Bay­reu­ther Grü­ne und Unab­hän­gi­ge wol­len Sit­zun­gen des Stadt­rats künf­tig als Hybrid­sit­zung durchführen

Grü­ne und Unab­hän­gi­ge stel­len Prüfantrag

Der Baye­ri­sche Land­tag hat am 4. März 2021 einen Gesetz­ent­wurf beschlos­sen, wonach vor dem Hin­ter­grund der Pan­de­mie­si­tua­ti­on – jedoch nicht auf die­se beschränkt – zunächst befri­stet bis Ende 2022 die Grund­la­ge für eine audio­vi­su­el­le Sit­zungs­teil­nah­me geschaf­fen wur­de. Die Grü­nen und Unab­hän­gi­gen haben daher einen Prüf­an­trag ein­ge­reicht. Sie wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Sit­zun­gen des Bay­reu­ther Stadt­rats, sei­ner Aus­schüs­se und son­sti­gen Gre­mi­en künf­tig als sog. Hybrid­sit­zun­gen, d.h. nicht als rei­ne vir­tu­el­le Sit­zun­gen, son­dern immer mit einer zah­len- und quo­ten­mä­ßig begrenz­ten Zuschal­tung der Gemein­de­rats­mit­glie­der, erfol­gen können.

„Wir sehen das Gesetz als Chan­ce, in Pan­de­mie­zei­ten die Kon­tak­te für Mitarbeiter*innen der Ver­wal­tung, inter­es­sier­te Bürger*innen, Medienvertreter*innen und Stadträt*innen so gering wie mög­lich zu hal­ten, und so ihren Bei­trag zu einer Redu­zie­rung des Infek­ti­ons­ge­sche­hens zu lei­sten“, so die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Sabi­ne Stei­nin­ger. „Dar­über hin­aus bie­ten audio­vi­su­el­le Sit­zun­gen einer inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit, die sich nicht extra ins Neue Rat­haus bege­ben muss, die Mög­lich­keit, die Dis­kus­sio­nen im öffent­li­chen Sit­zungs­teil der Gre­mi­en direkt und inten­si­ver zu ver­fol­gen als bisher.“

Da die Mög­lich­keit der Hybrid­sit­zun­gen, wenn lei­der auch zunächst nur befri­stet bis Ende 2022, nicht aus­schließ­lich auf die Pan­de­mie­si­tua­ti­on beschränkt ist, sieht Stadt­rat Dr. Klaus Wührl-Strul­ler noch wei­te­re Vor­tei­le: „Ich erhof­fe mir, dass die Stadt Bay­reuth zügig die Mög­lich­keit nutzt und künf­tig die Sit­zun­gen des Stadt­rats und sei­ner Gre­mi­en als Hybrid­sit­zung durch­führt. So kann die Ver­ein­bar­keit von Man­dat, Beruf und Fami­lie erleich­tert wer­den.“ Der unab­hän­gi­ge Stadt­rat erhofft sich eine Auf­he­bung der Befri­stung, um so zum Bei­spiel mehr jün­ge­re und mehr weib­li­che Kandidat*innen für ein Man­dat zu begei­stern, deren Enga­ge­ment häu­fig an feh­len­der Kin­der­be­treu­ung scheitert.