Land­kreis ERH: Mit „ZuSpruch“ Sprach­bar­rie­ren überwinden

Cornelia Schmidt, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte ERH, Dimitri Vodolaski, Delia Marohn („ZuSpruch" Team des Sprachmittlerpools, bfz Erlangen) Amil Sharifov (Koordinator der Flüchtlings- und Integrationsarbeit Stadt Erlangen), Susanne Schön, Integrationslotsin ERH/Foto: Privat

Cor­ne­lia Schmidt, Bil­dungs­ko­or­di­na­to­rin für Neu­zu­ge­wan­der­te ERH, Dimitri Vodo­la­ski, Delia Marohn („ZuSpruch“ Team des Sprach­mitt­ler­pools, bfz Erlan­gen) Amil Sharif­ov (Koor­di­na­tor der Flücht­lings- und Inte­gra­ti­ons­ar­beit Stadt Erlan­gen), Susan­ne Schön, Inte­gra­ti­ons­lot­sin ERH/​Foto: Privat

Koor­di­nie­rungs­stel­le für Sprach­mitt­ler für Stadt und Land stellt sich vor

Ehren­amt­li­che Sprach­mitt­ler gesucht
Aktu­ell sind Ehren­amt­li­che in den Spra­chen Eng­lisch, Per­sisch, Ara­bisch, Pun­ja­bi, Hin­di, Urdu, Kur­disch, Pol­nisch, Rus­sisch, Ukrai­nisch, Litau­isch, Viet­na­me­sisch, Chi­ne­sisch, Amha­risch, Tür­kisch, Spa­nisch und Unga­risch tätig. Für Rumä­nisch, Bul­ga­risch, Ser­bisch, Kroa­tisch und Fran­zö­sisch sind aktu­ell noch kei­ne Sprach­mitt­ler ver­füg­bar und daher beson­ders gefragt. „Der Pool lebt von Ange­bot und Nach­fra­ge. Je mehr Sprach­mitt­ler sich mit ihren fremd­sprach­li­chen Kennt­nis­sen zur Ver­fü­gung stel­len, desto geziel­ter und umfas­sen­der kön­nen wir unse­re Lei­stun­gen anbie­ten“, erklärt Dimitri Vodo­la­ski vom „ZuSpruch“ Team des Sprach­mitt­ler­pools im bfz in Erlan­gen. Der Auf­ruf geht daher an alle, deren Mut­ter­spra­che oder Zweit­spra­che eine Fremd­spra­che ist und die gute Deutsch­kennt­nis­se besit­zen, min­de­stens Sprach­ni­veau B1.

Teil­nah­me und wei­te­re Informationen

Inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Stadt und Land­kreis, die sich als Sprach­mitt­ler enga­gie­ren möch­ten, erhal­ten im Rah­men des Pro­jekts „ZuSpruch“ Unter­stüt­zung: Sprach­mitt­ler­trai­ning, Fort­bil­dun­gen zu Inter­kul­tu­rel­ler Kom­pe­tenz oder zum Umgang mit bestimm­ten Ziel­grup­pen und Bera­tung zu The­men wie Spra­che und Inte­gra­ti­on. Jeder Ein­satz wird mit einer Auf­wands­ent­schä­di­gung ver­gü­tet. Inter­es­sier­te kön­nen sich direkt mit dem „ZuSpruch“ Team vom bfz tele­fo­nisch unter 09131/ 805463 oder per E‑Mail an zuspruch‑n@bfz.de in Ver­bin­dung setzen.

Ange­bot für Ver­ei­ne, Behör­den und wei­te­re loka­le Institutionen

Die Nach­fra­ge an ver­läss­li­chen, neu­tra­len und zuver­läs­si­gen Sprach­mitt­lern ist unge­bro­chen. Sie bie­ten eine star­ke Ent­la­stung sowohl für Insti­tu­tio­nen mit Dol­met­scher­be­darf, als auch für die nicht-deutsch­spra­chi­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger selbst. Über den ehren­amt­li­chen Sprach­mitt­ler­pool kön­nen Dienst­stel­len aus Stadt und Land­kreis, wei­te­re loka­le Behör­den, Ver­bän­de, Ver­ei­ne und ande­re Orga­ni­sa­tio­nen aus dem Sozi­al- und Gesund­heits­be­reich Unter­stüt­zung bei der Über­win­dung von Sprach­bar­rie­ren anfor­dern: „Uns errei­chen immer wie­der Anfra­gen von Schu­len und Kin­der­gär­ten, die bei­spiels­wei­se Ent­wick­lungs­ge­sprä­che mit Eltern füh­ren und dabei an sprach­li­che Gren­zen sto­ßen“, berich­ten Bil­dungs­ko­or­di­na­to­rin für Neu­zu­ge­wan­der­te, Cor­ne­lia Schmidt, und Inte­gra­ti­ons­lot­sin, Susan­ne Schön, des Land­krei­ses Erlan­gen-Höchstadt. Auch bei ehren­amt­li­chen Hel­fern sei Über­set­zungs­hil­fe im Rah­men von Arzt­ge­sprä­chen gefragt.

Die bfz gGmbH als Kooperationspartner

Die Beruf­li­che Fort­bil­dungs­zen­tren der Baye­ri­schen Wirt­schaft (bfz) gemein­nüt­zi­ge GmbH ist einer der füh­ren­den Anbie­ter für Bil­dung, Bera­tung und Inte­gra­ti­on in Bay­ern. Das bfz ent­wickelt Kon­zep­te für pass­ge­naue Qua­li­fi­zie­run­gen, die auch sozia­le Kom­pe­ten­zen und Team­fä­hig­keit berück­sich­ti­gen. Hin­zu kommt eine Viel­zahl an beglei­ten­den, unter­stüt­zen­den und ver­mit­teln­den Lei­stun­gen. Das bfz ist an 23 Stand­or­ten in Bay­ern mit rund 150 Außen­stel­len prä­sent. Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen aus dem bfz Nürn­berg sind unter n.bfz.de ver­füg­bar.