MdL Gabi Schmidt zum Welt­tag gegen den Ein­satz von Kin­der­sol­da­tin­nen und Kin­der­sol­da­ten am 12. Februar

MdL Gabi Schmidt
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„Es muss noch viel mehr pas­sie­ren, um schwer­ste Kin­der­rechts­ver­let­zun­gen end­lich zu beenden“

Am heu­ti­gen Frei­tag ist der Inter­na­tio­na­le Tag gegen den Ein­satz von Kin­der­sol­da­ten und Kin­der­sol­da­tin­nen – „ein Tag der Schan­de, der uns dar­an erin­nert, dass noch viel mehr pas­sie­ren muss, um schwer­ste Kin­der­rechts­ver­let­zun­gen end­lich zu been­den“, sagt die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gabi Schmidt (FW, Uehl­feld), die Mit­glied der Kin­der­kom­mis­si­on des Baye­ri­schen Land­tags ist.

Selbst Fach­leu­te kön­nen nur schät­zen, wie vie­le Kin­der und Jugend­li­che welt­weit im Rah­men von Kampf­hand­lun­gen ein­ge­setzt wer­den. In nur weni­gen Fäl­len gibt es tat­säch­li­che Bewei­se, doch man muss davon aus­ge­hen, dass es der­zeit bis zu 250 000 min­der­jäh­ri­ge Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten gibt. „Sie ver­lie­ren ihre Kind­heit, sind Zeu­gen von Gewalt und bege­hen selbst Gewalt­ta­ten. Mäd­chen, die als Kin­der­sol­da­tin­nen rekru­tiert wer­den, sind noch dazu oft sexu­el­ler Gewalt aus­ge­setzt“, so die Poli­ti­ke­rin der Frei­en Wähler.

 Im Rahmen einer Delegationsreise nach New York informierte sich die Kinderkommission des Bayerischen Landtags 2016 über Stand und Umsetzung der weltweiten Kinderrechte, Thema im Gespräch mit der UN-Sonderbeauftragten für Gewalt gegen Kinder, Marta Santos Pais, war dabei auch der Einsatz von Kindersoldaten: Gabi Schmidt, Tanja Schorer-Dremel, Marta Santos Pais, Doris Rauscher (v.r.). (Foto: Abgeordnetenbüro Gabi Schmidt).

Im Rah­men einer Dele­ga­ti­ons­rei­se nach New York infor­mier­te sich die Kin­der­kom­mis­si­on des Baye­ri­schen Land­tags 2016 über Stand und Umset­zung der welt­wei­ten Kin­der­rech­te, The­ma im Gespräch mit der UN-Son­der­be­auf­trag­ten für Gewalt gegen Kin­der, Mar­ta San­tos Pais, war dabei auch der Ein­satz von Kin­der­sol­da­ten: Gabi Schmidt, Tan­ja Scho­rer-Dre­mel, Mar­ta San­tos Pais, Doris Rau­scher (v.r.). (Foto: Abge­ord­ne­ten­bü­ro Gabi Schmidt).

Seit 2002 gilt die Rekru­tie­rung von Kin­dern unter 15 Jah­ren für den Ein­satz in bewaff­ne­ten Kon­flik­ten als Kriegs­ver­bre­chen. Den­noch sind Min­der­jäh­ri­ge, die meist auch nie zur Schu­le gegan­gen sind, in Kampf­hand­lun­gen in Afri­ka und Asi­en ver­wickelt. Teil­wei­se wer­den die Kin­der ent­führt und mit Gewalt an die Waf­fen gezwun­gen, in ande­ren Fäl­len nut­zen Mili­zen die Armut und Not der Kin­der aus.

„Der Weg zurück in ein nor­ma­les Leben ist für ehe­ma­li­ge Kin­der­sol­da­ten und Kin­der­sol­da­tin­nen sehr schwer, oft lei­den sie lebens­lang unter psy­chi­schen Pro­ble­men“, sagt Gabi Schmidt. Zu schwer lastet die Erin­ne­rung an das, was sie erlebt und (oft unter Zwang) getan haben. Teil­wei­se wol­len auch die eige­nen Fami­li­en die aus dem Krieg zurück­ge­kehr­ten Jugend­li­chen nicht mehr auf­neh­men. Wert­vol­le Hil­fe lei­sten hier die Reinte­gra­ti­ons­pro­gram­me der Unicef für ehe­ma­li­ge Kin­der­sol­da­tin­nen und ‑sol­da­ten. „Doch die­se sind teils mas­siv unter­fi­nan­ziert, ein Umstand, den wir nicht hin­neh­men dür­fen. Bay­ern muss durch die Ent­wick­lungs­hil­fe hier auch Ein­fluss neh­men“, so die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te der Frei­en Wähler.