Her­zo­gen­au­ra­cher Scha­eff­ler AG schließt Geschäfts­jahr 2020 mit star­kem vier­ten Quar­tal ab

Schaeffler in Herzogenaurach. Foto: Klaus Rosenfeld
Schaeffler in Herzogenaurach. Foto: Klaus Rosenfeld

Scha­eff­ler Grup­pe trotz wäh­rungs­be­rei­nig­tem Umsatz­rück­gang um 10,4 Pro­zent gut durch die Kri­se gekommen

Der welt­weit täti­ge Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer Scha­eff­ler hat heu­te sei­ne Ergeb­nis­se für das Geschäfts­jahr 2020 ver­öf­fent­licht. Die glo­ba­le Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie führ­te zu einem deut­li­chen Umsatz­rück­gang. Der Umsatz der Scha­eff­ler Grup­pe lag bei 12,6 Mil­li­ar­den Euro (Vor­jahr: rund 14,4 Mil­li­ar­den Euro). Wäh­rungs­be­rei­nigt sank der Umsatz um 10,4 Pro­zent. Von der nega­ti­ven Ent­wick­lung waren alle Spar­ten betrof­fen. Jedoch trat in der zwei­ten Jah­res­hälf­te und ins­be­son­de­re im vier­ten Quar­tal eine spür­ba­re Ver­bes­se­rung gegen­über dem 1. Halb­jahr ein, zu der alle Spar­ten bei­getra­gen haben. Von den vier Regio­nen konn­te sich Chi­na am schnell­sten erho­len und schloss das Jahr auf wäh­rungs­be­rei­nig­ter Basis mit einem Umsatz­plus von 8,7 Pro­zent ab. In den Regio­nen Ame­ri­cas, Euro­pa und Asien/​Pazifik war die Umsatz­ent­wick­lung rückläufig.

Das Ergeb­nis vor Finanz­ergeb­nis und at-Equi­ty bewer­te­ten Betei­li­gun­gen und Ertrag­steu­ern (EBIT) war von Son­der­ef­fek­ten in Höhe von 946 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 372 Mil­lio­nen Euro) bela­stet. Die­se betra­fen vor allem die Aus­wei­tung der bereits im Jahr 2019 eta­blier­ten Trans­for­ma­ti­ons- und Effi­zi­enz­pro­gram­me RACE (Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies), GRIP (Auto­mo­ti­ve After­mar­ket) und FIT (Indu­stri­al) sowie die Wert­min­de­rung des der Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies zuge­ord­ne­ten Geschäfts- oder Fir­men­werts und führ­ten zu einem EBIT von minus 143 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 790 Mil­lio­nen Euro).

Die EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten lag trotz des Umsatz­rück­gangs bei 6,4 Pro­zent (Vor­jahr: 8,1 Pro­zent). Hier zeig­te sich, dass die initi­ier­ten Maß­nah­men im Rah­men der Spar­ten-Pro­gram­me sowie zusätz­li­che Kosten­an­pas­sun­gen wir­ken. Nach einem schwa­chen ersten Halb­jahr mit 1,2 Pro­zent EBIT-Mar­ge ver­bes­ser­te sich die­se im zwei­ten Halb­jahr auf 10,5 Pro­zent und lag damit auch über Vor­jahr (8,4 Prozent).

Das den Anteils­eig­nern des Mut­ter­un­ter­neh­mens zuzu­rech­nen­de Kon­zern­er­geb­nis betrug im Berichts­zeit­raum minus 424 Mil­lio­nen Euro nach 428 Mil­lio­nen Euro im Vor­jahr. Das Ergeb­nis je Vor­zugs­ak­tie lag bei minus 0,63 Euro (Vor­jahr: 0,65 Euro).

Das den Anteils­eig­nern zuzu­rech­nen­de Kon­zern­er­geb­nis vor Son­der­ef­fek­ten betrug 325 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 686 Mil­lio­nen Euro). Auf die­ser Basis wird der Vor­stand der Scha­eff­ler AG der Haupt­ver­samm­lung die Zah­lung einer Divi­den­de in Höhe von 25 Cent je Vor­zugs­ak­tie (Vor­jahr: 45 Cent) vor­schla­gen. Dies ent­spricht einer Aus­schüt­tungs­quo­te von rund 50 Pro­zent (Vor­jahr: rund 43 Pro­zent) bezo­gen auf das den Anteils­eig­nern zuzu­rech­nen­de Kon­zern­er­geb­nis vor Sondereffekten.

Star­ker Auf­trags­ein­gang in der E‑Mobilität in Auto­mo­ti­ve Technologies

Die Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies erziel­te einen Umsatz in Höhe von 7.821 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 9.044 Mil­lio­nen Euro). Wäh­rungs­be­rei­nigt ging der Umsatz im Ver­gleich zum Vor­jahr um 11,6 Pro­zent zurück. In einem ohne­hin rück­läu­fi­gen Markt­um­feld wur­de die Umsatz­ent­wick­lung im Berichts­jahr mas­siv durch die Aus­wir­kun­gen der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie bela­stet. Welt­weit ging die Auto­mo­bil­pro­duk­ti­on um rund 16 Pro­zent zurück. Die­sem nega­ti­ven Trend konn­te sich auch Scha­eff­ler nicht ent­zie­hen. Gleich­wohl ent­wickel­te sich der Umsatz in der zwei­ten Jah­res­hälf­te posi­tiv und über­traf den Vor­jah­res­zeit­raum um 3,5 Pro­zent. Ins­ge­samt erreich­te die Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies so eine Out­per­for­mance von mehr als 4 Pro­zent­punk­ten gegen­über dem Markt. Die Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies erziel­te im Berichts­jahr ein Auf­trags­ein­gangs­vo­lu­men von 10,2 Mil­li­ar­den Euro. Hier­von ent­fie­len 2,7 Mil­li­ar­den Euro auf den Unter­neh­mens­be­reich E‑Mobilität, was deut­lich über der Ziel­vor­ga­be von 1,5 bis 2 Mil­li­ar­den Euro lag.

Der star­ke Rück­gang der welt­wei­ten Auto­mo­bil­pro­duk­ti­on führ­te im Berichts­jahr in drei von vier Regio­nen zu Umsatz­rück­gän­gen. Beson­ders betrof­fen war Euro­pa, wo der Umsatz wäh­rungs­be­rei­nigt um minus 19,7 Pro­zent zurück­ging. Die Regi­on Ame­ri­cas ver­zeich­ne­te ein Umsatz­mi­nus von wäh­rungs­be­rei­nigt 13,7 Pro­zent. In der Regi­on Grea­ter Chi­na stieg der Umsatz wäh­rungs­be­rei­nigt um 5,8 Pro­zent. In der Regi­on Asien/​Pazifik ging der Umsatz wäh­rungs­be­rei­nigt um minus 13,2 Pro­zent zurück.

Das EBIT vor Son­der­ef­fek­ten sank um 44 Pro­zent auf 278 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 496 Mil­lio­nen Euro). Die EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten ging auf 3,6 Pro­zent (Vor­jahr: 5,5 Pro­zent) zurück. Vor Son­der­ef­fek­ten konn­te die EBIT-Mar­ge im zwei­ten Halb­jahr mit 10,0 Pro­zent sowohl gegen­über dem ersten Halb­jahr (minus 5,5 Pro­zent) als auch dem ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum (6,1 Pro­zent) deut­lich ver­bes­sert werden.

Auto­mo­ti­ve After­mar­ket mit star­ker Mar­ge trotz Umsatzrückgang

Auch die Spar­te Auto­mo­ti­ve After­mar­ket muss­te im Geschäfts­jahr 2020 einen Umsatz­rück­gang hin­neh­men. Volu­men­be­dingt san­ken die Umsatz­er­lö­se auf 1.641 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 1.848 Mil­lio­nen Euro). Dies ent­spricht einem Rück­gang um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 7,0 Pro­zent. Die Umsatz­ent­wick­lung ver­lief in allen Regio­nen nega­tiv, wobei sich die Ent­wick­lung im zwei­ten Halb­jahr über­all verbesserte.

In der Regi­on Euro­pa san­ken die Umsatz­er­lö­se um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 7,8 Pro­zent. Die Regi­on Ame­ri­cas ver­zeich­ne­te einen Umsatz­rück­gang um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 4,3 Pro­zent. In Grea­ter Chi­na fiel der Umsatz­rück­gang mit wäh­rungs­be­rei­nigt minus 1,9 Pro­zent mode­ra­ter aus. In der Regi­on Asien/​Pazifik san­ken die Umsatz­er­lö­se um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 12,3 Prozent.

Das EBIT vor Son­der­ef­fek­ten lag bei 259 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 305 Mil­lio­nen Euro). Dies ent­spricht einem Rück­gang um 15,1 Pro­zent. Trotz des deut­li­chen Umsatz­rück­gangs konn­te die EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten im zwei­ten Halb­jahr auf­grund von Kosten­an­pas­sun­gen gegen­über dem ersten Halb­jahr ver­bes­sert wer­den und erreich­te wie­der das Niveau des Vor­jah­res­zeit­raums von 17,4 Pro­zent. Bezo­gen auf das Berichts­jahr lag die EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten bei 15,8 Pro­zent (Vor­jahr: 16,5 Prozent).

Spar­te Indu­stri­al mit deut­li­chem Umsatz­plus im Sek­tor­clu­ster Wind

Die Spar­te Indu­stri­al erziel­te einen Umsatz von 3.138 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 3.535 Mil­lio­nen Euro), was einem Rück­gang um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 9,2 Pro­zent ent­spricht. Dabei ent­wickel­ten sich die ver­schie­de­nen Sek­to­ren unter­schied­lich. So konn­te ins­be­son­de­re der Sek­tor­clu­ster Wind ein spür­ba­res Umsatz­wachs­tum erzie­len, zu dem ins­be­son­de­re die Regi­on Grea­ter Chi­na bei­trug. Dies reich­te aber nicht aus, um das stark gesun­ke­ne Nach­fra­ge­vo­lu­men welt­weit zu kompensieren.

In der Regi­on Euro­pa sank der Umsatz um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 18,4 Pro­zent, was auf die rück­läu­fi­ge Nach­fra­ge in den mei­sten Sek­tor­clu­stern zurück­zu­füh­ren ist, inbe­son­de­re in den mei­sten Sek­to­ren des Clu­sters Indu­stri­al Auto­ma­ti­on. Das Han­dels­ge­schäft (Indu­stri­al Dis­tri­bu­ti­on) war durch den Nach­fra­ge­rück­gang im Ser­vice und ein ent­spre­chen­des Her­un­ter­fah­ren der Lager­be­stän­de geprägt. Die Regi­on Ame­ri­cas muss­te einen deut­li­chen Umsatz­rück­gang um wäh­rungs­be­rei­nigt minus 13,5 Pro­zent hin­neh­men. Bela­stend waren hier der Rück­gang bei Indu­stri­al Dis­tri­bu­ti­on und in den Sek­tor­clu­stern Raw Mate­ri­als und Aero­space. In der Regi­on Grea­ter Chi­na stieg der Umsatz im Geschäfts­jahr um wäh­rungs­be­rei­nigt 18,1 Pro­zent. Dies war vor allem auf das gute Geschäft in den Sek­tor­clu­stern Wind und Power Trans­mis­si­on zurück­zu­füh­ren. In der Regi­on Asien/​Pazifik lag der Umsatz mit wäh­rungs­be­rei­nigt minus 13,6 Pro­zent unter dem Vor­jahr. Maß­geb­lich für den Rück­gang waren Indu­stri­al Dis­tri­bu­ti­on und der Sek­tor­clu­ster Two Whee­lers. Aller­dings ver­bes­ser­te sich die Umsatz­ent­wick­lung im zwei­ten Halb­jahr in die­sen bei­den Berei­chen deutlich.

Das EBIT vor Son­der­ef­fek­ten sank um 26,3 Pro­zent auf 266 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 361 Mil­lio­nen Euro). Die EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten ging um 1,7 Pro­zent­punk­te auf 8,5 Pro­zent (Vor­jahr: 10,2 Pro­zent) zurück.

Free Cash Flow über Vorjahr

Der Free Cash Flow vor Ein- und Aus­zah­lun­gen für M&A‑Aktivitäten der Scha­eff­ler Grup­pe war mit 539 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 473 Mil­lio­nen Euro) posi­tiv. Damit liegt der Wert im Rah­men der ange­pass­ten Pro­gno­se vom 9. Novem­ber 2020 von rund 500 bis 600 Mil­lio­nen Euro. Die Inve­sti­ti­ons­aus­zah­lun­gen (Capex) für Sach­an­la­gen und imma­te­ri­el­le Ver­mö­gens­wer­te san­ken im Berichts­zeit­raum unter das Niveau des Vor­jahrs auf 632 Mil­lio­nen Euro (1.045 Mil­lio­nen Euro). Dies ent­spricht einer Inve­sti­ti­ons­quo­te von 5,0 Pro­zent (Vor­jahr: 7,2 Pro­zent). Die Reinve­sti­ti­ons­ra­te lag bei 0,67 (Vor­jahr: 1,01).

Die Net­to-Finanz­schul­den belie­fen sich zum 31. Dezem­ber 2020 auf 2.312 Mil­lio­nen Euro (31. Dezem­ber 2019: 2.526 Mil­lio­nen Euro). Dabei erhöh­te sich das Gearing-Ratio, also das Ver­hält­nis von Net­to-Finanz­schul­den zu Eigen­ka­pi­tal, auf 125,8 Pro­zent (31. Dezem­ber 2019: 86,6 Pro­zent). Die Scha­eff­ler Grup­pe, deren Bilanz­sum­me sich zum 31. Dezem­ber 2020 auf rund 13,2 Mil­li­ar­den Euro (Vor­jahr: rund 12,9 Mil­li­ar­den Euro) erhöh­te, beschäf­tig­te zum sel­ben Stich­tag 83.297 Mit­ar­bei­tern­de (Vor­jahr: 87.748), was einem Rück­gang um rund 5,1 Pro­zent entspricht.

Pro­gno­se für das Jahr 2021 basiert auf vor­sich­ti­ger Markteinschätzung

Die Scha­eff­ler Grup­pe rech­net für das Geschäfts­jahr 2021 mit einem deut­li­chen wäh­rungs­be­rei­nig­ten Umsatz­wachs­tum um mehr als 7 Pro­zent. Der unte­re Grenz­wert basiert auf einer kon­ser­va­ti­ven Markt­ein­schät­zung für das glo­ba­le Wachs­tum der Pro­duk­ti­on von Pkw und leich­ten Nutz­fahr­zeu­gen. Zugleich geht das Unter­neh­men für das Geschäfts­jahr 2021 davon aus, eine EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von 6 bis 8 Pro­zent zu erzie­len. Für das Jahr 2021 erwar­tet die Scha­eff­ler Grup­pe zudem einen Free Cash Flow vor Ein- und Aus­zah­lun­gen für M&A‑Aktivitäten von etwa 100 Mil­lio­nen Euro. Hier­bei sind im Ver­gleich zum Vor­jahr ein volu­men­be­ding­ter Anstieg des Working Capi­tal, eine Nor­ma­li­sie­rung des Inve­sti­ti­ons­vo­lu­mens sowie höhe­re Aus­zah­lun­gen für Restruk­tu­rie­run­gen berücksichtigt.

Der Kon­zern erwar­tet, dass die Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies um 2 bis 5 Pro­zent­punk­te stär­ker wächst als die glo­ba­le Pro­duk­ti­on von Pkw und leich­ten Nutz­fahr­zeu­gen. Auf die­ser Basis rech­net das Unter­neh­men für die Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies mit einem deut­lich posi­ti­ven wäh­rungs­be­rei­nig­ten Umsatz­wachs­tum sowie mit einer gegen­über dem Vor­jahr leicht ver­bes­ser­ten EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von über 4,5 Prozent.

Für die Spar­te Auto­mo­ti­ve After­mar­ket erwar­tet der Kon­zern im Geschäfts­jahr 2021 ein wäh­rungs­be­rei­nig­tes Umsatz­wachs­tum um 5 bis 7 Pro­zent und eine gegen­über dem Vor­jahr leicht rück­läu­fi­ge EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von über 11,5 Pro­zent. Hier­bei sind höhe­re Pro­dukt­ko­sten, tem­po­rär höhe­re Logi­stik­ko­sten im Zusam­men­hang mit der Inbe­trieb­nah­me des Mon­ta­ge- und Ver­packungs­zen­trums in Hal­le (Saa­le), Kosten für Digi­ta­li­sie­rung sowie nega­ti­ve Wäh­rungs­ein­flüs­se berücksichtigt.

Für die Spar­te Indu­stri­al geht das Unter­neh­men ange­sichts der Band­brei­te der Ein­schät­zun­gen unter ande­rem von Oxford Eco­no­mics zum Wachs­tum der glo­ba­len Indu­strie­pro­duk­ti­on davon aus, im Geschäfts­jahr 2021 ein wäh­rungs­be­rei­nig­tes Umsatz­wachs­tum um 4 bis 6 Pro­zent zu erzie­len sowie eine hohe ein­stel­li­ge EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von über 8,5 Prozent.

Dr. Klaus Patzak, Finanz­vor­stand der Scha­eff­ler AG, sag­te: „Wir blicken zuver­sicht­lich auf das kom­men­de Geschäfts­jahr und gehen für unse­re Märk­te von einem rela­tiv robu­sten Wachs­tum aus. Aller­dings bleibt das wirt­schaft­li­che Umfeld in Zei­ten der Pan­de­mie her­aus­for­dernd, mit dem Errei­chen des Vor­kri­sen­ni­veaus rech­nen wir erst nach 2022. Unse­re Pro­gno­se reflek­tiert das.“

Road­map 2025 gestar­tet und mit Umset­zung begonnen

Am 18. Novem­ber 2020 hat die Scha­eff­ler Grup­pe im Rah­men ihres Kapi­tal­markt­tags 2020 ihre Road­map 2025 vor­ge­stellt, die eine aktua­li­sier­te Unter­neh­mens­stra­te­gie, ein Pro­gramm zu deren Umset­zung sowie die Mit­tel­frist­zie­le bis 2025 umfasst. Die Road­map 2025 zeigt den Weg nach vor­ne auf. Sie steht für Kon­ti­nui­tät und Aus­bau der unter­neh­mens­ei­ge­nen Stär­ken aber auch für Opti­mie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung im Hin­blick auf neue Tech­no­lo­gien und Geschäfts­mo­del­le sowie Kosten und Effi­zi­enz. Zugleich bringt der neue Unter­neh­mens­c­laim „We pioneer moti­on“ den Anspruch zum Aus­druck, als diver­si­fi­zier­ter Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer mit glo­ba­ler Reich­wei­te auch in Zukunft Bewe­gung und Fort­schritt zu gestal­ten. Dabei sol­len in Zukunft noch stär­ker Syn­er­gie­po­ten­tia­le inner­halb der Scha­eff­ler Grup­pe genutzt wer­den. Der Erfolg beruht dabei wei­ter­hin auf den vier bewähr­ten Allein­stel­lungs­merk­ma­len – Inno­va­ti­on, höch­ste Qua­li­tät, aus­ge­präg­tes System­ver­ständ­nis und Fertigungsexzellenz.

„Das Jahr 2020 war von gro­ßen Unsi­cher­hei­ten geprägt, die bis heu­te anhal­ten. Es zeigt sich ein­mal mehr, dass sich unse­re Auf­stel­lung als welt­weit agie­ren­der Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer auch in schwie­ri­gen Zei­ten bewährt und uns gehol­fen hat, rela­tiv gut durch die Kri­se zu kom­men“, sag­te Klaus Rosen­feld, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Scha­eff­ler AG. „Wir haben das Kri­sen­jahr genutzt, um im Rah­men der Road­map 2025 unse­re Stra­te­gie zu schär­fen und auf die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen und die sich bie­ten­den Chan­cen aus­zu­rich­ten. Nun geht es vor allem dar­um, die Road­map 2025 kon­se­quent umzusetzen.“

CAVEAT: Zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen und Prognosen
Bei bestimm­ten Aus­sa­gen in die­ser Pres­se­mit­tei­lung han­delt es sich um zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen. Zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen sind natur­ge­mäß mit einer Rei­he von Risi­ken, Unwäg­bar­kei­ten und Annah­men ver­bun­den, die dazu füh­ren kön­nen, dass die tat­säch­li­chen Ergeb­nis­se oder Ent­wick­lun­gen von den in den zukunfts­ge­rich­te­ten Aus­sa­gen ange­ge­be­nen oder impli­zier­ten Ergeb­nis­sen oder Ent­wick­lun­gen in wesent­li­cher Hin­sicht abwei­chen. Die­se Risi­ken, Unwäg­bar­kei­ten und Annah­men kön­nen sich nach­tei­lig auf das Ergeb­nis und die finan­zi­el­len Fol­gen der in die­sem Doku­ment beschrie­be­nen Vor­ha­ben und Ent­wick­lun­gen aus­wir­ken. Es besteht kei­ner­lei Ver­pflich­tung, zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen auf­grund neu­er Infor­ma­tio­nen, zukünf­ti­ger Ent­wick­lun­gen oder aus son­sti­gen Grün­den durch öffent­li­che Bekannt­ma­chung zu aktua­li­sie­ren oder zu ändern. Die Emp­fän­ger die­ser Pres­se­mit­tei­lung soll­ten nicht in unver­hält­nis­mä­ßi­ger Wei­se auf zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen ver­trau­en, die aus­schließ­lich den Stand zum Datum die­ser Pres­se­mit­tei­lung wider­spie­geln. In die­ser Pres­se­mit­tei­lung ent­hal­te­ne Aus­sa­gen über Trends oder Ent­wick­lun­gen in der Ver­gan­gen­heit soll­ten nicht als Aus­sa­gen dahin­ge­hend betrach­tet wer­den, dass sich die­se Trends und Ent­wick­lun­gen in der Zukunft fort­set­zen. Die vor­ste­hend auf­ge­führ­ten Warn­hin­wei­se sind im Zusam­men­hang mit spä­te­ren münd­li­chen oder schrift­li­chen zukunfts­ge­rich­te­ten Aus­sa­gen von Scha­eff­ler oder in deren Namen han­deln­den Per­so­nen zu betrachten.