Bro­se Bam­berg unter­liegt in letz­ter Sekun­de in Chemnitz

symbolbild basketball

Bro­se Bam­berg muss­te sich zum Rück­run­den­auf­takt der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den NINERS Chem­nitz mit 83:86 geschla­gen geben. Das Spiel ent­schied sich in der letz­ten Sekun­de, nach­dem Mar­cus Thorn­ton sei­nen sech­sten erfolg­rei­chen Drei­er ein­netz­te. Die Drei­er waren es auch, die Bam­berg am Ende das Genick bra­chen. 61 Pro­zent (14/23) tra­fen die Gast­ge­ber. Bei Bro­se fehl­ten ver­let­zungs­be­dingt Lar­son (Knie), Fie­ler (Dau­men) und Ruoff (Fuß). Zu die­sen drei gesell­te sich auch Joa­nic Grütt­ner-Bacoul, der sich im Spiel in Frank­furt einen Kahn­bein­bruch im lin­ken Hand­ge­lenk zuge­zo­gen hat­te und nun eben­falls meh­re­re Wochen aus­fal­len wird. Bester Bam­ber­ger Wer­fer war Devon Hall mit 20 Punkten.

Johan Roi­jak­kers: „Glück­wunsch an Chem­nitz. Ich bin trotz der Nie­der­la­ge stolz auf mei­ne Mann­schaft. Am Ende hat­ten wir kei­ne Ener­gie mehr und muss­ten den Umstän­den Tri­but zol­len. Mit den vie­len Ver­letz­ten, die wir aktu­ell haben, kann ich mei­nem Team nur ein Kom­pli­ment machen, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat.“

Im ersten Vier­tel domi­nier­ten bei­de Offen­siv­rei­hen. Oder anders: Ver­tei­di­gung fand auf bei­den Sei­ten nur rudi­men­tär statt. Den bes­se­ren Beginn in die­sem Shoot Out erwisch­ten die Gast­ge­ber, die in den ersten vier­ein­halb Minu­ten vier Drei­er tra­fen und Bro­se dem­entspre­chend fol­ge­rich­tig mit neun Punk­ten zurück­lag: 9:18. Erst all­mäh­lich kamen die Gäste vor­ne bes­ser ins Lau­fen, mach­ten das Wett­schie­ßen mit und tra­fen bis Vier­te­len­de eben­falls vier Drei­er. Da aber Chem­nitz noch­mals zwei ein­streu­te, blie­ben die Haus­her­ren durch­ge­hend vor­ne. Ken­ny Ogbe hielt Bam­berg durch elf Punk­te, dar­un­ter zwei Drei­er, im Spiel, so dass der Bam­ber­ger Rück­stand nach zehn Minu­ten ledig­lich fünf Zäh­ler betrug: 27:32.

Im zwei­ten Vier­tel wur­de dann auch ver­tei­digt. Und das zunächst auf bei­den Sei­ten. Freie Wür­fe wur­den nun Man­gel­wa­re, die Punk­teaus­beu­te war ent­spre­chend gering. Nach einem Hall-Drei­er war Bro­se nach gut 14 Minu­ten wie­der auf zwei Zäh­lern dran: 34:36. Erst­mals aus­glei­chen konn­ten die Gäste aber erst gut vier Minu­ten spä­ter. Ben­net Hundt traf den Distanz­wurf zum 43:43. Und Bam­berg war nun am Drücker, stand defen­siv stark und traf vor­ne wei­ter­hin hoch­pro­zen­tig von jen­seits der 6,75m-Linie (9/16 in der ersten Hälf­te). Bis zur Pau­se ver­senk­ten noch Seng­fel­der und aber­mals Hall jeweils den Drei­er. Bro­se gewann Vier­tel Num­mer zwei mit 22:11 und ging mit einer Sechs-Punk­te-Füh­rung in die Pau­se: 49:43.

Den Vor­sprung konn­te Chri­sti­an Seng­fel­der gleich zu Beginn der zwei­ten Halb­zeit auf acht Punk­te aus­bau­en (51:43, 21.). Chem­nitz aber kämpf­te, traf durch Thorn­ton und Mike bis Mit­te des drit­ten Vier­tels zwei Drei­er und kam so wie­der suk­zes­si­ve ran (58:57, 26.). Ein And1 von Har­ris brach­te Bro­se nach gut 28 Minu­ten erst­mals seit län­ge­rer Zeit beim 60:61 wie­der in Rück­stand, Ken­ny Ogbe per Drei­er und Devon Hall sorg­ten jedoch mit den letz­ten Aktio­nen des drit­ten Abschnitts dafür, dass die Füh­rung nicht nur wie­der wech­sel­te, son­dern nach 30 Minu­ten auch wie­der vier Punk­te betrug: 65:61.

Der Schluss­ab­schnitt war dann ein äußerst span­nen­der. Chem­nitz traf gleich zu Beginn den Drei­er, kam somit wie­der auf einen Zäh­ler ran. Für Bro­se waren Ogbe und Hall per Frei­wurf erfolg­reich (68:67, 32.). Zwi­schen Minu­te 33 und 36 nahm sich Bro­se dann aller­dings eine Kom­plett­aus­zeit. Vor­ne ging nichts mehr rein, hin­ten konn­ten die Haus­her­ren nicht mehr gestoppt wer­den. Die Fol­ge war ein 10:0‑Lauf der Chem­nit­zer, die Bam­berg damit mit neun Zäh­ler in Rück­stand brach­ten (68:77, 37.). Aber die Gäste fin­gen sich, kamen aus dem klei­nen Loch her­aus und sorg­ten ihrer­seits mit einem 11:0‑Lauf 70 Sekun­den vor Schluss für den aber­ma­li­gen Füh­rungs­wech­sel: 79:77. Die End­pha­se war dann hoch­dra­ma­tisch. Ben­net Hundt traf 8,5 Sekun­den vor dem Ende zwei Frei­wür­fe zum erneu­ten Aus­gleich, nach­dem vor­her unter ande­rem Thorn­ton per Drei­er für Chem­nitz erfolg­reich war: 82:82. Die letz­te Akti­on hat­ten die Haus­her­ren. Sie gin­gen über – natür­lich – Thorn­ton, der den Drei­er Mit­ten ins Bam­ber­ger Herz traf. Bro­se ver­lor mit 83:86 bei den NINERS Chemnitz.

Bro­se Bamberg:

Lock­hart, Ple­scher dnp, Seric, Hall 20, Ogbe 16, Thomp­son 2, Vita­li 11, Hundt 10, Seng­fel­der 14, Kra­vish 9