Hoch­was­ser­wo­chen­en­de ver­läuft im Land­kreis Forch­heim rela­tiv entspannt

Symbolbild Feuerwehr. Foto: Pixabay/FF Bretzfeld

Das anhal­ten­de Tau­wet­ter der letz­ten Tage und die dau­er­haf­ten Nie­der­schlä­ge lie­ßen nichts Gutes erwar­ten. Wur­de man doch in den letz­ten Jah­ren von eini­gen Hoch­wäs­sern mas­siv getrof­fen, so galt es nun beson­ders sen­si­bel mit die­ser Situa­ti­on umzuz­ge­hen. Die Pegel­stän­de von Aisch, Wie­sent, Lein­lei­ter­bach, Schwa­bach, und Tru­bach sowie wei­te­rer Fließ­ge­wäs­ser wur­den genau beob­ach­tet, um ggf. früh­zei­tig Maß­nah­men der Feu­er­weh­ren ein­lei­ten zu können.

Am Frei­tag­nach­mit­tag began­nen die Pegel­stän­de der Fließ­ge­wäs­ser stä­tig zu stei­gen und gemäß Hoch­was­ser­plan wur­den durch die Gemein­den, dem Land­kreis und wei­te­rer Stra­ßen­bau­last­trä­ger begon­nen die kri­ti­schen Berei­che bzw. Über­schwem­mungs­ge­fähr­de­te Gebie­te abzusichern.

Die Pegel­stän­de der Bäche stie­gen in den spä­te­ren Stun­den rapi­de an und tra­ten teil­wei­se über die Ufer. Den­noch blie­ben die Was­ser­stän­de auf einem beherrsch­ba­ren Niveau. Ledig­lich die Schwa­bach bei Klein­sen­del­bach erreich­te kurz­zei­tig in der Nacht die Mel­de­stu­fe vier. Die Aisch am Pegel Lau­fer Müh­le kratz­te kur­zei­tig am Sonn­tag­mit­tag am Grenz­wert zur Stu­fe 3 der Hochwasserskala.

Beson­ders bedroh­lich wur­de es jedoch nahe der Sach­sen­müh­le / Beh­rin­gers­müh­le im Gemein­de­be­reich Göß­wein­stein. Am spä­ten Frei­tag­abend wur­de hier der Höchst­stand der Wie­sent erreicht. Da hier der Ails­bach und die Pütt­lach in die Wie­sent flie­ßen muss­te mit einen kri­ti­schen Anstieg des Pegels gerech­net wer­den. Der Ails­bach sorg­te bereits im vor­ge­la­ger­ten Unte­rails­feld für Über­schwem­mun­gen. In Sach­sen­müh­le drang das Was­ser in den Pum­pen­raum des Zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gung der Wiesent­grup­pe ein. Die­ses galt es durch die Feu­er­weh­ren abzu­pum­pen, damit die Trink­was­ser­ver­sor­gung für die umlie­gen­den Ort­schaf­ten gewähr­lei­stet wer­den konn­te und wei­te­re Maß­nah­men zur Siche­rung der Gebäu­de und Anla­gen wur­den ein­ge­lei­tet. Auf Anfor­de­rung der Feu­er­weh­ren und des Bür­ger­mei­sters wur­de nach einer gemein­sa­men Lage­be­spre­chung durch den Kreis­brand­rat zu den bereits ein­ge­setz­ten Feu­er­weh­ren die THW-Orts­ver­bän­de Forch­heim und Kir­cheh­ren­bach alar­miert. Die­se lie­fer­ten ca. 1.500 Sand­säcke an die Ein­satz­stel­le, wel­che dann von den Kräf­ten der Feu­er­weh­ren Göß­wein­stein, Etz­dorf-Tür­kel­stein und Leutz­dorf, sowie Kräf­te der THW Orts­ver­bän­de Forch­heim und Kir­cheh­ren­bach zu zwei Sand­sack­wäl­len mit 5 und 7 Metern Län­ge und jeweils einer Höhe von einem Meter ver­baut wur­den. Bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den waren die Kräf­te von Feu­er­wehr und THW damit beschäf­tigt, die Pum­pen zu schüt­zen, damit die Trink­was­ser­ver­sor­gung wei­ter­hin sicher­ge­stellt wer­den konn­te. Ein schnel­les Abfla­chen des Was­ser­stan­des führ­te zu einer früh­zei­ti­gen Ent­span­nung der Lage.

Bereits seit den Mit­tags­stun­den waren Kräf­te der Feu­er­weh­ren Beh­rin­gers­müh­le und Göß­wein­stein am ehe­ma­li­gen Senio­ren­heim mit aus­pump­ar­bei­ten beschäf­tigt, wel­che sich bis in den näch­sten Tag hinzogen.

Wei­te­re wesent­li­che Ein­sät­ze der Feu­er­weh­ren in Bezug auf das Hoch­was­ser wur­den nicht ver­zeich­net. Somit ver­lief das erwar­te­te Hoch­was­ser­wo­chen­en­de aus Sicht der Feu­er­weh­ren rela­tiv entspannt.