21. Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon 2021 fin­det trotz Coro­na statt

Marathon-Läufer vor der Silhouette des Walberla. Foto: Alex Dittrich
Marathon-Läufer vor der Silhouette des Walberla. Foto: Alex Dittrich

Wir wol­len ein Signal set­zen, dass nor­ma­les Leben wie­der mög­lich sein wird“

Im ver­gan­ge­nen Herbst muss­te die 21. Auf­la­ge des Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thons noch abge­sagt wer­den. In die­sem Jahr aber soll einer der schön­sten Land­schafts­läu­fe Deutsch­lands nicht auf der Strecke blei­ben. „Wir sind zuver­sicht­lich, dass die Aus­wei­tung des Impf­an­ge­bo­tes in den näch­sten Mona­ten eine Durch­füh­rung am 5. Sep­tem­ber 2021 mög­lich macht“, so die neue Mara­thon-Che­fin Mari­on Ros­sa-Schu­ster. Dann könn­ten die Läu­fer in gewohn­ter Wei­se durch das Wie­sent­tal spur­ten. „Vie­le bren­nen nach der lan­gen Zwangs­pau­se dar­auf, wie­der die Schu­he zu schnü­ren“, weiß die Aus­dau­er­sport­le­rin aus eige­ner Erfah­rung. Zumal die bei­den ande­ren Wett­be­wer­be der Ober­frän­ki­schen Mara­thon-Kro­ne, der Ober­main-Mara­thon und der Fran­ken­weg-Trail, bereits auf das kom­men­de Jahr ver­scho­ben wer­den mussten.

Auch einen Plan B hat man in der Tasche. Falls sich die Imp­fung ver­zö­gert. Da kön­ne man not­falls mit einer Begren­zung des Star­ter­felds und zeit­lich gestaf­fel­ten Starts das Teil­neh­mer­feld aus­ein­an­der­zie­hen. Für Nicht-Läu­fer gel­te dann: „Im Start-/Ziel-Bereich müss­te dann – je nach aktu­el­ler Pan­de­miela­ge – ver­mut­lich ein Mund-Nasen-Schutz getra­gen wer­den“, so Ros­sa-Schu­ster. Vor­erst aber denkt man an einen unein­ge­schränk­ten Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon, für den man sich ab dem 1. März anmel­den kann. Das Start­geld wer­de erst fäl­lig und auch abge­bucht, wenn die Durch­füh­rung beschlos­se­ne Sache sei. „Damit geht kei­ner der Teil­neh­mer ein finan­zi­el­les Risi­ko ein“.

Etwas ver­är­gert ist man beim Ver­an­stal­ter aller­dings, dass der Chal­len­ge Roth-Tri­ath­lon, der bis­lang immer Anfang Juli statt­ge­fun­den hat­te, nun auf das­sel­be Wochen­en­de wie der Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon ver­scho­ben wur­de. „Damit macht man uns schon Kon­kur­renz. Aber auf einen „klei­ne­ren“ Ver­an­stal­ter nimmt man wohl kei­ne Rücksicht“.

Run & Bike

Einer läuft und einer radelt. Das kann weni­ge hun­dert Meter, aber auch eini­ge Kilo­me­ter gehen. Dann wech­seln sich bei­de ab. Der Läu­fer kann dann im Sat­tel etwas durch­at­men, der Rad­fah­rer sich auf dem Asphalt die Füße ver­tre­ten. „Run & Bike“ nennt sich das unge­wöhn­li­che For­mat. In Bay­ern gibt es der­zeit nur in Coburg etwas Ver­gleich­ba­res – bereits seit einem Jahr­zehnt. Im Her­zen der Frän­ki­schen Schweiz wer­den es 22,2 Kilo­me­ter sein, die das Duo zwi­schen Eber­mann­stadt und Burg­gail­len­reuth zu über­win­den haben wird. „Natür­lich ohne elek­tri­schen Hilfs­mo­tor, nur mit eige­ner Mus­kel­kraft,“ so Ros­sa-Schu­ster, seit Janu­ar die neue Lei­te­rin des Land­kreis-Sport- und Kul­tur­am­tes. Zudem gel­te Helmpflicht.

Mit die­ser neu­en Dis­zi­plin will das Orga­ni­sa­ti­ons­team den Auf­wärts­trend des Jubi­lä­ums­jah­res beim 21. Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon fort­füh­ren. Die Idee hat­te Micha­el Cipura. Der erfah­re­ne Lauf­trai­ner aus Pretz­feld hat einen „Run & Bike“ auch schon am eige­nen Leib erlebt und war begei­stert. „Ein biss­chen ähnelt es dem Inter­vall-Trai­ning von Aus­dau­er­sport­lern oder dem Kop­pel-Trai­ning der Tri­ath­le­ten.“ Die Strecke durch das Wie­sent­tal wäh­rend des Auto­frei­en Sonn­tags sei dafür gera­de­zu geschaf­fen, da kaum Hügel zu über­win­den sei­en. Mit­ma­chen darf man ab 16 Jah­ren in den Wer­tun­gen männ­lich, weib­lich und mixed. „Das stärkt das Tea­m­er­leb­nis mehr als ein Staf­fel­lauf, bei dem man nach­ein­an­der unter­wegs ist.“ Mit rund 50 Teams rech­net Ros­sa-Schu­ster, die den inno­va­ti­ven Ansatz lobt, der neue Ziel­grup­pen für das Lauf­erleb­nis begei­stern kön­ne. „Wir sind auf einem guten Weg in die Zukunft.“

Attrak­ti­ve Wettbewerbe

Mit frü­he­ren Starts auch beim Halb­ma­ra­thon soll für die Zuschau­er eine kom­pak­te­re Ver­an­stal­tung gebo­ten wer­den. Für die Ath­le­ten hat das den zusätz­li­chen Vor­teil, dass sie zum Groß­teil im Ziel sind, sobald die Mit­tags­hit­ze den Best­zei­ten zu schaf­fen macht. Auch Strecken­re­kor­de wer­den dadurch wahr­schein­li­cher. Und ganz allei­ne wird wohl nie­mand mehr unter­wegs sein. Beim Hand­bike-Mara­thon bleibt vor­erst alles beim Alten. „Wir wol­len den Wett­be­werb als Zei­chen der Inklu­si­on für Sport­ler mit Han­di­cap wei­ter­füh­ren.“ Auch die Strecke bis nach Beh­rin­gers­müh­le habe sich bewährt. „Im Schat­ten der Burg­rui­ne Nei­deck kann man bei den Hand­bi­kern die abso­lu­te Welt­spit­ze sehen.“

Einen Ansturm erwar­tet Mari­on Ros­sa-Schu­ster beim Halb­ma­ra­thon. „Das ist ein sehr popu­lä­rer Wett­be­werb, noch dazu tra­gen wir die Baye­ri­schen Mei­ster­schaf­ten aus.“ Das locke noch ein­mal rund 200 Sport­ler mehr an, dar­un­ter auch die besten Bay­erns. Des­halb will man von Sei­ten des Land­kreis-Sport­am­tes auch die Halb­ma­ra­thon-Läu­fer vor den 10 Kilo­me­ter­Star­tern auf die Bun­des­stra­ße las­sen. „Damit man sich nicht gegen­sei­tig in die Que­re kommt.“ Ganz nor­mal lau­fen zunächst auch die Pla­nun­gen für die Spar­kas­sen-Bam­bi­ni- und Schü­ler­läu­fe sowie den Zehn­tel-Mara­thon am Sams­tag, den 4. Sep­tem­ber 2021, die sich ins­be­son­de­re an Lauf- Ein­stei­ger, Kin­der und Jugend­li­che wen­den. „Die­ses Ange­bot am Sams­tag 4. Sep­tem­ber wird von immer mehr Nach­wuchs­läu­fern angenommen.“.Dankbar ist man im Orga­ni­sa­ti­ons­team aber auch, dass alle lang­jäh­ri­gen Unter­stüt­zer und Spon­so­ren, wie die Spar­kas­se Forch­heim, Braue­rei Gebrü­der Mais­el, der VGN, Spe­di­ti­on Pohl, die AOK und ande­re wie­der zuver­läs­sig mit im Boot sind.

Wett­be­wer­be am Ver­an­stal­tungs­wo­chen­en­de 04./05.09.2021 *)

Start: Sonn­tag, 5. Sep­tem­ber 2021 – Eber­mann­stadt, B 470 Ortsmitte

  • Hand­bike 08:30 Uhr
  • Mara­thon, Staf­fel-Mara­thon 08:35 Uhr
  • Halb­ma­ra­thon­lauf 09:00 Uhr
  • 10km-Lauf 09:10 Uhr
  • Run & Bike (22 km) 10:45 Uhr
  • Ziel­schluss – Eber­mann­stadt, B 470 Orts­mit­te 14:15 Uhr

Start: Sams­tag, 4. Sep­tem­ber 2021 – Eber­mann­stadt, Marktplatz

  • Spar­kas­sen-Bam­bi­ni­lauf (500m) 15:45 Uhr
  • Spar­kas­sen-Schü­ler­läu­fe (1000m) 16:00 Uhr
  • Zehn­tel-Mara­thon (4,2km) 16:30 Uhr

*) Ände­run­gen vorbehalten