Schnee­fäl­le im Raum Hoch­fran­ken behin­dern den Berufsverkehr

Symbolbild Polizei

Am frü­hen Diens­tag­mor­gen kam es auf den hoch­frän­ki­schen Auto­bah­nen, auf­grund des in der Nacht ein­set­zen­den Schnee­falls zu erheb­li­chen Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen und meh­re­ren Unfäl­len. Die Auto­bahn­mei­ste­rei­en Rehau und Münch­berg waren im Dauereinsatz.

A72 /​Köditz. Auf der A72 in west­li­cher Rich­tung kam der Ver­kehr gegen 06.45 Uhr auf­grund eines pol­ni­schen Sat­tel­zu­ges, der sich bei Ködi­tz an einer Stei­gung fest­fuhr, zweit­wei­se zum Erliegen.

A72 /​Trogen. Am Auto­bahn­drei­eck Hoch­fran­ken rutsch­te um 07.45 Uhr ein rus­si­scher Sat­tel­zug auf der schnee­be­deck­ten Fahr­bahn nach rechts und kam von der Fahr­bahn ab. Er fuhr sich anschlie­ßend auf dem Grün­strei­fen fest. Der Sat­tel­zug muss­te durch einen Abschlepp­dienst gebor­gen werden.

A93 /​Gattendorf. Gegen 05.40 Uhr woll­te ein 29-jäh­ri­ger Tsche­che, auf­grund des star­ken Schnee­falls, die Fahrt mit sei­nem VW Pas­sat auf dem Park­platz Bären­holz, Rich­tung Süden unter­bre­chen. Bei der Ein­fahrt kam der VW auf­grund nicht ange­pass­ter Geschwin­dig­keit auf schnee­be­deck­ter Fahr­bahn ins Schleu­dern und prall­te mit der Fahr­zeug­front unter den Auf­lie­ger eines por­tu­gie­si­schen Sat­tel­zu­ges, der ord­nungs­ge­mäß auf dem Park­platz park­te. Der Fah­rer brach­te sei­ne täg­li­che Ruhe­zeit ein und schlief zu die­sem Zeit­punkt. Der Fah­rer des VW, sowie sein 42jähriger Bei­fah­rer wur­den bei dem Unfall leicht ver­letzt und zur ambu­lan­ten Behand­lung in ein umlie­gen­des Kran­ken­haus gebracht. Der Sach­scha­den an bei­den Fahr­zeu­gen beläuft sich auf ca. 25 000 Euro.

Wegen der Ver­let­zun­gen sei­nes Bei­fah­rers wur­de gegen den tsche­chi­schen Fah­rer ein Straf­ver­fah­ren wegen fahr­läs­si­ger Kör­per­ver­let­zung eingeleitet.

A93 /​Trogen. Zu einer Voll­sper­rung kam es auf der A93 in süd­li­cher Fahrt­rich­tung gegen 06.00 Uhr. Hier ver­lor ein 49jähriger Tsche­che auf Höhe der Anschluss­stel­le Hof Ost, auf schnee­be­deck­ter Fahr­bahn, die Kon­trol­le über sei­nen Sat­tel­zug, der mit ca. fünf Ton­nen Post bela­den war. Der Sat­tel­zug kam dadurch zunächst nach rechts von der Fahr­bahn ab, kol­li­dier­te mit der rech­ten Schutz­plan­ke und durch­fuhr anschlie­ßend die Grün­flä­che der Anschluss­stel­le ehe der Sat­tel­zug wie­der auf die Fahr­bahn rutsch­te. Ein 42-jäh­ri­ger aus dem Land­kreis Schwan­dorf, der hin­ter dem tsche­chi­schen Sat­tel­zug fuhr, lenk­te sei­nen Sat­tel­zug, der mit ca. 25 Ton­nen Streu­salz bela­den war, auf die lin­ke Spur. Einen Zusam­men­stoß konn­te die­ser lei­der nicht mehr ver­hin­dern. Die bei­den Sat­tel­zü­ge stie­ßen an den Füh­rer­häu­sern zusam­men. Dadurch wur­de der Sat­tel­zug des Schwan­dor­fers in die lin­ke Schutz­plan­ke gedrückt. Der Sat­tel­zug des Tsche­chen kam anschlie­ßend auf der rech­ten Fahr­spur zum Ste­hen. Die Fahr­bahn Rich­tung Süden wur­de dadurch kom­plett blockiert.

Bei­de Fah­rer blie­ben bei dem Unfall unver­letzt. Der Gesamtsach­scha­den an bei­den Zug­ma­schi­nen und den Schutz­plan­ken beläuft sich auf ca. 80 000 Euro.
Die Ber­gungs­maß­nah­men dau­ern noch an. Die Auto­bahn­mei­ste­rei Rehau lei­tet den Ver­kehr an der Anschluss­stel­le Hof Ost ab. Die Feu­er­wehr Tro­gen ist vor Ort um aus­lau­fen­de Betriebs­stof­fe zu binden.

Gegen den Fah­rer des tsche­chi­schen Sat­tel­zu­ges wur­de ein Ver­fah­ren wegen einer Ver­kehrs­ord­nungs­wid­rig­keit eingeleitet.

A9 /​Selbitz. Auf­grund nicht ange­pass­ter Geschwin­dig­keit geriet ein 19jähriger BMW-Fah­rer, der sich auf dem Weg nach Ber­lin befand, kurz vor 09.00 Uhr, auf schnee­be­deck­ter Fahr­bahn ins Schleu­dern. Er prall­te dabei mit sei­ner Fahr­zeug­front zunächst in eine Beton­leit­wand und kam anschlie­ßend auf dem Sei­ten­strei­fen zum Ste­hen. Er wur­de bei dem Unfall nicht ver­letzt. Der Sach­scha­den an dem BMW beläuft sich auf ca. 10 000 Euro. Den Fah­rer erwar­tet nun eine Anzei­ge wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit.

Nach­dem die Schnee­fäl­le nach­ge­las­sen hat­ten, nor­ma­li­sier­te sich gegen 09.00 Uhr das Verkehrsgeschehen.