala­gen gebaut, die Lasten­rad-Flot­te für die kosten­lo­se Nut­zung soll erwei­tert wer­den und bis 2022 zwei Fahr­rad­stra­ßen pro Jahr umge­setzt werden.

Muse­ums­be­such nur mit Anmeldung

Auf­grund erhöh­ter Inzi­denz­wer­te in Erlan­gen ist ein Besuch des Stadt­mu­se­ums nur noch mit vor­he­ri­ger Anmel­dung mög­lich. Inter­es­sier­te müs­sen sich vor­ab unter der Tele­fon­num­mer 09131 86–2300 anmel­den. Das Muse­um ist diens­tags, mitt­wochs und frei­tags von 9:00 bis 17:00 Uhr, don­ners­tags von 9:00 bis 20:00 Uhr sowie sams­tags, sonn- und fei­er­tags von 11:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.

Der Ein­tritt ist der­zeit frei. Füh­run­gen durch die aktu­el­len Aus­stel­lun­gen sind bis auf Wei­te­res lei­der nicht mög­lich. Online-Ange­bo­te sind auf der Inter­net­sei­te www​.erlan​gen​.de/​s​t​a​d​t​m​u​s​eum zu finden.