Land­kreis Lich­ten­fels als ein­zi­ger mit Zuwachs auf dem Arbeitsmarkt

Ana­ly­se des Arbeits­mark­tes in der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg – Von April bis Okto­ber 2020 Plus bei der Beschäf­ti­gung verzeichnet

Der Land­kreis Lich­ten­fels ist der ein­zi­ge in der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg (EMN) mit einem nega­ti­ven Coro­na-Effekt auf dem Arbeits­markt, das heißt, dass nur der Land­kreis Lich­ten­fels Zuwäch­se in der Beschäf­ti­gung auf­wei­sen kann. Das geht aus einer Unter­su­chung des Amtes für Stadt­for­schung und Sta­ti­stik für Nürn­berg und Fürth im Dezem­ber 2020 hervor.

Laut Mit­tei­lung der Arbeits­agen­tur liegt die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Lich­ten­fels für das Jahr 2020 bei 4,1 Pro­zent. In den Jah­ren 2019 und 2018 wur­den noch Jah­res­quo­ten von 3,4 bzw. 3,3 Pro­zent ver­zeich­net. In abso­lu­ten Zah­len waren 2020 1.611 Per­so­nen betrof­fen (2019: 1.316 Per­so­nen, 2018:1.280 Per­so­nen). Den­noch gibt es posi­ti­ve Nach­rich­ten, wenn man die Aus­wir­kun­gen der Covid-19-Pan­de­mie auf den Arbeits­markt im Ver­gleich zum Vor­jahr analysiert.

Das Amt für Stadt­for­schung und Sta­ti­stik für Nürn­berg und Fürth hat im Dezem­ber 2020 eine ent­spre­chen­de Aus­wer­tung für die Euro­päi­sche Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg (EMN) vor­ge­nom­men. Betrach­tet wur­den dabei die Net­to­zu­gangs­ra­ten in die Arbeits­lo­sig­keit für die Mona­te April bis Okto­ber im Ver­gleich von 2019 mit 2020.

Für den Land­kreis Lich­ten­fels wur­den fol­gen­de Wer­te errech­net: Lag die Quo­te in 2019 noch bei 5,15, so sank sie für den glei­chen Zeit­raum im Jahr 2020 auf 3,38 und lag damit um 1,77 Punk­te nied­ri­ger als im Vor­jahr. Damit ist Lich­ten­fels der ein­zi­ge Land­kreis in der EMN mit einem nega­ti­ven Coro­na-Effekt (sie­he Kar­te), d.h. dass nur der Land­kreis Lich­ten­fels Zuwäch­se in der Beschäf­ti­gung auf­wei­sen kann.

Der Coro­na-Effekt für die gesam­te EMN lag bei +3,25.

Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner erklärt hier­zu: „Die­se Ent­wick­lung war so nicht zu erwar­ten. Daher freue mich für alle Beschäf­tig­ten, die von die­ser posi­ti­ven Ent­wick­lung pro­fi­tiert haben. Mein Dank gilt aber ganz beson­ders allen Betrie­ben im Land­kreis, die die­se Ent­wick­lung ermög­licht haben. Da wir aktu­ell die Pan­de­mie jedoch nicht über­stan­den haben, kön­nen wir nur auf einen mil­den Ver­lauf hof­fen. Letzt­end­lich wird die Coro­na-Kri­se zur Beschleu­ni­gung des Struk­tur­wan­dels und der Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zes­se beitragen.“

Info: Das Amt für Stadt­for­schung und Sta­ti­stik führt aus, dass sich die unter­schied­li­che Betrof­fen­heit von der Coro­na-Pan­de­mie vor allem mit der wirt­schaft­li­chen Struk­tur sowie der Ver­tei­lung der Betriebs­grö­ßen­struk­tur erklä­ren lässt.

Über­sichts­kar­te zum Her­un­ter­la­den (PDF, 800KB): Coro­nabe­ding­ter Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit je 1.000 Erwerbs­per­so­nen in der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg, April bis Okto­ber 2020. Quel­le: Amt für Stadt­for­schung und Sta­ti­stik für Nürn­berg und Fürth: Berich­te aus Stadt­for­schung und Sta­ti­stik, 07.12.2020, M 513, S.2