MdB Anet­te Kram­me und Andre­as Schwarz: „Wie den Braue­rei­gast­stät­ten zu hel­fen ist“

Bierfässer
Das fränkische Problembier in seiner natürlichen Umgebung ...

MdBs Kram­me und Schwarz spre­chen mit betrof­fe­nen Betrieben

Novem­ber- und Dezem­ber­hil­fen, Über­brückungs­hil­fen III und Fass­bier­klau­sel – den­noch kla­gen etli­che Betrei­ber von Braue­rei­gast­stät­ten medi­al über man­geln­de Unter­stüt­zung von Sei­ten der Poli­tik. Die bei­den SPD-Abge­ord­ne­ten, die Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Anet­te Kram­me und Andre­as Schwarz, stellv. Haus­halts­po­li­ti­scher Spre­cher, haben des­halb erneut Inha­ber von Braue­rei­en und Braue­rei­gast­stät­ten in Ober­fran­ken zu einer vir­tu­el­len Sprech­stun­de ein­ge­la­den, um mit ihnen über ihre aktu­el­le Situa­ti­on zu sprechen.

Nach wie vor wer­den Braue­rei­gast­stät­ten als Misch­be­trie­be ein­ge­stuft, wonach sie maxi­mal 20% ihres Umsat­zes mit der Braue­rei erzie­len dür­fen, um unter­stüt­zungs­be­rech­tigt zu sein.

MdB Andreas Schwarz. Foto: Camarius

MdB Andre­as Schwarz. Foto: Camarius

„Wir haben von Sei­ten des Bun­des in meh­re­ren Stu­fen ver­sucht, die Vor­aus­set­zun­gen zu ver­bes­sern“, erläu­tert Andre­as Schwarz (SPD, Bam­berg / Forch­heim). „Um den Zugang zu Coro­na­hil­fen zu erleich­tern, wird als Braue­rei­um­satz nur noch der Fla­schen­bier­ver­kauf gezählt, der in den Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del geht! Der Ver­kauf bei­spiels­wei­se von Fla­schen­bier ab Braue­rei oder Pri­vat­ver­kauf per Lie­fe­rung an Haus­hal­te wird nicht dazu gezählt.“

„Im per­sön­li­chen Gespräch hat sich in den ver­gan­ge­nen Wochen häu­fig gezeigt, dass die mei­sten Betrie­be damit in den Novem­ber- und Dezem­ber­hil­fen berück­sich­tigt wer­den. Wir bit­ten die betrof­fe­nen Betrie­be, hier noch ein­mal nach­zu­rech­nen“, appel­lie­ren die bei­den Abge­ord­ne­ten an die Teil­neh­me­rin­nen und Teilnehmer.

Im lau­fen­den Gespräch zeig­te sich, dass von den teil­neh­men­den Betriebs­in­ha­bern tat­säch­lich alle Novem­ber- und Dezem­ber­hil­fen erhalten.

Andre­as Schwarz wies in die­sem Zusam­men­hang dar­auf hin, dass der­zeit in Ber­lin ein 2 Mil­li­ar­den schwe­rer Här­te­fonds für Betrie­be dis­ku­tiert wer­de, die durchs Raster der Novem­ber-/De­zem­ber­hil­fen und Über­brückungs­hil­fen III fal­len. „Inwie­weit Braue­rei­gast­stät­ten dazu gehö­ren wer­den, lässt sich aber zu die­sem Zeit­punkt noch nicht sagen.“

Pro­ble­ma­tisch sei der­zeit noch die Antrag­stel­lung für die Über­brückungs­hil­fen III über die Steu­er­be­ra­ter, bei denen die Rege­lun­gen erst lang­sam ankom­men. Hier wün­schen sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer des Gesprächs schnel­le­re und direk­te­re Infos aus Berlin.

Anette Kramme © Susie Knol

Anet­te Kram­me © Sus­ie Knol

„Es stimmt, die Erstel­lung des Antrags­for­mu­lars für die Hil­fen hat zu lan­ge gedau­ert. Da hat sich unser Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um nicht mit Ruhm bekleckert“, betont Anet­te Kram­me (SPD, Bay­reuth) und ergänzt: „Für Steu­er­be­ra­ter hat das Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um eine Extra-Hot­line ein­ge­rich­tet, um zur Klä­rung von Ein­zel­fra­gen bei­zu­tra­gen. Wich­tig ist, zu wis­sen, dass Steu­er­be­ra­ter – genau­so wie bei der Steu­er­erklä­rung– nicht für den Antrag auf Über­brückungs­hil­fe haften.“

Wegen der Prü­fung des Kurz­ar­bei­ter­gel­des müs­se sich nie­mand Sor­gen machen, so Anet­te Kram­me auf Nach­fra­ge: „Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de das Per­so­nal zur Bear­bei­tung der Kurz­ar­bei­ter­geld-Anträ­ge ver­sech­zehn­facht und bereits nach zwei Wochen beka­men die Men­schen das erste Geld. Aber die­ser rie­si­gen Anzahl ist es geschul­det, dass auch Feh­ler pas­siert sind. Nun ist es rück­wir­kend völ­lig legi­tim, zu schau­en, wie vie­le Stun­den tat­säch­lich gear­bei­tet wur­den. Es wird sicher kei­ne Steu­er­fahn­dung geben, bei der man auf pro­zen­tua­le Antei­le des Umsatz­steu­er­ver­lu­stes schaut“, beteu­er­te Kramme.

Abschlie­ßend beton­te Andre­as Schwarz: „Wich­tig ist mir heu­te die Bot­schaft, dass sich die Betriebs­in­ha­ber unbe­dingt bei mir oder Anet­te Kram­me mel­den, wenn es bei den Hilfs­pro­gram­men Pro­ble­me gibt. Wir haben die Erfah­rung gemacht, dass man schein­ba­re Pro­ble­me bei der Antrags­stel­lung oft­mals schnell lösen kann.“