Bam­ber­ger CSU-BA-Stadt­rats­frak­ti­on: „Den tota­len Miet- und Gewer­be­steu­er­aus­fall vermeiden“

Jetzt den Ein­zel­händ­lern und Gastro­no­men unter die Arme grei­fen. Das soll die Stadt Bam­berg zumin­dest in mode­ra­ter Form machen. Das hat die CSU-BA-Stadt­rats­frak­ti­on bei Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke beantragt.

In einer Pres­se­mit­tei­lung stellt die Frak­ti­on dar, wie sie meint, die von der Coro­na-Pan­de­mie sehr geschä­dig­ten Gewer­be­trei­ben­den vor­nehm­lich in der Bam­ber­ger Innen­stadt zu hel­fen. Die Stadträte/​innen der CSU-BA-Frak­ti­on unter­brei­ten einen Kata­log an Vor­schlä­gen, wie man aus ihrer Sicht den Gewer­be­trei­ben­den “mode­rat” ent­ge­gen­kom­men könnte.

In meh­re­ren Schrei­ben an Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke wird dar­um gebe­ten, dass die Stadt­ver­wal­tung meh­re­re Unter­stüt­zungs­maß­nah­men für die Bam­ber­ger Wirt­schaft prüft. Im Ein­zel­nen wer­den genannt, “eine mode­ra­te Sen­kung der Mie­ten bei städ­ti­schen Immo­bi­li­en für Gastro­no­mie und Ein­zel­han­del und son­sti­ge Gewer­be­be­trie­be wie Fri­seu­re und Kos­me­tik­stu­di­os; eine mode­ra­te Sen­kung der Stra­ßen­rei­ni­gungs­ko­sten für Gewer­be­be­trie­be; eine mode­ra­te Sen­kung der Gebüh­ren für Freischank­flä­chen für Gewer­be­be­trie­be; die Aus­ga­be von Gut­schei­nen für die Bam­ber­ger Gastro­no­mie und den Ein­zel­han­del in der Innen­stadt an städ­ti­sche Mit­ar­bei­te­rIn­nen und alle ande­ren Adres­sa­ten als Geschen­ke für Jubilaren/​diverse Anlässe”.

Mit der erwar­te­ten Öff­nung des Ein­zel­han­dels soll die Stadt “für vier Wochen ein kosten­lo­ses Par­ken mit Park­schei­be für jeweils 1,5 – 2 Stun­den in der Innen­stadt (auch in den Park­häu­sern der Stadt­wer­ke, aus­ge­nom­men Anwoh­ner­park­plät­ze) anbie­ten”. Aus Sicht von Stadt­rä­tin Anne Rudel müs­sen “Anrei­ze geschaf­fen wer­den, damit der Han­del und die Gastro­no­mie in der Innen­stadt wie­der ange­nom­men wer­den”. Ursu­la Red­ler ergänzt: “Trotz der unbe­streit­bar not­wen­di­gen Ver­kehrs­wen­de aus Kli­ma­schutz­grün­den ist ein kosten­lo­ses Par­k­an­ge­bot wohl unbe­strit­ten ein sol­cher Anreiz. Daher set­zen wir uns hier­mit hier­für ein­ma­lig ein.”

In Erwar­tung der “wohl schritt­wei­sen Öff­nung des Ein­zel­han­dels”, bean­tragt die CSU-BA-Frak­ti­on “für min­de­stens 6 Wochen ab Öff­nung kosten­los pro Laden­ge­schäft einen Auf­stel­ler (nicht grö­ßer als 1m (B) x 1,5 m (H)) vor dem Laden­lo­kal zuzu­las­sen. “Die­ser soll für Wer­bung und die Anprei­sung frei­er Ter­mi­ne des jewei­li­gen Ladens die­nen im Zuge der Ein­füh­rung von „Click&Meet“, führt Stadt­rat Ste­fan Kuhn dazu aus. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Peter Nel­ler schränkt zwar ein, dass dies “sicher­lich auf Dau­er kei­ne Lösung ist, aber eine vor­über­ge­hen­de beglei­ten­de Hil­fe für den Einzelhandel”.

Zur Begrün­dung ihrer Vor­schlä­ge gibt die Stadt­rats­frak­ti­on an, dass die Coro­na-Pan­de­mie in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht beson­ders bei der Gastro­no­mie, dem Ein­zel­han­del und den son­sti­gen Gewer­be­be­trie­ben nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen zei­ge. Auch wenn die Kas­sen­la­ge der Stadt Bam­berg ange­spannt sei, so muss die Wirt­schaft so weit wie mög­lich unter­stützt wer­den, “weil sonst der tota­le Miet- und Gewer­be­steu­er­aus­fall droht”, wie Frak­ti­ons­chef Peter Nel­ler unterstreicht.

Ursu­la Redler