Col­lo­qui­um Histo­ri­cum Wirsber­gen­se lädt zu Online-Vor­trag zur Adels­ge­schich­te Frankens

Neues Schloss Rauenstein (Lkr. Sonneberg), um 1680 unter Hans Sigmund von Schaumberg erbaut
Neues Schloss Rauenstein (Lkr. Sonneberg), um 1680 unter Hans Sigmund von Schaumberg erbaut

Das Col­lo­qui­um Histo­ri­cum Wirsber­gen­se (CHW) lädt für Don­ners­tag, 11. März, 18.30 Uhr, zu einem Online-Vor­trag ein. Kreis­hei­mat­pfle­ger Tho­mas Schwäm­m­lein M.A. aus Son­ne­berg berich­tet über die Rit­ter­gü­ter Rau­en­stein und Thun­dorf, den schaum­ber­gi­schen Gesamt­be­sitz und sein Ende.

„Schaum­ber­gi­sche Gan­er­ben des Burg­frie­dens zu Rau­en­stein und des Burg­graftums zu Thun­dorf“ war über drei Jahr­hun­der­te – vom spä­ten 15. bis zum frü­hen 18. Jahr­hun­dert – die gebräuch­li­che Bezeich­nung für die Sach­wal­ter des Gesamt­be­sit­zes der nie­der­ad­li­gen Fami­lie. Eine moder­ne Dar­stel­lung der Ver­bin­dun­gen zwi­schen dem süd­thü­rin­gi­schen Rau­en­stein (Gmd. Fran­ken­blick, Lkr. Son­ne­berg) und dem unter­frän­ki­schen Thun­dorf (Lkr. Bad Kis­sin­gen) fehlt bis heu­te. Ganerb­schaf­ten, eine Art Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft zur Wah­rung fami­liä­rer Rech­te, gab es in Fran­ken nicht gera­de weni­ge. Doch darf der schaum­ber­gi­schen Ganerb­schaft eine gewis­se Pro­mi­nenz zuge­bil­ligt wer­den, weil sie Ein­gang in die staats­wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur des 18. Jahr­hun­derts gefun­den hat. Gekenn­zeich­net war die Geschich­te des Gesamt­be­sit­zes von stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen der adli­gen Fami­lie mit der Lan­des­herr­schaft in der säch­si­schen Pfle­ge Coburg wie im Hoch­stift Würz­burg, von sehr kom­pli­zier­ten Ver­men­gun­gen von Reichs­le­hen, säch­si­schen und würz­bur­gi­schen Mann­le­hen und Eigen­be­sitz sowie von mit­un­ter lang­wie­ri­gen Pro­zes­sen vor dem Reichs­hof­rat. In bei­den Orten haben sich als Zeug­nis­se schaum­ber­gi­scher Herr­schaft die Reste der mit­tel­al­ter­li­chen Bur­gen sowie früh­neu­zeit­li­che Schloss­bau­ten erhalten.

Der Vor­trag ist öffent­lich. Er ist kosten­frei und ohne Vor­anmel­dung zugäng­lich. Die Zugangs­da­ten sind auf der Home­page des CHW beim jewei­li­gen Ter­min ange­ge­ben: www​.chw​-fran​ken​.de. Dort ist auch Infor­ma­ti­on über die wei­te­re Ver­eins­ar­beit zu finden.