Land­rats­amt Forch­heim infor­miert: Stall­pfllicht auch für Hobbygeflügelhaltung!

Stall­pflicht für Geflü­gel im gesam­ten Land­kreis Forchheim

Im gesam­ten Land­kreis Forch­heim inklu­si­ve der Stadt Forch­heim gilt seit dem 29.01.2021 die Stall­pflicht sowie erhöh­te Bio­si­cher­heits­maß­nah­men für Geflü­gel. Dies betrifft nicht nur gewerb­lich gehal­te­nes Geflü­gel son­dern auch Geflü­gel, das als Hob­by, z.B. im Gar­ten, gehal­ten wird.

Zum Geflü­gel zäh­len Hüh­ner, Trut­hüh­ner, Perl­hüh­ner, Reb­hüh­ner, Fasa­ne, Lauf­vö­gel, Wach­teln, Enten und Gän­se, die in Gefan­gen­schaft auf­ge­zo­gen oder gehal­ten werden.

Der Stall­pflicht kann nach­ge­kom­men wer­den, indem die Tiere

  • in geschlos­se­nen Stäl­len oder
  • in einer Volie­re, einem Aus­lauf o.ä., die nach oben mit einem Dach oder einer festen Pla­ne gesi­chert sein müs­sen, gehal­ten wer­den. Außer­dem muss eine Sei­ten­be­gren­zung vor­han­den sein, die das Ein­drin­gen von Wild­vö­geln verhindert.

Des Wei­te­ren müs­sen erhöh­te Bio­si­cher­heits­maß­nah­men ein­ge­hal­ten wer­den. Das bedeu­tet, dass das Ein­tra­gen von Erre­gern von außen in den Stall ver­hin­dert wer­den muss. Das Betre­ten des Stalls darf daher nur mit sau­be­rer betriebs­ei­ge­ner Schutz­klei­dung oder Ein­mal­klei­dung erfol­gen. Ins­be­son­de­re müs­sen die Schu­he direkt vor Betre­ten des Stalls gewech­selt oder des­in­fi­ziert werden.

Außer­dem wur­den Geflü­gel­aus­stel­lun­gen, Geflü­gel­märk­te und ähn­li­che Ver­an­stal­tun­gen sowie das Füt­tern von Wild­vö­geln im gesam­ten Land­kreis­ge­biet verboten.

Die­se Maß­nah­men waren erfor­der­lich gewor­den, da am 29.01.2021 in einem klei­nen Geflü­gel­be­trieb in Pot­ten­stein im Land­kreis Bay­reuth ein Aus­bruch von Geflü­gel­pest (HPAI), auch Vogel­grip­pe genannt, fest­ge­stellt wur­de. In den letz­ten Wochen waren außer­dem auch in Bay­ern ver­mehrt an Geflü­gel­pest ver­en­de­te Wild­vö­gel auf­ge­fun­den worden.

Um eine Aus­brei­tung der Geflü­gel­pest auf wei­te­re Nutz- und Haus­tier­be­stän­de zu ver­hin­dern, wur­den um den Aus­bruchs­be­trieb ein Sperr­be­zirk mit Radi­us 3 km und ein Beob­ach­tungs­ge­biet mit Radi­us 10 km ein­ge­rich­tet. Tei­le die­ser Restrik­ti­ons­zo­nen rei­chen auch in den Land­kreis Forch­heim. Ins­be­son­de­re für leben­des Geflü­gel, Eier und Geflü­gel­fleisch­pro­duk­te gel­ten in und aus die­sen Gebie­ten Verbringungsverbote.

Das Land­rats­amt Forch­heim weist in die­sem Zusam­men­hang dar­auf hin, dass alle Geflü­gel­hal­tun­gen, auch Hob­by­hal­tun­gen, beim zustän­di­gen Vete­ri­när­amt und zusätz­lich beim Amt für Land­wirt­schaft gemel­det wer­den müssen.

Alle Rege­lun­gen wie die ange­ord­ne­ten Schutz­maß­nah­men und eine Kar­te der Restrik­ti­ons­ge­bie­te sind in der All­ge­mein­ver­fü­gung des Land­krei­ses Forch­heim vom 29.01.2021 auf der Home­page des Landratsamtes.