Bam­ber­ger Erz­bi­schof Schick ruft zum Gebet für Papst Fran­zis­kus wäh­rend sei­ner Rei­se in den Irak auf

Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

„Eine gefähr­li­che und wich­ti­ge Reise“

Erz­bi­schof Schick ruft dazu auf, den Papst wäh­rend sei­ner Rei­se in den Irak im Gebet zu beglei­ten. „Die­se Rei­se von Papst Fran­zis­kus ist wahr­schein­lich die wich­tig­ste, die er in sei­nem Pon­ti­fi­kat unter­nimmt, zugleich aber auch die gefähr­lich­ste“, sag­te Schick, der auch Vor­sit­zen­der der Kom­mis­si­on Welt­kir­che der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ist.

Papst Fran­zis­kus habe als Ziel sei­nes Pon­ti­fi­kats aus­ge­ge­ben, Frie­de für alle Völ­ker auf der Erde zu erwir­ken und alle Men­schen zu Geschwi­stern zu machen (Fra­tel­li tut­ti). In die­sem Auf­trag rei­se der Papst am Frei­tag in den Irak, der von Bür­ger­krieg und isla­mi­sti­schen Ter­ror­an­grif­fen seit Jah­ren zer­ris­sen werde.

Erz­bi­schof Schick war in den letz­ten Jah­ren im Irak und hat in Bag­dad, Erbil, Kir­kuk und Mos­sul die Zer­stö­run­gen gese­hen und die Grä­ber der Getö­te­ten besucht. „Der Papst will bei sei­ner Pil­ger­fahrt für Frie­den und Ver­stän­di­gung zwi­schen den Reli­gio­nen und Völ­kern im Irak wer­ben und beten“, so Schick. „Der Erfolg der Rei­se könn­te sein, dass die ver­fein­de­ten Grup­pen zu Frie­dens­ver­hand­lun­gen bereit sind und ein Ver­söh­nungs­pro­zess beginnt. Die­ser könn­te sich vom Irak aus in der gan­zen Regi­on aus­wir­ken für ein fried­li­che­res Zusam­men­le­ben und eine gute Zukunft. Dazu will der Papst beten und Gesprä­che führen.“

Erz­bi­schof Schick war zur Teil­nah­me an der Papst­rei­se ein­ge­la­den, muss­te wegen den Pan­de­mie­vor­schrif­ten jedoch absa­gen. Schick beton­te, dass eini­ge deut­sche Diö­ze­sen sowie die kirch­li­chen Hilfs­wer­ke wie Mis­sio und Mise­re­or beim Wie­der­auf­bau des Iraks wich­ti­ge Hil­fe gelei­stet haben, ins­be­son­de­re in der Nini­ve-Ebe­ne, wo sich die mei­sten Chri­sten auf­hal­ten. „Um die­se fort­zu­set­zen und zu ver­stär­ken, wäre ein Frie­den im Irak von gro­ßer Bedeu­tung. Damit könn­ten auch die Chri­sten dort blei­ben, deren Zahl in dem letz­ten Jahr­zehnt erschreckend abge­nom­men hat“, sag­te Erz­bi­schof Schick.