MdL Hol­ger Dre­mel: „För­der­mit­tel für For­schungs­pro­jekt zur Vor­her­sa­ge und Bewäl­ti­gung von Dür­re­pe­ri­oden bewilligt“

MdL Holger Dremel
MdL Holger Dremel

Für ein For­schungs­pro­jekt zur Vor­her­sa­ge und Bewäl­ti­gung von Dür­re­pe­ri­oden im Frei­staat Bay­ern hat die CSU 230.000 Euro aus der Frak­ti­ons­re­ser­ve bereit­ge­stellt. Das teilt der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hol­ger Dre­mel mit.

„Wie­der­keh­ren­de Hit­ze- und Trocken­pe­ri­oden, die ins­be­son­de­re den Nor­den Bay­erns und somit auch den Land­kreis Bam­berg hart tref­fen, machen Natur und Mensch stark zu schaf­fen. Wie kön­nen also Dür­re­pe­ri­oden vor­her­ge­sagt und bewäl­tigt wer­den? Genau das soll nun die­ses Pro­jekt her­aus­fin­den“, erklärt Dremel.

Ziel des Pro­jek­tes ist es, ein Vor­her­sa­ge- und Manage­ment­sy­stem auf­zu­bau­en, wel­ches in Koope­ra­ti­on mit Behör­den und Ämtern lang­fri­stig Fran­ken und Nord­bay­ern als eine beson­ders betrof­fe­ne Regi­on bei der Bewäl­ti­gung von Dür­re­pe­ri­oden unterstützt.

In einer gemein­sa­men Pro­jekt­skiz­ze der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen und der Uni­ver­si­tät Augs­burg, die das Pro­jekt durch­füh­ren wer­den, wer­den fol­gen­de Teil­zie­le des For­schungs­vor­ha­bens definiert:

  • Ent­wick­lung, Anwen­dung und Ana­ly­se sub­sai­so­na­ler und sai­so­na­ler (S2S) hydro­me­teo­ro-logi­scher Dür­re-Vor­her­sa­gen zum Nied­rig­was­ser­manage­ment in Franken.
  • Ent­wick­lung eines Bewirt­schaf­tungs­mo­dells für ein Dür­re­ma­nage­ment zur Ertrags- und Bestands­si­che­rung unter Berück­sich­ti­gung von Vor­her­sa­ge, Was­ser­be­darf und Was­ser-ver­füg­bar­keit als Anpas­sungs­stra­te­gie an den Kli­ma­wan­del. Der Fokus liegt hier­bei auf dem grund­sätz­li­chen Ansatz, kurz­zei­ti­gen Was­ser­über­schuss zu mana­gen, um Land- und Forst­wirt­schafts­er­trä­ge opti­mie­ren zu kön­nen. Das Pro­jekt geht der Fra­ge nach, wie ein­tem­po­rä­rer Was­ser­über­schuss aus regen­rei­chen Zei­ten gezielt für was­ser­ar­me Zei­ten ver­füg­bar gemacht wer­den kann. Wie kann der Boden­was­ser­vor­rat in und unter­halb der Wur­zel­zo­ne recht­zei­tig gezielt auf­ge­füllt wer­den ohne dass es infol­ge eines Stark­re­ge­n­er­eig­nis­ses zu uner­wünsch­ten Hoch­was­ser­ab­flüs­sen kommt?

Grund­la­ge für die Erar­bei­tung eines sol­chen Systems ist die Samm­lung ent­spre­chen­der Mess­da­ten und die Instal­la­ti­on eines Boden­feuch­te- und Grund­was­ser­netz­werks, wel­ches in den jewei­li­gen Land­krei­sen erfol­gen soll.

„Für Wald­be­sit­zer und Land­wir­te in Fran­ken und Nord­bay­ern und gera­de auch im Land­kreis Bam­berg sind die wie­der­keh­ren­den Trocken­pe­ri­oden eine sehr gro­ße Her­aus­for­de­rung und ein Haupt­grund dafür, dass wir uns für die­ses Pro­jekt ein­ge­setzt haben. Wie ken­nen die Pro­ble­me unse­rer Wald­be­sit­zer und Land­wir­te und wer­den uns dar­um küm­mern“, so Dre­mel abschließend.