HSC Coburg: Ände­run­gen auf der Tor­hü­ter-Posi­ti­on – Kon­stan­tin Pol­t­rum ver­lässt den HSC

Symbolbild Handball

Der HSC 2000 Coburg muss in der kom­men­den Sai­son ohne Tor­wart Kon­stan­tin Pol­t­rum pla­nen. Der 26-jäh­ri­ge ver­leiht nach drei Jah­ren in der Vestestadt, geo­gra­phisch betrach­tet, Job und Pri­vat­le­ben Prio­ri­tät und zieht wie­der in Rich­tung sei­ner Wahl-Hei­mat, dem Boden­see. „Wir hät­ten ger­ne mit Kon­sti ver­län­gert und fin­den es scha­de, dass das nicht geklappt hat. Aller­dings hat er uns sei­ne Prio­ri­tä­ten und sei­ne Zukunfts­pla­nun­gen sehr nach­voll­zieh­bar erläu­tert, so dass ich die Ent­schei­dung am Ende akzep­tie­ren kann“, erklärt Geschäfts­füh­rer Jan Gorr. „Kon­sti hat sich in sei­ner Zeit bei uns mensch­lich und sport­lich als sehr wich­ti­ger Teil der Mann­schaft bewie­sen und eine tol­le Ent­wick­lung genom­men. Jetzt wol­len wir noch gemein­sam den Klas­sen­er­halt erreichen“.Konstantin Pol­t­rum selbst geht nach eige­ner Aus­sa­ge mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge aus Coburg:

Paul Dreyer / Foto: HSC

Paul Drey­er / Foto: HSC

„Ich genie­ße die Zeit hier und spie­le ger­ne indie­ser Mann­schaft für die­sen Ver­ein. Aller­dings füh­re ich auch seit drei Jah­ren eine Fern­be­zie­hung mit mei­ner Frau, die noch in Kon­stanz wohnt. Genau­so habe ich in Kon­stanz ein Lehr­amts­stu­di­um begon­nen, das ich wegen der Fächer­kom­bi­na­ti­on in Bay­ern nicht voll­stän­dig abschlie­ßen kann. Mir fehlt dazu bei­spiels­wei­se ein Pra­xis­se­me­ster, wel­ches ich nur in Baden-Würt­tem­berg machen kann. Als sich dann die Mög­lich­keit ergab, wie­der näher an mei­ne Frau her­an­zu­zie­hen, habe ich stark mit mir gerun­gen aber mich dann für einen Wech­sel ent­schie­den.“ Das Ziel für die näch­sten Mona­te in der Vestestadt ist –nicht zuletzt nach dem emo­tio­na­len Der­by-Sieg gegen Erlan­gen klar: „Wir wol­len in der 1. Liga blei­ben, dazu wer­de ich wei­ter­hin alles geben! Ich bin nach wie vor davon über­zeugt, dass wir das schaf­fen wer­den!“ Fabi­an Apfel muss pau­sie­ren, Paul Drey­er kommt als Ersatz.

Für den 3. Tor­hü­ter Fabi­an Apfel steht in den kom­men­den Mona­ten eine erzwun­ge­ne Pau­se vom Pro­fi-Hand­ball an. Nach Rück­spra­che mit den Cobur­ger Mann­schafts­ärz­ten und Fach­spe­zia­li­sten wird sich der 20-Jäh­ri­ge einer Rei­he von Unter­su­chun­gen unter­zie­hen, um eine kar­dio­lo­gi­sche Auf­fäl­lig­keit abklä­ren zu las­sen. „Wir möch­ten Fabi alle Zeit geben, die nöti­gen Unter­su­chun­gen hin­ter sich zu brin­gen. Sol­che Nach­rich­ten sind natür­li­che immer bit­ter, beson­ders ange­sichts der tol­len Ent­wick­lung, die er im ver­gan­ge­nen Jahr gemacht hat“, erklärt Jan Gorr. Als Ersatz für Apfel wur­de für die kom­men­den vier­ein­halb Mona­te mit Paul Drey­er vom Neu­sser HV weni­ge Stun­den vor Ende der Wech­sel­frist ein talen­tier­ter 19-Jäh­ri­ger ver­pflich­tet, der nun mit dem Bun­des­li­ga-Kader trai­niertund die Mög­lich­keit bekommt, auf sich auf­merk­sam zu machen. „Paul ist ein Talent, dem wir zutrau­en, dass er die­se Chan­ce zur eige­nen Wei­ter­ent­wick­lung nutzt und ein guter Back­up für unse­re bei­den Tor­hü­ter ist. Gleich­zei­tig möch­te ich mich bei den Ver­ant­wort­li­chen des Neu­sser HV bedan­ken, die die­sem kurz­fri­sti­gen Wech­sel bis zum Sai­son­ende zuge­stimmt haben“, sagt Gorr