Bro­se Bam­berg dreht 18-Punk­te-Rück­stand und gewinnt in Frankfurt

symbolbild basketball

Bro­se Bam­berg hat sich am 17. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga einen 86:76-Sieg bei den FRA­PORT SKY­LI­NERS erkämpft. Danach sah es zur Pau­se aller­dings nicht aus. Nach­dem Bro­se das drit­te Vier­tel mit 8:27 ver­lor, ging es mit einem 14-Punk­te-Rück­stand in die Halb­zeit (32:48). Der Rück­stand wur­de im drit­ten Vier­tel noch­mals etwas grö­ßer, ehe Bam­berg begann, das Spiel zu dre­hen. Defen­siv nun voll auf der Höhe, offen­siv gna­den­los effek­tiv – Bro­se hol­te den Rück­stand auf und ging nach 34 Minu­ten wie­der in Füh­rung: 64:63. Die­se konn­ten die Bam­ber­ger bis zum Ende noch auf zehn Punk­te aus­bau­en und sicher­ten sich somit einen wich­ti­gen Sieg im Kampf um die Play­offs. Vier Bro­se-Spie­ler punk­te­ten zweit­stel­lig: Seng­fel­der (13), Hall (22), Kra­vish (22, feh­ler­frei aus dem Feld und von der Frei­wurf­li­nie(!)), Vita­li (23).

Johan Roi­jak­kers: „Heu­te haben wir gese­hen, wel­ches Bam­berg wir die­ses Jahr sind. Wenn wir nicht mit der rich­ti­gen Ein­stel­lung ins Spiel gehen, dann tun wir uns sehr schwer. Wenn wir aber mit der rich­ti­gen Ein­stel­lung auf­tre­ten, dann kön­nen wir ein sehr gutes Team sein. Gra­tu­la­ti­on an mei­ne Spie­ler für ihren Kampf und Ein­satz. Mit der Art wie sie zurück­ge­kom­men sind, haben sie den Sieg ver­dient. Ein beson­de­res Lob geht an Joa­nic Grütt­ner. Sein Ein­satz war exzel­lent, er hat das Spiel für uns in der zwei­ten Halb­zeit gedreht. Dazu war Michel­le Vita­li in der End­pha­se ein­fach der ent­schei­den­de Mann.“

Der Beginn war aus­ge­gli­chen mit erfolg­rei­chen Offen­siv­ak­tio­nen auf bei­den Sei­ten. Bei Frank­furt war es in den ersten Minu­ten vor allem Rasheed Moo­re, den die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung nur schwer in den Griff bekam und der allei­ne im ersten Vier­tel auf zehn Zäh­ler kam. Bro­se mach­te die­sen Fakt aber mit einem geschlos­se­nen Mann­schafts­spiel wett, und mit viel Ein­satz unter dem Korb. Elf Rebounds und sechs Assists stan­den nach zehn Minu­ten zu Buche. Ein 6:0‑Lauf brach­te nach gut sie­ben Minu­ten die Bam­ber­ger 19:15-Führung. Drei Zäh­ler davon waren nach zehn Minu­ten beim Stand von 24:21 noch übrig.

Im zwei­ten Abschnitt lief es für Bro­se dann, war­um auch immer, gar nicht mehr. Es dau­er­te knapp vier Minu­ten, ehe die Gäste erst­mals durch David Kra­vish erfolg­reich abschlie­ßen konn­ten. Bis dahin hat­ten die Frank­fur­ter aber bereits zehn Punk­te erzielt (26:31, 14.). Und wei­ter spiel­ten nur die Haus­her­ren. Bei Bro­se indes war der Faden offen­siv und defen­siv voll­kom­men geris­sen. Die Fol­ge: Frank­furt zog auf und davon, gewann das zwei­te Vier­tel mit 27:8 und sorg­te für einen Bam­ber­ger 16-Punk­te-Rück­stand zur Pau­se: 32:48. Eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Zahl nach 20 Minu­ten: Bro­se lei­ste­te sich bis zur Pau­se zwölf Ballverluste.

Dass Bro­se ver­tei­di­gen kann, zeig­ten die Gäste dann in der zwei­ten Halb­zeit. Von Beginn an setz­ten die Bam­ber­ger nun den defen­si­ven Ton. Und aus star­ken Defen­siv­ak­tio­nen kamen erfolg­rei­che Offen­siv­ak­tio­nen zustan­de. Nun stimm­te auch wie­der die Kör­per­spra­che: es wur­de gere­det, es wur­de gefigh­tet, es wur­de kein Ball ver­lo­ren gege­ben. Im drit­ten Vier­tel kas­sier­te Bro­se ledig­lich acht Punk­te. Vor­ne war es immer wie­der Devon Hall, der sei­ne Mann­schaft anführ­te und den Rück­stand suk­zes­si­ve ver­kürz­te. Nach zwei erfolg­rei­chen Kra­vish-Frei­wür­fen zum Ende des Abschnitts lag Bro­se nur noch mit sechs Punk­ten hin­ten, stand es 50:56.

Die Fra­ge nun: wel­ches Gesicht zei­gen die Gäste im Schluss­ab­schnitt? Das des zwei­ten Vier­tels oder das des drit­ten? Die Ant­wort wur­de schnell gege­ben. Nach Punk­ten von Kra­vish, Seng­fel­der und einem Hall-Drei­er über­nahm fort­an Miche­le Vita­li in der Offen­si­ve das Gesche­hen. Der Ita­lie­ner traf zunächst den Distanz­wurf, kurz dar­auf zwei Frei­wür­fe und brach­te sei­ne Mann­schaft damit wie­der in Füh­rung (64:63, 34.). Die gaben die Bam­ber­ger zwar noch ein­mal kurz her, spä­te­stens aber nach dem näch­sten Vita­li-Drei­er war Bro­se beim 76:69 zwei­ein­halb Minu­ten vor Ende end­gül­tig auf die Sie­ger­stra­ße ein­ge­bo­gen. Zwar kam Frank­furt noch­mal auf sechs Zäh­ler ran, ein wei­te­rer Drei­er von Miche­le Vita­li und eine Offen­siv­foul­auf­nah­me vom star­ken Joa­nic Grütt­ner besie­gel­ten 40 Sekun­den vor Schluss den Bam­ber­ger Sieg. Durch das 86:76 tau­schen Frank­furt und Bro­se wie­der die Plät­ze, so dass Bam­berg nun wie­der auf Tabel­len­platz acht rangiert.

Bro­se Bamberg:

Ruoff, Ple­scher dnp, Seric, Hall 20, Ogbe 2, Thomp­son 4, Vita­li 23, Hundt 2, Seng­fel­der 13, Kra­vish 22, Grüttner