Betrü­ge­ri­sche Anru­fe in Mit­tel­fran­ken – Warnhinweis

Symbolbild Polizei

Im Ver­lauf des gest­ri­gen Tages (12.01.2021) ereig­ne­te sich eine Serie betrü­ge­ri­scher Anru­fe angeb­li­cher Poli­zei­be­am­ter oder angeb­li­cher Ver­wand­ter in ganz Mit­tel­fran­ken. Die Poli­zei warnt erneut vor die­sen Betrugsmaschen.

Die bis­lang unbe­kann­ten Anru­fer ver­such­ten in min­de­stens 45 Fäl­len, meist Senio­ren um ihr Erspar­tes zu brin­gen. In der Mas­se der Fäl­le gaben sich die Anru­fer als angeb­li­che Poli­zei­be­am­te aus und ver­such­ten durch geschick­te Gesprächs­füh­rung die Ange­ru­fe­nen zur Über­ga­be von hohen Geld­be­trä­gen oder Wert­ge­gen­stän­den zu bringen.

In wei­te­ren Fäl­len gaben die Unbe­kann­ten vor, Ver­wand­te zu sein, wel­che sich gera­de in einer miss­li­chen Lage befän­den und drin­gend Geld benö­ti­gen wür­den. Das sie selbst gera­de unpäss­lich sind, wür­de ein Bekann­ter das Geld oder die Wert­ge­gen­stän­de in Emp­fang nehmen.

Bis­lang reagier­ten alle Betrof­fe­nen glück­li­cher­wei­se rich­tig, been­de­ten das Tele­fo­nat und über­ga­ben weder Bar­geld noch Wert­ge­gen­stän­de. Es ist jedoch damit zu rech­nen, dass wei­te­re Anru­fe in Mit­tel­fran­ken erfol­gen wer­den. Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat in allen Fäl­len die Ermitt­lun­gen aufgenommen.

Das Poli­zei­prä­si­di­um Mit­tel­fran­ken warnt in die­sem Zusam­men­hang ein­dring­li­chen vor den Betrugs­ma­schen und gibt fol­gen­de Verhaltenstipps:

Zum The­ma „Angeb­li­che Polizeibeamte“:

  • Sei­en Sie bei der­ar­ti­gen Anru­fen stets miss­trau­isch! Las­sen Sie sich am Tele­fon nicht unter Druck set­zen und been­den Sie das Tele­fo­nat mög­lichst sofort.
  • Geben Sie am Tele­fon grund­sätz­lich kei­ne ver­trau­li­chen Infor­ma­tio­nen wei­ter. Dies betrifft vor allem Anga­ben zu Ihren Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen oder dem Auf­be­wah­rungs­ort von Schmuck und Bargeld.
  • Über­ge­ben Sie nie­mals Geld oder Wert­ge­gen­stän­de an Per­so­nen, die Ihnen unbe­kannt sind. Hin­ter­le­gen Sie kei­ne der­ar­ti­gen Sachen für unbe­kann­te Abholer!
  • Las­sen Sie sich bei Anru­fen von ver­meint­li­chen Poli­zei­be­am­ten immer den Namen und die Dienst­stel­le nen­nen. Notie­ren Sie sich die Num­mer des Anrufers.
  • Beach­ten Sie: Die Poli­zei mel­det sich bei Ihnen nie­mals über die Not­ruf­num­mer „110“! Sei­en Sie miss­trau­isch, wenn der­ar­ti­ge Phan­ta­sie­num­mern im Dis­play erscheinen.
  • Beach­ten Sie ande­rer­seits aber auch, dass es den Tätern mitt­ler­wei­le mög­lich ist, die ech­ten Ruf­num­mern von Poli­zei­dienst­stel­len im Tele­fon­dis­play anzei­gen zu lassen!
  • Wenn Sie zurück­ru­fen, suchen Sie sich die Ruf­num­mer der betref­fen­den Dienst­stel­le selbst her­aus und las­sen Sie sich nicht vom Anru­fer ver­bin­den. Meist war­tet hier der näch­ste Betrüger.
  • Zie­hen Sie gege­be­nen­falls eine Per­son Ihres Ver­trau­ens hinzu.
  • Las­sen Sie kei­ne Frem­den in Ihre Wohnung!
  • For­dern Sie von Amts­per­so­nen immer den Dienst­aus­weis, egal ob die­se in Uni­form oder Zivil­klei­dung auf­tre­ten. Über­prü­fen Sie Aus­wei­se sorgfältig.
  • Ange­hö­ri­ge bit­ten wir, ihre älte­ren Ver­wand­ten über die Betrugs­ma­sche zu informieren.
  • Sei­en Sie auf­merk­sam, wenn in Ihrer Nach­bar­schaft älte­re Men­schen leben. Spre­chen Sie mit ihnen über die­ses Phänomen.
  • Mel­den Sie ver­däch­ti­ge Anru­fe umge­hend der Poli­zei. Scheu­en Sie sich nicht davor, den Poli­zei­not­ruf unter der 110 zu wäh­len, wenn Ihnen etwas ver­däch­tig vorkommt.

Zum Phä­no­men „Enkel­trick“:

  • Sei­en Sie miss­trau­isch, wenn sich jemand am Tele­fon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Geben Sie kei­ne Details zu Ihren fami­liä­ren oder finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen preis.
  • Legen Sie den Tele­fon­hö­rer auf, sobald Ihr Gesprächs­part­ner Geld von Ihnen fordert.
  • Ver­ge­wis­sern Sie sich, ob der Anru­fer wirk­lich ein Bekann­ter oder Ver­wand­ter ist: Rufen Sie die jewei­li­ge Per­son unter der bis­her bekann­ten und benutz­ten Num­mer an und las­sen Sie sich den Sach­ver­halt bestä­ti­gen. Über­ge­ben Sie nie­mals Geld an unbe­kann­te Personen.
  • Infor­mie­ren Sie sofort die Poli­zei über die Not­ruf­num­mer 110, wenn Ihnen ein Anruf ver­däch­tig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer gewor­den sind: Wen­den Sie sich an die Poli­zei und erstat­ten Sie Anzeige.