Col­lo­qui­um Histo­ri­cum Wirsber­gen­se lädt zum Online-Vor­trag „Vom Umgang mit einem Stadtdenkmal“

Blick in die Schwimmhalle des Ernst-Alexandrinen-Bads, errichtet 1906/07. Das Bad wurde 1977/78 weitgehend abgebrochen. Nur der Eingangsbau ist erhalten.
Blick in die Schwimmhalle des Ernst-Alexandrinen-Bads, errichtet 1906/07. Das Bad wurde 1977/78 weitgehend abgebrochen. Nur der Eingangsbau ist erhalten.

Das Col­lo­qui­um Histo­ri­cum Wirsber­gen­se (CHW) lädt für Diens­tag, 23. Febru­ar, 18.30 Uhr, zu einem Online-Vor­trag ein. Der Kunst­hi­sto­ri­ker Robert Schä­fer M.A., Hirschaid, refe­riert unter dem Titel „Vom Umgang mit einem Stadt­denk­mal“ über Ver­lu­ste von histo­risch wert­vol­len Bau­ten in Coburg in den 1960er und 70er Jahren.

Im Zwei­ten Welt­krieg war die Stadt weit­ge­hend unzer­stört geblie­ben. Ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach Kriegs­en­de fürch­te­ten die Stadt­obe­ren, allen vor­an Ober­bür­ger­mei­ster Wolf­gang Stamm­ber­ger, den Anschluss an ande­re, „auto­ge­recht“ wie­der­auf­ge­bau­te Städ­te zu ver­lie­ren, zumal die Rand­la­ge an der inner­deut­schen Gren­ze einen zusätz­li­chen Stand­ort­nach­teil mit sich brach­te. Coburg soll­te daher ein neu­es, moder­nes Gesicht erhal­ten, so manch histo­ri­scher Bau stand die­sem Ansin­nen im Wege. Das Bür­g­laß­tor, die Spind­ler-Vil­la und das Ernst-Alex­an­dri­nen-Volks­bad sind nur die bekann­te­sten Bei­spie­le für jene Bau­ten, die der Umge­stal­tung der Stadt zum Opfer fie­len. Der Vor­trag zeich­net die Abriss­wel­le und ihre Ursa­chen nach, wirft aber auch einen Blick auf den heu­ti­gen Umgang mit histo­ri­scher Bau­sub­stanz in der Vestestadt.

Die Ver­an­stal­tung ist öffent­lich. Er ist kosten­frei und ohne Vor­anmel­dung zugäng­lich. Die Zugangs­da­ten sind auf der Home­page des CHW beim Ter­min ange­ge­ben: www​.chw​-fran​ken​.de. Dort ist auch Infor­ma­ti­on über die wei­te­re Ver­eins­ar­beit zu finden.