Ter­mi­ne am Land­ge­richt Bam­berg in der 3. Kalen­der­wo­che 2021

Symbolbild Justiz

In der 3. Kalen­der­wo­che 2021 fin­den am Land­ge­richt Bam­berg fol­gen­de (erst­in­stanz­li­che) Haupt­ver­hand­lun­gen in Straf­sa­chen statt:

1. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 42-jäh­ri­gen H. wegen ver­such­ten Tot­schlags und gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung am 18.01.2021, 10:00 Uhr, vor der 2. Straf­kam­mer als Schwur­ge­richt (Az. 25 Ks 1107 Js 377/20).

Dem Ange­klag­ten liegt zur Last, im Rah­men einer pri­va­ten Fei­er in der Sil­ve­ster­nacht 2019 in einem Sport­heim im Land­kreis Bam­berg sich zunächst in einen Streit zwi­schen zwei ande­ren Per­so­nen ein­ge­mischt zu haben, wobei er von einer der bei­den Per­so­nen, dem spä­te­ren Geschä­dig­ten, geschla­gen wor­den sein soll. Dar­auf­hin soll sich eine Schlä­ge­rei zwi­schen dem Ange­klag­ten und dem Geschä­dig­ten ent­wickelt haben, bei der bei­de Kon­tra­hen­ten erheb­li­che Ver­let­zun­gen davon getra­gen haben sol­len, der Ange­klag­te ins­be­son­de­re eine Nasen­bein­frak­tur und eine Mittelgesichtsfraktur.

Wei­te­ren Gästen soll es dann gelun­gen sein, den Ange­klag­ten und den Geschä­dig­ten zu tren­nen. Die­se ver­such­ten dann den Geschä­dig­ten aus dem Gebäu­de zu brin­gen, um ihn dann in ein Taxi nach Hau­se zu setzen.

Der Ange­klag­te soll indes über die bei der vor­an­ge­gan­ge­nen Aus­ein­an­der­set­zung erlit­te­nen Ver­let­zun­gen in Rage gera­ten und dem Geschä­dig­ten gefolgt sein. Noch im Gebäu­de soll er ihn erneut ange­grif­fen, zu Boden gebracht und dem Geschä­dig­ten mit einem Mes­ser zwei Sti­che gegen den Rumpf ver­setzt haben.

Die bei­den Kon­tra­hen­ten sol­len erneut von wei­te­ren anwe­sen­den Per­so­nen getrennt wor­den sein. Der Ange­klag­te soll den­noch dem Geschä­dig­ten in den Außen­be­reich des Gebäu­des gefolgt und ihm dort wei­te­re fünf kraft­voll geführ­te Mes­ser­sti­che gegen den Rumpf ver­setzt haben, wobei einer der Sti­che 8 cm in den Kör­per des Geschä­dig­ten ein­ge­drun­gen sein soll. Dabei soll der Ange­klag­te den Tod des Geschä­dig­ten bewusst in Kauf genom­men haben.

Der Geschä­dig­te soll sich dar­auf­hin in das ein­tref­fen­de Taxi geret­tet haben und so wei­te­ren Über­grif­fen des Ange­klag­ten ent­gan­gen sein. Er soll bei dem Über­griff ins­ge­samt sie­ben Stich­wun­den im Ober­kör­per erlit­ten haben, die ohne not­ärzt­li­che Ver­sor­gung zu sei­nem Tod geführt hätten.

Fort­set­zungs­ter­mi­ne: 19.01.2021, 09:00 Uhr; 25.01.2021, 10:00 Uhr; 26.01.2021, 09:00 Uhr;27.01.2021, 09:00 Uhr; 04.02.2021, 10:00 Uhr; 05.02.2021, 09:00 Uhr;24.02.2021, 10:00 Uhr; 25.02.2021, 09:00 Uhr

2. Das Siche­rungs­ver­fah­ren gegen den 27-jäh­ri­gen W. wegen ver­such­ten Tot­schlags und gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung am 21.01.2021, 09:00 Uhr, vor der 2. Straf­kam­mer des Land­ge­richts Bam­berg als Schwur­ge­richt (Az. 23 Ks 1107 Js 5525/20).

Dem Beschul­dig­ten liegt zur Last, im Zustand der Schuld­un­fä­hig­keit Mit­te April 2020 in einer Gemein­schafts­un­ter­kunft in Bam­berg mit sei­nem Mit­be­woh­ner einen Streit ange­fan­gen zu haben, in des­sen Ver­lauf er ihn zunächst mit Gegen­stän­den bewor­fen und wenig­stens ein­mal gegen des­sen Bein getre­ten haben soll.

In der Fol­ge soll der Beschul­dig­te eine Axt mit einer Griff­län­ge von 34 cm und einem 16 cm lan­gen Metall­kopf an sich genom­men und dem Geschä­dig­ten mit der stump­fen Sei­te des Metall­kop­fes wenig­stens einen festen Schlag auf den Hin­ter­kopf ver­setzt haben, wor­auf­hin die­ser zu Boden ging, wo ihn der Beschul­dig­te noch mehr­mals gegen den Kopf getre­ten haben soll.

Anschlie­ßend soll der Geschä­dig­te unter sein Bett gekro­chen sein, wor­auf­hin der Beschul­dig­te zusätz­lich noch ein Mes­ser mit einer Klin­gen­län­ge von 10,5 cm ergrif­fen haben und mit dem Mes­ser und der Axt durch den Lat­ten­rost mehr­fach nach dem unter dem Bett lie­gen­den Geschä­dig­ten gesto­chen und geschla­gen haben soll.

Letzt­end­lich soll der Beschul­dig­te durch zwei wei­te­re Mit­be­woh­ner, die zu der Situa­ti­on hin­zu­ge­kom­men waren, beru­higt und ent­waff­net wor­den sein, bis schließ­lich die Poli­zei eintraf.

Bei sei­nen Hand­lun­gen soll der Beschul­dig­te den Tod des Geschä­dig­ten jeden­falls bil­li­gend in Kauf genom­men haben. Der Geschä­dig­te soll sich hier­bei eine Schä­del­frak­tur, meh­re­re Kopf­platz­wun­den, eine Fin­ger­frak­tur sowie wei­te­re Ver­let­zun­gen zuge­zo­gen haben.

Fort­set­zungs­ter­mi­ne: 09.02.2021, 13:00 Uhr; 12.02.2021, 09:00 Uhr

Bezüg­lich son­sti­ger Fort­set­zungs­ter­mi­ne von bereits frü­her begon­ne­nen erst­in­stanz­li­chen Straf­ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt Bam­berg wird auf die frü­he­ren Mit­tei­lun­gen verwiesen.

Orga­ni­sa­to­ri­scher Hin­weis: Der­zeit fin­den auf­grund der „Coro­na-Kri­se“ stren­ge Ein­gangs­kon­trol­len statt. Bei Betre­ten des Gerichts­ge­bäu­des ist eine Selbst­aus­kunft zu COVID- 19 auszufüllen.

Das Selbst­aus­kunfts­form­blatt fin­det sich unter fol­gen­dem Link: https://​www​.justiz​.bay​ern​.de/​g​e​r​i​c​h​t​e​-​u​n​d​b​e​h​o​e​r​d​e​n​/​o​b​e​r​l​a​n​d​e​s​g​e​r​i​c​h​t​e​/​b​a​m​b​e​rg/

Aus Zeit­er­spar­nis­grün­den kann die­ses im Vor­feld schon aus­ge­druckt, aus­ge­füllt und mit­ge­bracht werden.