Kli­ni­kum Forch­heim – Frän­ki­sche Schweiz / Eber­mann­stadt nimmt zwei­ten Links­herz­ka­the­ter-Mess­platz in Betrieb

Foto: Klinikum Forchheim - Fränkische Schweiz / v.l. Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, Chefarzt Dr. Samir Murad, geschäftsführender Chefarzt in Ebermannstadt Prof. Dr. Eberhard Kuon und Landrat Dr. Hermann Ulm tauschen sich über den neuen Linksherz-Katheter-Messplatz aus.
Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein, Chefarzt Dr. Samir Murad, geschäftsführender Chefarzt in Ebermannstadt Prof. Dr. Eberhard Kuon und Landrat Dr. Hermann Ulm tauschen sich über den neuen Linksherz-Katheter-Messplatz aus. © KFFS

Bild­ge­ben­des Ver­fah­ren bei Herzerkrankungen

Das Kli­ni­kum Forch­heim – Frän­ki­sche Schweiz setzt für sei­ne kar­dio­lo­gi­sche Abtei­lung in Eber­mann­stadt wei­ter­hin einen zwei­ten Herz­ka­the­ter-Mess­platz ein. Eines der bis­he­ri­gen Gerä­te wur­de im Janu­ar 2021 aus­ge­tauscht, um bis zum geplan­ten Umzug der Abtei­lung nach Forch­heim und der damit ver­bun­de­nen Neu­aus­stat­tung die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung in der Kar­dio­lo­gie auf dem bestehen­den hohen Niveau sicher­stel­len zu kön­nen. Bei einer Stipp­vi­si­te infor­mier­ten sich Land­rat Dr. Her­mann Ulm und Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein, Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz gGmbH, über das Gerät.

Land­rat Dr. Her­mann Ulm zeigt sich über den moder­nen Herz­ka­the­ter­platz am Stand­ort Eber­mann­stadt des Kli­ni­kums erfreut. Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein, der selbst meh­re­re Jah­re zur Behand­lung der koro­na­ren Herz­krank­heit und Trans­ka­the­ter-Aor­ten­klap­pen­im­plan­ta­ti­on geforscht hat, weiß um die Bedeu­tung moder­ner Links­herz­ka­the­ter-Mess­plät­ze zur Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung: „Es ist wich­tig, dass wir in Eber­mann­stadt nun wie­der zwei Angio­gra­phie-Syste­me im Par­al­lel­be­trieb haben, um auch im Bedarfs­fall zeit­gleich hel­fen zu kön­nen.“ Die Anla­ge ist ein am Boden mon­tier­tes Mehr­zweck­sy­stem für eine Rei­he inter­ven­tio­nel­ler Ver­fah­ren von Koro­na­r­an­gio­gra­fie – ein bild­ge­ben­des Ver­fah­ren, das die Herz­kranz­ge­fä­ße sicht­bar macht – bis hin zur Dar­stel­lung der peri­phe­ren Bein­ge­fä­ße mit­tels Rönt­gen­tech­no­lo­gie. Das Gerät lie­fert die erfor­der­li­che Bild­klar­heit und hilft dabei, die Strah­len­do­sis so gering wie mög­lich zu halten.Durch die Gabe von Kon­trast­mit­tel wer­den alle Gefä­ße sicht­bar gemacht, inklu­si­ve der Herz­kranz­ge­fä­ße. Die Bil­der zei­gen Durch­blu­tungs­stö­run­gen der Gefä­ße – Eng­stel­len oder kom­plet­te Ver­schlüs­se – und lie­fern die Ent­schei­dungs­ba­sis für die wei­te­re Behand­lung: Ist eine offe­ne Herz­ope­ra­ti­on notwendig?

Muss das ver­eng­te Gefäß mit­tels eines Bal­lons inva­siv auf­ge­dehnt wer­den? Auch wäh­rend der Inter­ven­ti­on – wie bei­spiels­wei­se bei der Implan­ta­ti­on eines Stents – ist das kar­dio­lo­gi­sche Team auf prä­zi­se Bild­ge­bung in Echt­zeit ange­wie­sen, um die genaue Posi­ti­on der implan­tier­ten Gerä­te zu ermit­teln und gege­be­nen­falls nach zu justie­ren. Spe­zi­al­ge­biet Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, Herz­schritt­ma­cher und Defi­bril­la­to­ren Die Anla­ge ent­spricht dem neue­sten Stan­dard für die Behand­lung der mei­sten Herz­er­kran­kun­gen. Haupt­säch­lich wird sie für die zeit­auf­wän­di­gen Ein­grif­fe ver­wen­det, wie die Implan­ta­tio­nen von Herz­schritt­ma­chern und Defi­bril­la­to­ren und zur Behand­lung von Herz­rhyth­mus­stö­run­gen mit­hil­fe von Abla­tio­nen – Gewe­be­ver­ödun­gen. Im Rah­men einer elek­tro­phy­sio­lo­gi­schen Unter­su­chung wer­den die elek­tri­schen Impul­se, die die Herz­rhyth­mus­stö­run­gen aus­lö­sen, an ver­schie­de­nen Stel­len des Her­zes fest­ge­stellt und, wenn es indi­ziert ist, durch Abla­ti­on iso­liert. Dabei wird Herz­ge­we­be ver­ödet, die unge­rich­te­ten elek­tri­schen Erre­gun­gen wer­den gestoppt und die Herz­fre­quenz nor­ma­li­siert sich.

Die Kar­dio­lo­gie in Eber­mann­stadt errang 2020 im „Kli­nik­check“, einem gemein­sa­men Pro­jekt der Nürn­ber­ger Zei­tung und dem Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment der Fried­rich –Alex­an­der-Uni­ver­si­tät in Nürn­berg, die Aus­zeich­nung „Top Per­for­mer“ sowohl bei den Herz­schritt­ma­cher­im­plan­ta­tio­nen wie auch bei den Defi­bril­la­tor­i­m­plan­ta­tio­nen. Prof. Dr. Kuon freut sich: „Somit ste­hen in Eber­mann­stadt wei­ter­hin zwei moder­ne Herz­ka­the­ter­mess­plät­ze für die opti­ma­le Behand­lung zur Verfügung.“

Dr. Samir Murad erläu­tert: „Dies bringt erheb­li­che orga­ni­sa­to­ri­sche Vor­tei­le mit sich und gewähr­lei­stet letzt­lich vor allem die Ver­sor­gung unse­rer Pati­en­ten auf höch­stem medi­zi­ni­schem Niveau.“ Zeit­auf­wän­di­ge Ope­ra­tio­nen, wie die Pul­mo­nal­ve­nen­a­b­la­ti­on, dau­ern rund drei Stun­den, daher ist ein zwei­ter Herz­ka­the­ter­platz für eine durch­ge­hend sofor­ti­ge Behand­lung von aku­ten Herz­in­fark­ten not­wen­dig. Neben den geplan­ten Koro­na­r­an­gio­gra­fien, Abla­tio­nen und Implan­ta­tio­nen von Schritt­ma­chern und Defi­bril­la­to­ren wer­den aku­te Herz­in­fark­te in Eber­mann­stadt schnellst­mög­lich behan­delt. Auch dabei erfolgt mit­tels Koro­na­r­an­gio­gra­fie die Öff­nung und Ver­sor­gung des ver­schlos­se­nen Gefä­ßes mit­tels Bal­lon bzw. Stentimplantation.