Bericht der CSU Dormitz aus der Gemein­de­rats­sit­zung vom 11.03.2021

Tages­ord­nung:

  1. Geneh­mi­gung der öffent­li­chen Sit­zungs­nie­der­schrift vom 18.02.2021
  2. Antrag der FW-UBD e.V. zur Abstim­mung über ein Rats­be­geh­ren mit der Fra­ge­stel­lung: „Sind Sie für den Bau der Orts­um­ge­hung west­lich von Dormitz (St 2240)?“
  3. Haus­halts­pla­nung 2021 
    1. Vor­be­ra­tung der inve­sti­ven Maß­nah­men zum Haus­halt 2021
    2. Anträ­ge der CSU-Frak­ti­on zum Haus­halt 2021
  4. Fried­hofs­we­sen; Ver­ga­be der Arbei­ten für das neue Urnengrabfeld
  5. Bekannt­ga­be von Beschlüs­sen aus nicht-öffent­li­cher Sitzung
  6. Infor­ma­tio­nen

Sit­zungs­ver­lauf

Nach der Geneh­mi­gung der Sit­zungs­nie­der­schrift ging es im Tages­ord­nungs­punkt 2 um den erneu­ten Antrag der FW zur Abstim­mung über ein Rats­be­geh­ren bezüg­lich der Umge­hungs­stra­ße. In der Febru­ar Sit­zung war die Auf­nah­me die­ses Antrags von der Gemein­de­rats­mehr­heit abge­lehnt wor­den. Als Begrün­dung für den regu­lä­ren Antrag vom 26.02. wur­de ange­führt, dass die Anzahl von Ein­wen­dun­gen zum Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren vom 27.09.2018 – in Höhe von ca. 1600 – kein ein­deu­ti­ges Stim­mungs­bild der Dormit­zer Bür­ger erken­nen lasse.
Dabei muss ange­merkt wer­den, dass die­se Zahl grund­sätz­lich falsch ist. Hier­bei han­delt es sich um die Anzahl der Ein­wen­dun­gen bezüg­lich der Umfah­rung von Neun­kir­chen am Brand (ST2243 – sie­he Ant­wort Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung vom 18.10.2019 Druck­sa­che 18/3582, PDF-Datei, 300KB).

Wei­ter steht die Zahl der Ein­wen­dun­gen weder für die Anzahl der Dormit­zer noch über­haupt für die Zahl von Bür­gern wel­che Ein­wen­dun­gen erho­ben haben. Jeder darf unab­hän­gig vom Wohn­ort eine, meh­re­re oder eine Viel­zahl von Ein­wen­dun­gen zu die­ser Plan­fest­stel­lung erhe­ben. Ins­be­son­de­re sei hier auf die Ein­wen­dungs­vor­drucke ver­wie­sen, wel­che von ent­spre­chen­den Inter­es­sen­ver­bän­den über Inter­net etc. an ihre Anhän­ger ver­teilt wur­den, um den Schein einer wesent­li­chen Oppo­si­ti­on bei den betei­lig­ten Staats­be­hör­den zu erzeugen.
Somit ent­behrt die obi­ge Argu­men­ta­ti­on jeg­li­cher Grund­la­ge. Zudem hat der Gemein­de­rat in der vor­he­ri­gen Sit­zung, wie in meh­re­ren Amts­pe­ri­oden davor, bereits einen Beschluss für den Bau der Umge­hungs­stra­ße gefasst.
Der Antrag wur­de wie in der Febru­ar­sit­zung abgelehnt.

Im Punkt 3.1. wur­de ein Vor­ent­wurf zum Ver­mö­gens­haus­halt für 2021 von Bür­ger­mei­ster Bezold vor­ge­stellt. Die Ver­ab­schie­dung ist für April angesetzt.
Im wei­te­ren Ver­lauf wur­den die geplan­ten Ein­nah­men und Aus­ga­ben des Ver­mö­gens­haus­hal­tes kurz vorgestellt.

Ein­nah­men (>100.000 Euro):

  • Kre­dit­auf­nah­me in Höhe von 1 Mil­li­on Euro
  • Ent­nah­me aus der Rück­la­ge in Höhe von 600.000 Euro.
  • Staat­li­che För­de­rung für den KiTa-Neu­bau im Jahr 2021 in Höhe von 300.000 Euro (ins­ge­samt 1,8 Mil­lio­nen Euro, dies ent­spricht weni­ger als 50% För­de­rung der Gesamt­ko­sten ohne Grund­stück von mitt­ler­wei­le geplan­ten 3,7 Mil­lio­nen Euro; bei der Haus­halts­pla­nung im Vor­jahr war man noch von 1,6 Mil­lio­nen Euro För­de­rung bei Gesamt­ko­sten von 2,7 Mil­lio­nen Euro ausgegangen)
  • Staat­li­che Inve­sti­ti­ons­pau­scha­le von 126.500 Euro
  • Zuschüs­se für die Städ­te­bau­för­de­rung von 105.000 Euro

Aus dem Ver­wal­tungs­haus­halt, der mit ca. 4 Mil­lio­nen Euro geplant wird, wird es laut aktu­el­lem Stand kei­ne Über­lei­tung in den Ver­mö­gens­haus­halt geben.

Aus­ga­ben (>100.000 Euro )

  • KiTa-Neu­bau im Jahr 2021: 1,3 Mil­lio­nen Euro (2022: 1,9 Mil­lio­nen Euro, 2023: 500.000 Euro)
  • Inve­sti­ti­ons­pau­scha­le Abwas­ser­ver­band 150.000 Euro (2022– 2024: 550.000 Euro).
  • Abwas­ser­sa­nie­rung Kir­chen­stra­ße und Ober­flä­chen­was­ser Rosen­ba­cher Stra­ße 150.000 Euro
  • 25.000 Euro Regen­über­lauf­becken „RÜB17“ (2023- 2024: 500.000 Euro)
  • Geh­weg­ver­bin­dung von der Stein­wehr­stra­ße nach Klein­dormitz 210.000 Euro (2022: 100.000 Euro)
  • Bar­rie­re­frei­er Aus­bau der Bus­hal­te­stel­len 50.000 Euro (2022: 170.000 Euro)

In der wei­te­ren Bespre­chung merk­te Gemein­de­rat Schmitt unter ande­rem an, dass die Mit­tel zum Hang­was­ser­be­sei­ti­gungs­kon­zept, des­sen Umset­zung der Gemein­de­rat am 17.9.2020 beschlos­sen hat­te, für die Maß­nah­me am Tie­fen Weg (höher als 100.000 Euro) fehl­ten. Bei Aus­blei­ben der Umset­zung müss­te die Gemein­de Straf­zah­lun­gen an den Abwas­ser­ver­band lei­sten, wie der Bür­ger­mei­ster mehr­fach geschil­dert hatte.

Bei der Stra­ßen­sa­nie­rung soll­ten laut Mei­nung von Schmitt vor­ran­gig die Schä­den der Orts­stra­ßen in der Rei­hen­fol­ge gemäß Scha­dens­ka­ta­ster berück­sich­tigt wer­den und nicht nur Schot­ter­we­ge, da deren Schä­den von Jahr zu Jahr grö­ßer wür­den und somit kost­spie­li­ger zu behe­ben sei­en. Außer­dem sei­en hier­für vor­ge­se­he­ne Mit­tel in Höhe von 30.000 Euro im Jahr 2020 nicht ver­wen­det worden.

Inve­sti­tio­nen für die Sanie­rung der Schu­le feh­len in der Pla­nung bis 2024 völ­lig, wäh­rend ihr Zustand bereits in der letz­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode von Bür­ger­mei­ster und Gemein­de­rat bemän­gelt wurde.

Unter 3.2. wur­den die 13 Anträ­ge der CSU-Frak­ti­on behan­delt, die im Novem­ber zum Haus­halt 2021 gestellt wur­den (sie­he https://​www​.csu​.de/​v​e​r​b​a​e​n​d​e​/​o​v​/​d​o​r​m​i​t​z​/​a​n​t​r​a​ege „Anträ­ge vom 3.11.2020“).

Zuge­stimmt wur­de dem Antrag der wei­te­ren Umstel­lung auf LED-Beleuch­tung (1), sowie der Punk­te bezüg­lich der Sanie­rung des Fried­hofs (4).

Zwi­schen­zeit­lich über­holt hat­te sich der Antrag (6) auf detail­lier­te Kosten­pla­nung des Kin­der­gar­ten Neu­baus, da die­se in der Sit­zung vom Dezem­ber durch den Gemein­de­rat beschlos­sen wur­de. Bür­ger­mei­ster Bezold sag­te aber wie im Antrag gefor­dert zu, dem Gemein­de­rat bis zur näch­sten Sit­zung die von der Regie­rung von Ober­fran­ken geneh­mig­te Bedarfs­pla­nung vorzulegen.

Die wei­te­ren Anträ­ge wur­den abge­lehnt. Hier­bei han­delt es sich um:

  • (2) einen höhe­ren Betrag für die Sanie­rung der Ortsstraßen
  • (3) Behe­bung aku­ter Schä­den der Geh­we­ge an der Hauptstraße
  • (5) Sanie­rung der Lauf­bahn und Sprunggrube
  • (7) Kosten­pla­nung der Schulrenovierung
  • (8) Wie­der­be­le­bung des Jugend­club „Leucht­turm“
  • (9) Aus­wei­tung der Feri­en­be­treu­ung für die Jahr­gangs­stu­fen 5 und 6
  • (10) Pro­be­pha­se bei der ÖPNV Linie 209 mit Redu­zie­rung auf eine Tarif­stu­fe bis Erlangen
  • (11) Errich­tung von PV-Anla­gen auf Gebäu­den der Gemein­de Dormitz (Rat­haus, KiTa, FFW, Bauhof)
  • (12) Errich­tung einer wei­te­ren, öffent­li­chen Lade­säu­le für E‑Autos
  • (13) Pla­nung für PV-Frei­flä­chen­an­la­gen auf dem Gemeindegebiet

Im Tages­ord­nungs­punkt 4 ging es um die Auf­trags­ver­ga­be für ein wei­te­res Urnen­grab­feld an der Stel­le der alten Fried­hofs­hal­le. Der wirt­schaft­lich­ste Anbie­ter ist die Fir­ma Gar­ten­X­clu­siv aus Neun­kir­chen am Brand, mit einem Ange­bot von 38.704,75 Euro brut­to. Der Gemein­de­rat erteil­te hier­zu den Auftrag.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen oder Beschlüs­se aus nicht-öffent­li­chen Sit­zun­gen wur­den nicht bekannt gegeben.