HC Erlan­gen stoppt Füch­se-Serie und fei­ert den ersten Heim­sieg des Jahres

Symbolbild Handball

Der HC Erlan­gen star­te­te furi­os ins Jahr 2021. Gegen den Tabel­len­zwei­ten aus Ber­lin zeig­ten die Erlan­ger eine bären­star­ke Lei­stung und über­zeug­ten mit einem cle­ve­ren Angriffs­spiel gepaart mit einer hun­dert­pro­zen­ti­gen Ein­satz­be­reit­schaft in der Abwehr. Für die enga­gier­te Spiel­wei­se belohn­te sich das Team von Trai­ner Micha­el Haaß am Ende mit einem 30:27-Sieg und den ersten bei­den Punk­ten des Jah­res. Bester Wer­fer im Erlan­ger Tri­kot war Simon Jepps­son, der sich acht Mal in die Tor­schüt­zen­li­ste eintrug.

Wäh­rend Simon Jepps­son, Johan­nes Sel­lin und Nico Büdel nach ihren Ver­let­zun­gen wie­der aktiv am Spiel­ge­sche­hen mit­wir­ken konn­ten, muss­te der HCE wei­ter­hin auf Link, Fäth und Ols­son ver­zich­ten. Auch Max Jäger fiel kurz­fri­stig auf­grund mus­ku­lä­rer Pro­ble­me aus. Den­noch star­te­te das erste Heim­spiel des Jah­res 2021 aus Sicht des HC Erlan­gen sehr gut. Fer­lin parier­te direkt einen Sie­ben­me­ter von Lind­berg, aber der Wurf von Metz­ner im ersten Erlan­ger Angriff lan­de­te lei­der nicht im Tor der Füch­se. In der ersten Wel­le brach­te Mar­se­nic Ber­lin dann in Füh­rung. Anto­nio Metz­ner mar­kier­te jedoch drei Minu­ten danach den ersten HC-Tref­fer zum 1:1‑Ausgleich. Erlan­gen pro­fi­tier­te von Beginn an von sei­ner star­ken Abwehr und konn­te durch die Tore von Metz­ner und Bis­sel mit 4:2 (9.) in Füh­rung gehen. Weil der HCE nicht nach­ließ und hell­wach zu Wer­ke ging, stand es nach 12 Minu­ten bereits 7:4 für die Haus­her­ren. Dies nahm Jaron Sie­wert zum Anlass, die Aus­zeit zu legen. Im 7 gegen 6 kamen die Füch­se zwar zum Tor­er­folg aber nur fünf Sekun­den spä­ter traf der HCE mit viel Tem­po durch von Gruch­al­la zum 8:5. Die Zuschau­er vor den Fern­se­hern sahen ein kampf­be­ton­tes, schnel­les Spiel, in wel­chem die Erlan­ger den Ball im Angriff sehr gut lau­fen lie­ßen und es der Ber­li­ner Abwehr damit sehr schwer mach­ten. Beim Spiel­stand von 10:7 (18.) traf Welt­mei­ster Jacob Holm zum 10:8. Fer­lin mach­te einen star­ken Job zwi­schen den Pfo­sten, sodass die Haus­her­ren ihren Vor­sprung zehn Minu­ten vor dem Pau­sen­pfiff auf 12:9 aus­bau­en konn­ten. Der Tabel­len­zwei­te ließ sich aber nicht abschüt­teln und kam wie­der auf einen Tref­fer her­an. Die­sen beant­wor­te­te Over­by aber unmit­tel­bar mit einem Tref­fer zum 13:11 (23.). In Über­zahl traf Bis­sel nach einem wun­der­ba­ren Zuspiel von Jepps­son zum 14:11. Die Ber­li­ner stell­ten in den letz­ten fünf Minu­ten vor der Pau­se auf eine 5:1‑Abwehr um und konn­ten sich dadurch zwei­mal den Ball erobern, was dazu führ­te, dass die Gäste wie­der auf einen Tref­fer her­an­ka­men (14:13). Unbe­ein­druckt davon mach­te von Gruch­al­la sei­nen bis dato vier­ten Tref­fer und brach­te sein Team wie­der mit zwei Toren in Füh­rung. Der HCE zwang sei­nen Geg­ner immer wie­der ins Zeit­spiel und erober­te sich dank einer kon­zen­trier­ten Abwehr­lei­stung das 16:13 (28.). Zur Pau­se ging der HCE mit einem 17:14-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Sei­ten­wech­sel traf Simon Jepps­son aus der zwei­ten Rei­he zum 18:14 und brach­te sein Team damit erst­mals mit vier Toren in Füh­rung. Die Ber­li­ner kamen eben­falls durch einen Dop­pel­schlag von Holm wie­der auf 18:16 her­an. Es blieb auch im zwei­ten Durch­gang span­nend, als Firn­ha­ber in der 34. Minu­te das 19:16 mar­kier­te. Bei­de Mann­schaf­ten drück­ten wei­ter­hin aufs Tem­po und schenk­ten sich kei­nen Zen­ti­me­ter. In Unter­zahl parier­te Kle­men Fer­lin den völ­lig frei­en Wurf von Mar­se­nic, doch der HCE konn­te die Para­de nicht mit einem Tor ver­edeln. Im Gegen­zug kamen die Füch­se wie­der auf 19:18 her­an. Die Haus­her­ren agier­ten vier Minu­ten am Stück in Unter­zahl, was dem Haupt­stadt­club wie­der­um in die Kar­ten spiel­te. Auf­op­fe­rungs­voll hiel­ten die Fran­ken dage­gen. Sie kämpf­ten in der Abwehr dop­pelt so hart, um die Unter­zahl zu kom­pen­sie­ren. Weil das gelang, hol­te Büdel den Sie­ben­me­ter her­aus und Ivic ver­wan­del­te eis­kalt zum 21:19 (40.). Auch wenn die Füch­se zum 21:21 aus­glei­chen konn­ten, nahm das Team von Micha­el Haaß den Kampf wei­ter an und ging durch den Tref­fer von Jepps­son wie­der mit 22:21 knapp in Füh­rung. Nico Büdel erober­te sich den Ball und und traf 15 Minu­ten vor dem Ende per Tem­po­ge­gen­stoß zum 23:21. Mit zuneh­men­der Spiel­zeit gewann das Spiel immer wei­ter an Span­nung. Die Angriffs­rei­hen der Fran­ken lie­ßen den Ball schnell lau­fen und fan­den immer wie­der einen frei­en Mann im Erlan­ger Tri­kot. So auch in der 47. Minu­te, als Simon Jepps­son, der am 18. Spiel­tag kaum zu stop­pen war, den Tref­fer zum 24:21 aus dem Rück­raum erziel­te. In Unter­zahl setz­te sich Metz­ner klas­se durch und wuch­te­te den Ball zum 26:23 in die Maschen (53.). Weil nach Büdel auch noch Jepps­son die Zeit­stra­fe sah, kamen die Ber­li­ner in dop­pel­ter Über­zahl per Sie­ben­me­ter wie­der auf zwei Tore her­an. Büdel traf zum 27:24, aber der Tabel­len­zwei­te ver­kürz­te direkt wie­der auf 27:25. Es blieb bis zur letz­ten Sekun­de span­nend in der ARE­NA NÜRN­BER­GER Ver­si­che­rung. Jepps­son schei­tert, aber Kle­men Fer­lin war wie­der hell­wach im Tor und schick­te Büdel auf die Rei­se zum 29:26 (58.). In der hei­ßen End­pha­se tank­te sich der Spiel­ma­cher sehens­wert durch und konn­te nur noch unfair von Anders­son gestoppt wer­den. Die­ses Foul bestraf­ten die Unpar­tei­ischen mit der direk­ten roten Kar­te. Den dar­aus resul­tie­ren­den Sie­ben­me­ter ver­wan­del­te Ivic abge­zockt per Heber zum End­stand von 30:27.

„Natür­lich fühlt sich das direkt nach dem Spiel sehr, sehr gut an. Wir hat­ten einen sehr schwe­ren Dezem­ber und sind mit einer deut­li­chen Klat­sche aus Flens­burg in die Pau­se gegan­gen, des­we­gen tut es jetzt unfass­bar gut, dass die wir so eine Top-Mann­schaft mit so einer Beset­zung zuhau­se schla­gen konn­ten. Ich fin­de, dass wir über wei­te Strecken des Spiels auch das Spiel bestimmt haben. Ich bin stolz auf mei­ne Jungs, die heu­te so eine Per­for­mance gelie­fert haben. Ange­fan­gen vom Enga­ge­ment, vom Auf­tre­ten her ein­fach gezeigt haben, dass die Punk­te ein­fach bei uns blei­ben sol­len.“, HC-Trai­ner Micha­el Haaß zeig­te sich zufrieden.

Zeit zum Durch­at­men bleibt den Erlan­gern jedoch kaum. Schon am kom­men­den Don­ners­tag sind die Schütz­lin­ge von Micha­el Haaß beim HSC 2000 Coburg gefor­dert. Das Fran­ken­der­by wird am 18. Febru­ar um 19 Uhr in der HUK-Coburg ARE­NA angepfiffen.

Sta­ti­stik:

HC Erlan­gen:
Tor: Zie­mer, Ferlin
Sel­lin, Over­by (1), Mar­schall, Kell­ner, Firn­ha­ber (1), Ivic (3/2), Büdel (4), Bis­sel (2), Mos­in­di, Schäf­fer (1), Metz­ner (6), von Gruch­al­la (4), Jepps­son (8)

Füch­se Berlin:
Tor: Genz, Milosavljev
Ernst, Wie­de, Holm (4), Gojun, Anders­son (2), Lind­berg (6/4), Mich­al­cz­ik (1), Chrintz, Mat­thes (1), Kopl­jar (1), Vojo­vic (2), Koch (3), Mar­se­nic (4), Drux (3)