Bür­ger­mei­ster im Land­kreis Bam­berg for­dern Grundsteuer‑C

Brief der Bür­ger­mei­ster an den Vor­sit­zen­den des Kreis­ver­bands Bam­berg des Baye­ri­schen Gemein­de­tags, Bür­ger­mei­ster Wolf­gang Desel:

For­de­rung: Ein­füh­rung der Grund­steu­er C

Sehr geehr­ter Herr Kreis­vor­sit­zen­der Desel,

wir, die Unter­zeich­ner, bit­ten um Beschluss­fas­sung über fol­gen­de Reso­lu­ti­on in der kom­men­den Kreisverbandsversammlung:

Mit der Reform der Grund­steu­er hat der Bun­des­tag die Mög­lich­keit geschaf­fen, unge­nutz­te Bau­grund­stücke mit einer eige­nen Grund­steu­er als Bau­land­steu­er zu bele­gen. In die­ser Grund­steu­er C sieht der Kreis­ver­band des Baye­ri­schen Gemein­de­ta­ges ein wich­ti­ges Instru­ment zur Bele­bung inner­ört­li­cher Brach­flä­chen. Denn viel­fach blei­ben vor Jahr­zehn­ten aus­ge­wie­se­ne Bau­flä­chen unbe­baut und ver­ur­sa­chen so in mehr­fa­cher Hin­sicht den Gemein­den Kosten.

  • Es sind Erschlie­ßungs­ko­sten ange­fal­len, die teil­wei­se nicht in vol­ler Höhe umge­legt wer­den können.
  • Es kön­nen Her­stel­lungs­bei­trä­ge vor allem für Was­ser­ver- und Abwas­ser­ent­sor­gung nicht umge­legt werden.
  • Der Stra­ßen­un­ter­halt fällt am nicht bebau­ten Grund­stück an.
  • Auch sämt­li­che Was­ser- und Abwas­ser­ent­sor­gungs­ein­rich­tun­gen müs­sen für die nicht bebau­ten Grund­stücke unter­hal­ten wer­den – ohne die Mög­lich­keit, die Eigen­tü­mer hier heranzuziehen.
  • Weil inner­ört­li­che Flä­chen brach lie­gen blei­ben, müs­sen die Gemein­den neu­es Bau­land am Orts­rand aus­wei­sen. Land­schaft wird ver­braucht, obwohl – oder gera­de weil – inner­ört­lich Bau­land leer steht.
  • Der Stra­ßen­un­ter­halt ist im Bereich unbe­bau­ter Grund­stücke meist höher: kein Win­ter­dienst, kei­ne regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung der Rin­nen, des Straßenkörpers.

Die Mög­lich­keit der Erhe­bung einer beson­de­ren Grund­steu­er C für sol­che unge­nutz­te Bau­plät­ze bie­tet daher den Gemein­den die Chan­ce, ihre Inve­sti­tio­nen in die Bau­ge­biets­aus­wei­sung zu amor­ti­sie­ren, die ande­ren Gemein­de­bür­ger von den für die­se Grund­stücke anfal­len­den Mehr­ko­sten zu ent­la­sten, Innen­or­te zu bele­ben und den Land­schafts­ver­brauch durch Aus­wei­sung immer neu­er Bau­land­flä­chen zu reduzieren.

In dem der­zeit von der Staats­re­gie­rung vor­ge­leg­ten Ent­wurf für die Reform des Lan­des­steu­er­ge­set­zes macht die Staats­re­gie­rung von die­ser Mög­lich­keit zur Ent­la­stung der Kom­mu­nen und Redu­zie­rung des Flä­chen­ver­brauchs sträf­lich kei­nen Gebrauch. Dies ist das Aus­las­sen einer Groß­chan­ce zur Unter­stüt­zung der Kommunen.

Der Kreis­ver­band Bam­berg des Baye­ri­schen Gemein­de­tags for­dert die Staats­re­gie­rung daher auf, die­sen Ent­wurf des Lan­des­grund­steu­er­ge­set­zes zu über­ar­bei­ten und um die vor­ge­se­he­ne Grund­steu­er C zu ergänzen.

Vie­len Dank für die Unterstützung!

Mit freund­li­chen Grüßen

  • Car­sten Joneitis
    1.Bürgermeister
    Gemein­de Oberhaid
  • Jonas Merz­ba­cher
    1. Bürgermeister
    Gemein­de Gundelsheim
  • Man­fred Deinlein
    1. Bürgermeister
    Gemein­de Reckendorf
  • Ste­fan Reichold
    1. Bürgermeister
    Markt Heiligenstadt
  • Gerd Schnei­der
    1. Bürgermeister
    Gemein­de Memmelsdorf
  • Micha­el Bergrab
    1. Bürgermeister
    Gemein­de Lisberg